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Arbeitslosigkeit geht zurück

Mittwoch, 31. März 2010, 10:38 Uhr
Den höchsten Rückgang der Arbeitslosigkeit thüringenweit hat die Nordhäuser Arbeitsagentur für den Monat März registriert. 19.331 Menschen waren im vergangenen Monat arbeitslos, 858 weniger als im Februar. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Arbeitslosen um 3.348 (-14,8%) zurück. Der positive Trend zeigte insbesondere im Kyffhäuserkreis seine Wirkung. Hier waren 7.082 Menschen ohne Beschäftigung, 17,1 Prozent (1.456 Personen) weniger als im Vorjahreszeitraum.

„Es gibt erste positive Signale der Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt“, kommentiert Gabriela Helbing Geschäftsführerin Operativ der Nordhäuser Arbeitsagentur die neuesten Zahlen. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat vor allem im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor angezogen, aber auch das Baugewerbe sucht gezielt Fachkräfte.“

Mit 511 Stellen sind dem Arbeitgeberservice fast 70 Prozent mehr ungeförderte Stellen als im Vorjahreszeitraum gemeldet worden. Gegenüber Februar gab es einen Zuwachs um knapp 30 Prozent. Mit den geförderten Arbeitsangeboten haben sich im März insgesamt 971 Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben, doppelt so viel wie im Vorjahr. Im ersten Quartal war die Arbeitskräftenachfrage im Dienstleistungssektor und in verarbeitenden Bereichen gegenüber 2009 um rund zwei Drittel erhöht.

Mit 13,2 Prozent ist die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, im März um 0,6 Prozentpunkte im Vergleich zu Februar gesunken. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wurde vor allem im Kyffhäuserkreis sichtbar. Hier ging die Quote um 0,8 Prozentpunkte auf 16,5 Prozent zurück.

Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Arbeitslosmeldungen um fast 17 Prozent zurück. 1.380 Männer und Frauen kamen aus einer Erwerbstätigkeit, rund ein Drittel weniger als im März vergangenen Jahres. 4.376 Menschen konnten in den letzten vier Wochen die Arbeitslosigkeit beenden, fast 1.000 mehr als im Februar. Knapp 1.800 nahmen eine Erwerbstätigkeit auf und über 25 Prozent begannen eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme. Seit Jahresbeginn konnten 3.087 Jobsuchende wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden, fünf Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2009.

Prognostizierte sinkende Schulabgängerzahlen haben sich im ersten Ausbildungshalbjahr bei der Zahl der Ausbildungssuchenden noch nicht bemerkbar gemacht. Für den Zeitraum Oktober 2009 bis März 2010 haben die Berufsberater 1.374 Bewerber um eine Ausbildungsstelle registriert. Die Zahl bewegt sich damit auf dem Vorjahresniveau. Dem gegenüber hat sich die Zahl der Ausbildungsstellen mit 1.173 um 9,5 Prozent zum Vorjahr erhöht. Fast 94 Prozent dieser Stellen sind betrieblicher Art und von den Unternehmen der Region gemeldet worden. Auch hier gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 7,2 Prozent. Über die Hälfte der Lehrstellen kommt aus den Fertigungsberufen. Deshalb haben Schüler derzeit beste Chancen in Nordthüringen eine Ausbildung in der Metallindustrie oder in Ernährungsberufen zu beginnen.

„Es ist erfreulich, dass sich die Unternehmen für mehr Ausbildung engagieren“, erläutert Gabriela Helbing die Entwicklung. Insbesondere unter dem Aspekt der demographischen Entwicklung sei es wichtig sich Fachkräfte für morgen zu sichern.

Derzeit kommen auf einen Bewerber 0,85 Ausbildungsstellen. Im letzten Jahr waren es 0,78 Stellen. Fast 60 Prozent der Schüler möchten einen Beruf in der Dienstleistungsbranche ergreifen. 492 Bewerber sind an einem Fertigungsberuf interessiert, über 300 Jungen und Mädchen würden gern in Verwaltungen und Büros tätig werden.

Die Ressourcen der aktiven Arbeitsförderung werden wirkungsvoll und wirtschaftlich so eingesetzt, damit auf den Fachkräftebedarf der Wirtschaft nach der Krise schnell reagiert werden kann.

Im Rahmen der beruflichen Weiterbildung haben im März rund 230 Personen eine Qualifizierung begonnen, fast 20 Prozent mehr als im Vormonat. Seit Beginn des Jahres sind 200 Personen mit Hilfe finanzieller Unterstützung der Nordhäuser Arbeitsagentur den Schritt in die Selbständigkeit gegangen, rund 23 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Autor: nnz

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