Prekäre Beschäftigung bekämpfen
Donnerstag, 29. April 2010, 14:56 Uhr
Um diesem Themenschwerpunkt steht eine Pressemeldung von Die Linke zum Ersten Mai, die kn so eben aus Bad Frankenhausen erreichte...
Genau vor 120 Jahren – am 1. Mai 1890 - wurde der Protest- und Gedenktag weltweit mit Massendemonstrationen begangen. 1889 wurde der Opfer des Haymarket Riot (Chicago) gedacht und der 1. Mai als Kampftag der Arbeiterbewegung ausgerufen. Vier Jahre zuvor, 1886, war der 1. Mai in Nordamerika mit dem Aufruf zu einem Generalstreik verbunden. Es ging – und dies nicht zum ersten Mal – um die Durchsetzung des 8-Stunden-Tages.
Heute spielt der Kampf gegen Niedriglöhne eine große Rolle. So lag in Thüringen der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten 2006 bei 39,7 Prozent – doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt. Das ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE., die diese im Vorfeld des 1. Mai als Tag der Arbeit gestellt hatte. Neuere Daten werden erst diese Jahr erhoben.
Rechtzeitig zum Tag der Arbeit sind die Ergebnisse der Anfrage handfeste Argumente für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Nur so wird Armutslöhnen ein Riegel vorgeschoben. Die Bundesregierung muss ihren geplanten Ausbau des Niedriglohnsektors stoppen. Wir brauchen einen Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit und Minijobs müssen eingedämmt werden., fordert Kersten Steinke.
Der Niedriglohnsektor ist mit erheblichen Kosten für die Gesellschaft verbunden. Denn laut Bundesregierung gab es 2009 1,2 Millionen Haushalte, deren Mitglieder erwerbstätig sind, die aber wegen niedriger Verdienste ergänzend Hartz IV- Zahlungen erhalten – pro Haushalt monatlich 769 Euro. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich danach ein Betrag von ca. 11 Mrd. Euro, den der Steuerzahler aufbringen muss, um zu niedrige Einkommen mit Sozialleistungen aufzustocken.
Wahlkreisbüro Kersten Steinke (Die Linke)
Autor: khhGenau vor 120 Jahren – am 1. Mai 1890 - wurde der Protest- und Gedenktag weltweit mit Massendemonstrationen begangen. 1889 wurde der Opfer des Haymarket Riot (Chicago) gedacht und der 1. Mai als Kampftag der Arbeiterbewegung ausgerufen. Vier Jahre zuvor, 1886, war der 1. Mai in Nordamerika mit dem Aufruf zu einem Generalstreik verbunden. Es ging – und dies nicht zum ersten Mal – um die Durchsetzung des 8-Stunden-Tages.
Heute spielt der Kampf gegen Niedriglöhne eine große Rolle. So lag in Thüringen der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten 2006 bei 39,7 Prozent – doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt. Das ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE., die diese im Vorfeld des 1. Mai als Tag der Arbeit gestellt hatte. Neuere Daten werden erst diese Jahr erhoben.
Rechtzeitig zum Tag der Arbeit sind die Ergebnisse der Anfrage handfeste Argumente für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Nur so wird Armutslöhnen ein Riegel vorgeschoben. Die Bundesregierung muss ihren geplanten Ausbau des Niedriglohnsektors stoppen. Wir brauchen einen Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit und Minijobs müssen eingedämmt werden., fordert Kersten Steinke.
Der Niedriglohnsektor ist mit erheblichen Kosten für die Gesellschaft verbunden. Denn laut Bundesregierung gab es 2009 1,2 Millionen Haushalte, deren Mitglieder erwerbstätig sind, die aber wegen niedriger Verdienste ergänzend Hartz IV- Zahlungen erhalten – pro Haushalt monatlich 769 Euro. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich danach ein Betrag von ca. 11 Mrd. Euro, den der Steuerzahler aufbringen muss, um zu niedrige Einkommen mit Sozialleistungen aufzustocken.
Wahlkreisbüro Kersten Steinke (Die Linke)
