kyffhaeuser-nachrichten.de

Gelebte Umweltschule

Mittwoch, 05. Mai 2010, 07:04 Uhr
Die Käthe-Kollwitz-Schule in Sondershausen wurde schon viermal als Umweltschule in Europa ausgezeichnet. Zurecht, wie auch die gestrige Veranstaltung zeigte. Aber auch Kleingärtner und Hausbesitzer sollten den Artikel lesen!...

Nach einem selbstgeschriebenen und selbst vorgetragenen Gedicht von Alena Hielscher, kn hatte in nnz-TV bereits berichtet, stand in der Klasse 4 b der Käthe-Kollwitz-Schule Sondershausen der Bau eines Insektenhotels (besonders oft von Wildbienen als Bienenhotel benutzt) auf dem Lehrplan. Dazu hatte man Thomas Schlufter von der unteren Naturschutzbehörde eingeladen.

Bau eines Insektenhotels (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bau eines Insektenhotels (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nach dem Gedicht von Alena Hielscher (Bildergalerie), dass eigentlich ein Rapp-Gesang war, stimmten Schulleiterin Ellen Neumann und Klassenleiterin Manuela Werner die Schülerinnen und Schüler auf die bevorstehende Aufgabe ein. Im eigenen Schulgarten soll ein Insektenhotel gebaut werden. Vorher hatte man im Unterricht bereits darüber gesprochen und die Kinder hatten fleißig Material gesammelt, dass für den Bau benötigt wird.

Bau eines Insektenhotels (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bau eines Insektenhotels (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Thomas Schlufter zeigte den Schülerinnen und Schüler, wie man mit Stroh, Hohlblockziegel, angebohrten Holzstämmen und ähnlichen Materialien ein Bienenhotel baut. Selbst Steine mit Loch sind geeignet. Mit viel Begeisterung waren die Kinder bei der Sache.

Bau eines Insektenhotels (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bau eines Insektenhotels (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Und es war schon schön zu sehen, wie Thomas Schlufter den Kindern zeigte, wie Wildbienen die gebotenen Verstecke annehmen und ihren „Bau“ auch verschließen. Solche Insektenhotels sollten in mehr Gärten stehen, um der Natur zu helfen. Die Insekten können sich besser vermehren, stehen in Gärten zur Bestäubung bereit und auch die Singvögel freuen sich über einen „fetten“ Happen.

Zwischen der Käthe-Kollwitz-Schule und Thomas Schlufter gab es schon öfter eine Zusammenarbeit, als es, unter anderem um die seltene Hausmaus ging, oder um Leben am Teich oder den Fledermäusen. Man fand die Fraßspuren der sehr selten gewordenen Haselmaus oberhalb des Göldners im Walde. Man hatte sogar angefressene Nüsse eingeschickt und Spezialisten stellten die charakteristischen Spuren fest, wie Klassenleiterin Manuela Werner gegenüber kn berichtete.

Aber nicht nur Thomas Schlufter war aktiv. Voller Stolz zeigten die Kinder kn das „grüne Klassenzimmer“ (Bildergalerie), dass unter Mithilfe des Fördervereins und Eltern geschaffen worden war. Von Sponeta kam auch noch die Wandtafel.

Der dank der Schüler geht aber auch an die Kompostieranlage Allmenhausen die als Spende Komposterde für den Schulgarten bereitstellte (die Fläche vor dem Bienenhotel) und von der Hausmeisterbrigade transportiert worden war.

Auch ein blühendes Apfelbäumchen werden Experten unter den Lesern bereits entdeckt haben. Aber auch sonst ist man an dieser Schule sehr umweltorientiert. Das Gießwasser für den Schulgarten wird aus Regenwasser gewonnen und an der Schule wird die Mülltrennung praktiziert.

Von den Schülern können sich wohl einige Zeitgenossen ein Scheibchen abschneiden. Also Marsch in den Garten und ein Insektenhotel gebaut. Es klappt auch ohne Baugenehmigung.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de