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Gemeinsam müssen wir schnell handeln!

Mittwoch, 05. Mai 2010, 14:27 Uhr
Über das Thema Schulpolitik lässt sich trefflich streiten. Mit Was nun, Herr Landrat? hatte Steffen Lupprian (SPD), Gemeinderatsmitglied des Gemeinderates Holzsußra vorgelegt und mit Was nun, Herr Landrat? (2) hatte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag, Maik Göllert nach gelegt. Heute ist Steffen Luprian mit der oben genannten Überschrift wieder am Zuge...

Natürlich möchte jede Verwaltungseinheit ihren Schulstandort halten und natürlich ist es wichtig, dass Schüler einen überschaubaren Schulweg haben. Doch es ist ja schon heute die Realität, dass Schüler z.B. in den Verwaltungseinheiten Großenehrich und Helbedündorf, welche keinen Regelschulstandorte mehr haben, längere Schulwege auf sich nehmen müssen.

Deshalb wäre es sinnvoll, wenn sich die Kreisverwaltung die Arbeit machen würde und sich mit den auf verschiedenen Ebenen ehrenamtlich Tätigen im Vorfeld auf eine gemeinsame Strategie einigen würde, als dass man mit übereilten Beschlüssen die Gremien passieren will. Es ist in erster Linie Aufgabe des Landrates und seiner Kreisverwaltung sich frühzeitig und tief greifend auf den demografischen Wandel einzustellen. Wir müssen weg kommen vom Aktionismus, dass nämlich gerade dort, wo der Protest und der aktuelle Handlungsbedarf am Größten sind bzw. scheinen, reagiert wird, und damit andere Zusagen auf die Warteliste kommen.

In diesem bildungspolitischen Bereich ist es auf Grund der immer prekärer werdenden Finanzsituation der Kommunen und des Landkreises, sowie durch die sinkenden Schülerzahlen besonders wichtig, eine nachhaltige Schulnetzplanung zu erstellen. Es gibt viele dringende Baustellen in den Schulen des Kreises, deshalb muss vernünftig und sinnvoll gehandelt werden, je schneller desto besser. Mögen alle Beteiligten möglichst schnell im Interesse unserer Kinder handeln!

Ich möchte Herrn Göllert gern an dieser Stelle das Angebot unterbreiten, dass ich mich an dieser Debatte beteilige. Ich stehe jederzeit zur Verfügung, um an einer wohlüberlegten, langfristigen Strategie für den gesamten Kyffhäuserkreis, welche in Zukunft ein vernünftiges Lernen in allen Schularten gewährleistet, mitzuarbeiten.

Noch ein abschließendes Wort zum Thema Thüringer Gemeinschaftsschule: Die SPD- Position diesbezüglich ist, dass Schulen, welche eine solche Gemeinschaftsschule einrichten möchten, die Möglichkeit in der Aufbauphase haben sollten, eine zielfördernde Anschubfinanzierung für ihren erhöhten Schulaufwand vom Land und nicht vom Kreis zu erhalten. Diese Gemeinschaftsschulen sollen in unserem Bundesland auf freiwilliger Basis entstehen.

Ich denke, dass das nur dort gelingt, wo alle Beteiligten (Schüler, Eltern, Lehrer, Schulträger und Politiker) überzeugt davon sind und eine entsprechende ernsthafte aktive Initiative bilden. Die Gemeinschaftsschule kann anhaltend eine Chance für den Ein oder anderen Standort im Kyffhäuserkreis sein, von oben verordnen lässt sie sich aber nicht.
Steffen Lupprian, Gemeinderatsmitglied des Gemeinderates Holzsußra (SPD)
Autor: khh

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