kyffhaeuser-nachrichten.de

Mehr Schwerbehinderte in Thüringen

Montag, 03. Mai 2010, 10:28 Uhr
Das Statistische Landesamt ha die Anzahl der Schwerbehinderten in Thüringen unter die Lupe genommen. Hier lesen Sie die exakten Zahlen.

Ende 2009 waren 182 652 Thüringer im Besitz eines Schwerbehindertenausweises. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren das 672 Personen bzw. 0,4 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Der Anteil der Männer überwog leicht mit 50,5 Prozent.
Damit war fast jeder 12. Thüringer (8,1 Prozent) von Schwerbehinderung betroffen, davon 8,2 Prozent männlichen und 7,9 Prozent weiblichen Geschlechts.

Ende 2007 war mehr als jeder 13. Thüringer (7,9 Prozent) betroffen, davon 8,1 Prozent männlich und 7,8 Prozent weiblich. Fast die Hälfte (47,8 Prozent) der schwerbehinderten Menschen Thüringens waren älter als 65 Jahre, weitere 37,9 Prozent waren im Alter zwischen 45 und 65 Jahren, 12,3 Prozent zwischen 18 und 45 Jahren und 1,9 Prozent der von Schwerbehinderung Betroffenen waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Ursache der Behinderung war in mehr als drei Viertel der Fälle (76,9 Prozent) eine Krankheit.
Bei 6,1 Prozent der schwerbehinderten Menschen war die Behinderung angeboren. Bei 1,2 Prozent war ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit der Grund und jeweils bei 0,7 Prozent wurde die Schwerbehinderung entweder durch Kriegs-, Wehrdienst- oder Zivildienstbeschädigungen verursacht bzw. war durch Unfälle begründet. Bei weiteren 13,9 Prozent beruhte die Behinderung auf sonstigen, mehreren oder ungenügend bezeichneten Ursachen.

In 49 552 Fällen wurde als Art der schwersten Behinderung eine Beeinträchtigung der Funktion von inneren Organen bzw. Organsystemen festgestellt. Das waren weit mehr als ein Viertel (27,1 Prozent) aller Betroffenen. An zweiter Stelle standen Querschnittlähmung, zerebrale Störungen, geistig-seelische Behinderungen und Suchtkrankheiten (38 406 Personen bzw. 21,0 Prozent), gefolgt von Funktionseinschränkungen von Gliedmaßen (30 131 Personen bzw. 16,5 Prozent), Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule und des Rumpfes, Deformierung des Brustkorbes (17 399 Personen bzw. 9,5 Prozent).

Weitere 11 261 Personen (6,2 Prozent) waren blind oder sehbehindert und 9 647 (5,3 Prozent) sprach- oder hörgeschädigt. Außerdem litten 5 592 schwerbehinderte Menschen (3,1 Prozent) an Entstellungen bzw. dem Verlust einer oder beider Brüste und weitere 2 148 (1,2 Prozent) unter dem ganzen oder teilweisen Verlust von Gliedmaßen. Sonstige und ungenügend bezeichnete Behinderungen traten in 18 516 Fällen (10,1 Prozent) auf.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de