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Sanierung Schule Oldisleben beschlossen (2)

Mittwoch, 14. April 2010, 22:51 Uhr
Weitere Informationen zum Sonderkreistag und einem abgelehnten Antrag in der Tagesordnung geht es im weiteren Teil unserer Berichterstattung...

Über die Beschlussfassung hatte kn schon ausführlich berichtet, nicht aber über die teils kontroverse Diskussion. Warum die SPD-Fraktion in Sachen Schulstandort Oldisleben plötzlich um geschwenkt ist, musste Uwe Vogt (SPD) erläutern, er ja auch Vorsitzender des Bildungsausschuss ist..

Vogt wies hauptsächlich auf drei Schwerpunkte hin. Zu einem hätte die Kämmerei des Landratsamtes auf mehr Nachhaltigkeit aufmerksam gemacht und auf zusätzliche Ausgaben in sechsstelliger Höhe hingewiesen. Zum anderen würden die Erhöhungen zu Streichungen bei anderen Schulen führen, was zu Benachteiligungen bei anderen Schulen führen würde.

Auch, so Vogt, sei die Sache mit der Einführung einer möglichen Gemeinschaftsschule kein Heilmittel für ein Schulerhaltungsmodell. Im Namen der SPD-Fraktion stellte er daher einen Änderungsantrag, der in drei Punkten mündete:
  • Aufhebung des Regelschulstandortes Oldisleben.
  • Verlegung der Grundschule von Heldrungen nach Oldisleben
  • Teilverlegung der Regelschule nach Bad Frankenhausen

Zahlreiche Sprecher der Fraktionen wandten sich in der Diskussion gegen diesen Änderungsvorschlag, bzw. plädierten für den Beschlussentwurf, wie vom Kreisausschuss ursprünglich einstimmig gefasst, so u.a. Patrick Taube, Henry Hunger und Gudrun Holbe (alle CDU), oder Torsten Blümel, Adalbert Engel oder Dietmar Strickrodt (Die Linke), sowie Rainer Scheerschmidt (VIBT). Blümel und auch Taube äußerten sich entsetzt über die Stimmungsmache der SPD in Hinblick neid der Schulen. Hunger schlug vor die Schulnetzplanung auf 2012 vorzuziehen. Holbe meinte, Grundschule und Regelschule müssten dieser Region erhalten bleiben, zumal dies ein Unterzentrum sei.

Engel wies darauf hin, dass die Agrar GmbH Oldisleben sogar Räume zur Verfügung stellen will. Strickrodt kämpft sogar dafür, dass für die Zeit der Umbauarbeiten wieder die Schule in Gorsleben genutzt werden soll, nur um die Wege klein zu halten. Dazu sollen sogar Mittel aus dem Konjunkturpaket II vom Gemeindesaal in die Fenster der ehemaligen Schule umgeleitet werden. Er warf Landrat Hengstermann indirekt vor, nicht die günstigste Version für die Überbrückungszeit ausgewählt zu haben (Bad Frankenhausen statt Gorsleben).

Der Änderungsantrag der SPD wurde mit 25 Gegenstimmen bei vier Enthaltungen abgeschmettert.

Aber auch um eine weitere Schule ging es diesen Tag. Schon vor der Abstimmung zur Tagesordnung hatte Rainer Scheerschmidt den Antrag gestellt, auch heute bereits über die Zweizügigkeit der Käthe-Kollwitz-Schule zu entscheiden. Das Thema überhaupt auf die Tagesordnung zu setzen wurde bei nur sechs Ja-Stimmen total abgeschmettert. Prominentester Befürworter war allerdings Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU). Den Hauptablehnungspunkt brachten Johannis Selle (CDU) und Landrat Peter Hengstermann (CDU) vor. Der Bildungsausschuss tagt erst am kommenden Montag, vorher könnte sich der Kreistag kein genaues Bild machen.

Allerdings erntete Hengstermann für sein Bemerkung viel Gelächter von einigen Kreistagsmitgliedern, als er sagte, der nächste Kreistagstermin (Anfang Juni) liege noch vor dem Termin der Einschulungsmöglichkeit.
Autor: khh

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