Pädagogen- Gemälde angekommen (1)
Samstag, 17. April 2010, 20:30 Uhr
Das Pädagogen- Gemälde von Paul Stade ist heute Mittag in Sondershausen eingetroffen. Natürlich war kn mit der Kamera vor Ort...
An diesem strahlenden Samstag passte eigentlich alles zusammen. Es war trocken und die Sonne schien vom Himmel, das waren wichtige Voraussetzungen für einen sicheren Versand des aufwendig restaurierten Gemäldes. Um 12:22 Uhr war es soweit und ein Fahrzeug von Raiffeisen Agrar Birkungen fuhr nahe des Achteckhauses auf das Gelände von Schloss Sondershausen.
Vormittags befand sich das Gemälde noch beim Restaurator Hans Bruckschlegel in Erfurt. Es war in einem nicht genutzten Einkaufszentrum von Erfurt restauriert worden, weil es von der Größe her in kein normales Atelier passte.
A 9:00 Uhr wurd es von Mitgliedern des Sondershäuser Bildungsverein e.V. speziell, in ein maßangefertigtes Transportgestell verpackt und Klima gesichert. Das großformatige Bild wird von Mitgliedern des Fördervereins verpackt, verladen, auf dem Fahrzeug gesichert und ist für den Transport von EF nach SDH bereits versichert worden.
Während dessen bauen 5 Mann der Firma Glaskontor Erfurt eine große, ca. 250 kg schwere Schaufenster Scheibe aus um das großformatige Gemälde (2,30mx5,10m) aus dem Atelier des Restaurators heraus auf einen von der Firma Raiffeisen Agrar Birkungen bereitgestellten LKW zu verladen.
Danach wurde das Gemälde nach Sondershausen gebracht. Hier wurde das Gemälde umgehend entladen und in die schon vorbereiteten Räume der Sonderausstellung gebracht.
Hier wurde das Gemälde dann von seinen letzten Schutzhüllen befreit und in Sondershausen konnte das Gemälde von Paul Stade das erste Mal in seiner ganzen Pracht bewundert werden. Und überall beim Transport in allen Phasen dabei der Thüringer des Monats März Mario Wilke, der stellvertretende Vorstandsvorsitzender des Fördervereins der Staatlichen Grundschule "Käthe Kollwitz" Sondershausen e.V.
In Zusammenarbeit mit der Schulleiterin der Grundschule "Käthe Kollwitz", dem Rektor des Gymnasiums Geschwister Scholl sowie der Leitung des Schlossmuseums Sondershausen bemühte er sich in höchsten Maße ehrenamtlich um die Erhaltung und Restaurierung eines lange Zeit verloren geglaubten, wertvollen Kulturgut des Landes Thüringen sowie der Stadt Sondershausen.
Obwohl sehr glücklich über die Rückkehr des Gemäldes sah man Ellen Neuman, Schulleiterin der Grundschule "Käthe Kollwitz", und Mario Wilke die immer noch hohe Anspannung im Gesicht an. Man war schließlich schon früh aufgebrochen, um das Gemälde nach Sondershausen zu holen.
Die vielen freiwilligen Helfer allein heute auch namentlich zu nennen ist gar nicht möglich. Deshalb wird der Versuch gar nicht erst unternommen. Aber die beiden Hauptakteure bei der Dar ganzen Aktion (sie werden diesen Ausdruck von kn gar nicht gern lesen) bedanken sich auf diesem Wege nicht nur bei den Helfern, sondern auch bei den vielen Sponsoren. Die werden hoffentlich am Samstag, den 24. April vollständig zur Ausstellungseröffnung kommen. Danach wird es voraussichtlich bis September in einer Sonderausstellung des Schlossmuseums zu sehen sein. Bei Bedarf auch etwas länger, wie Mario Wilke kn verriet.
In der Ausstellung wird man viele weitere interessante Details zum Bild erfahren. Alles wollte Mario Wilke noch nicht verraten. Denn das Bild wurde im Laufe der Zeit auch mehrfach übermalt. Wie frühere Versionen aussahen, kann man dann auf entsprechenden Abbildungen ersehen.
Wer noch mehr über das Gemälde erfahren will, sollte Mittwoch, den 28. April, nicht verpassen. Im Rosa Salon von Schloss Sondershausen werden im Treff für Neugierige unter anderem auch die Restauratoren zu Untersuchung und Restaurierung berichten. Beginn um 18:00 Uhr.
Von der Ankunft des Gemäldes finden Sie viele Fotos in der Bildergalerie. Morgen wird kn auch noch einige bewegte Bilder als Video bringen.
Hintergrund des Stade-Gemäldes
Das von Professor Stade in Öl auf Leinwand gemalte, großformatige Bild (2,30m x 5,10m) wurde aus Anlass des 50jährigen Bestehens des am 01.05.1844 gegründeten Lehrerseminars zu Sondershausen in Auftrag gegeben. Nach Vollendung des Gemäldes im Jahr 1897 wurde es an dessen Bestimmungsort gezeigt und verblieb dort bis zur Auflösung des Lehrerseminar 1927.
Danach erhielt das Gemälde seinen Platz in der Aula unserer Schule (damals Höhere Mädchenschule), wo es bis Ende der 60er Jahre ausgestellt war. Aus Gründen der Renovierung der Aula wurde das großformatige Bild unfachmännisch abgenommen und gelagert. Erst einige Jahre später wurde es dem Schlossmuseum zur sachgerechten Aufbewahrung überantwortet wo es viele Jahre, auf einer Gemälderolle gesichert, aufbewahrt wurde.
Das Gemälde stellt nicht nur von der Größe, sondern vor allem auch auf Grund seines Inhalts eine Einmaligkeit dar. Über den regionalen Bezug hinaus, in dem bedeutende Persönlichkeiten des 16 bis 19. Jahrhunderts dargestellt sind, die sich besonders um die Reformierung und Entwicklung der Bildung im Fürstentum Schwarzburg/ Sondershausen und der Stadt Sondershausen selbst verdient gemacht haben, sind im überregionalen Bezug Schöngeiste, berühmte Pädagogen und Reformatoren, wie Luther, Diesterweg, Pestalozzi, Salzmann, Fröbel, Ernst der Fromme oder Herder aus den unterschiedlichen Zeitepochen dargestellt.
In den vergangenen vier Jahren bemühten sich der Förderverein (u.a. um Mario Wilke) und viele Helfer um die Erhaltung, Finanzierung und Restaurierung des Kunstwerkes, um es in einer Sonderausstellung ab 24.04.2010 im Schlossmuseum Sondershausen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seinen entgütigen Bestimmungsort erhält das Gemälde nach Ausstellungsende in einer von Grundschule und Gymnasium gemeinsam genutzten Aula voraussichtlich ab September 2010.
Autor: khhAn diesem strahlenden Samstag passte eigentlich alles zusammen. Es war trocken und die Sonne schien vom Himmel, das waren wichtige Voraussetzungen für einen sicheren Versand des aufwendig restaurierten Gemäldes. Um 12:22 Uhr war es soweit und ein Fahrzeug von Raiffeisen Agrar Birkungen fuhr nahe des Achteckhauses auf das Gelände von Schloss Sondershausen.
Vormittags befand sich das Gemälde noch beim Restaurator Hans Bruckschlegel in Erfurt. Es war in einem nicht genutzten Einkaufszentrum von Erfurt restauriert worden, weil es von der Größe her in kein normales Atelier passte.
A 9:00 Uhr wurd es von Mitgliedern des Sondershäuser Bildungsverein e.V. speziell, in ein maßangefertigtes Transportgestell verpackt und Klima gesichert. Das großformatige Bild wird von Mitgliedern des Fördervereins verpackt, verladen, auf dem Fahrzeug gesichert und ist für den Transport von EF nach SDH bereits versichert worden.
Während dessen bauen 5 Mann der Firma Glaskontor Erfurt eine große, ca. 250 kg schwere Schaufenster Scheibe aus um das großformatige Gemälde (2,30mx5,10m) aus dem Atelier des Restaurators heraus auf einen von der Firma Raiffeisen Agrar Birkungen bereitgestellten LKW zu verladen.
Danach wurde das Gemälde nach Sondershausen gebracht. Hier wurde das Gemälde umgehend entladen und in die schon vorbereiteten Räume der Sonderausstellung gebracht.
Hier wurde das Gemälde dann von seinen letzten Schutzhüllen befreit und in Sondershausen konnte das Gemälde von Paul Stade das erste Mal in seiner ganzen Pracht bewundert werden. Und überall beim Transport in allen Phasen dabei der Thüringer des Monats März Mario Wilke, der stellvertretende Vorstandsvorsitzender des Fördervereins der Staatlichen Grundschule "Käthe Kollwitz" Sondershausen e.V.
In Zusammenarbeit mit der Schulleiterin der Grundschule "Käthe Kollwitz", dem Rektor des Gymnasiums Geschwister Scholl sowie der Leitung des Schlossmuseums Sondershausen bemühte er sich in höchsten Maße ehrenamtlich um die Erhaltung und Restaurierung eines lange Zeit verloren geglaubten, wertvollen Kulturgut des Landes Thüringen sowie der Stadt Sondershausen.
Obwohl sehr glücklich über die Rückkehr des Gemäldes sah man Ellen Neuman, Schulleiterin der Grundschule "Käthe Kollwitz", und Mario Wilke die immer noch hohe Anspannung im Gesicht an. Man war schließlich schon früh aufgebrochen, um das Gemälde nach Sondershausen zu holen.
Die vielen freiwilligen Helfer allein heute auch namentlich zu nennen ist gar nicht möglich. Deshalb wird der Versuch gar nicht erst unternommen. Aber die beiden Hauptakteure bei der Dar ganzen Aktion (sie werden diesen Ausdruck von kn gar nicht gern lesen) bedanken sich auf diesem Wege nicht nur bei den Helfern, sondern auch bei den vielen Sponsoren. Die werden hoffentlich am Samstag, den 24. April vollständig zur Ausstellungseröffnung kommen. Danach wird es voraussichtlich bis September in einer Sonderausstellung des Schlossmuseums zu sehen sein. Bei Bedarf auch etwas länger, wie Mario Wilke kn verriet.
In der Ausstellung wird man viele weitere interessante Details zum Bild erfahren. Alles wollte Mario Wilke noch nicht verraten. Denn das Bild wurde im Laufe der Zeit auch mehrfach übermalt. Wie frühere Versionen aussahen, kann man dann auf entsprechenden Abbildungen ersehen.
Wer noch mehr über das Gemälde erfahren will, sollte Mittwoch, den 28. April, nicht verpassen. Im Rosa Salon von Schloss Sondershausen werden im Treff für Neugierige unter anderem auch die Restauratoren zu Untersuchung und Restaurierung berichten. Beginn um 18:00 Uhr.
Von der Ankunft des Gemäldes finden Sie viele Fotos in der Bildergalerie. Morgen wird kn auch noch einige bewegte Bilder als Video bringen.
Hintergrund des Stade-Gemäldes
Das von Professor Stade in Öl auf Leinwand gemalte, großformatige Bild (2,30m x 5,10m) wurde aus Anlass des 50jährigen Bestehens des am 01.05.1844 gegründeten Lehrerseminars zu Sondershausen in Auftrag gegeben. Nach Vollendung des Gemäldes im Jahr 1897 wurde es an dessen Bestimmungsort gezeigt und verblieb dort bis zur Auflösung des Lehrerseminar 1927.
Danach erhielt das Gemälde seinen Platz in der Aula unserer Schule (damals Höhere Mädchenschule), wo es bis Ende der 60er Jahre ausgestellt war. Aus Gründen der Renovierung der Aula wurde das großformatige Bild unfachmännisch abgenommen und gelagert. Erst einige Jahre später wurde es dem Schlossmuseum zur sachgerechten Aufbewahrung überantwortet wo es viele Jahre, auf einer Gemälderolle gesichert, aufbewahrt wurde.
Das Gemälde stellt nicht nur von der Größe, sondern vor allem auch auf Grund seines Inhalts eine Einmaligkeit dar. Über den regionalen Bezug hinaus, in dem bedeutende Persönlichkeiten des 16 bis 19. Jahrhunderts dargestellt sind, die sich besonders um die Reformierung und Entwicklung der Bildung im Fürstentum Schwarzburg/ Sondershausen und der Stadt Sondershausen selbst verdient gemacht haben, sind im überregionalen Bezug Schöngeiste, berühmte Pädagogen und Reformatoren, wie Luther, Diesterweg, Pestalozzi, Salzmann, Fröbel, Ernst der Fromme oder Herder aus den unterschiedlichen Zeitepochen dargestellt.
In den vergangenen vier Jahren bemühten sich der Förderverein (u.a. um Mario Wilke) und viele Helfer um die Erhaltung, Finanzierung und Restaurierung des Kunstwerkes, um es in einer Sonderausstellung ab 24.04.2010 im Schlossmuseum Sondershausen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seinen entgütigen Bestimmungsort erhält das Gemälde nach Ausstellungsende in einer von Grundschule und Gymnasium gemeinsam genutzten Aula voraussichtlich ab September 2010.













































