Barrierefreiheit nützt uns allen
Dienstag, 11. Mai 2010, 22:38 Uhr
Am 7. Mai trafen sich die Mitglieder des VdK-Ortsverbandes Donndorf-Wiehe-Bottendorf in der Klosterschenke Donndorf. Im Mittelpunkt stand das Gesellschafterprojekt der Aktion Mensch im Rahmen der Europäischen Protesttage zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Dazu erreichte kn von Margot Schüchner (VdK) folgender Beitrag...
Seit zwei Jahren sind wir als Ortsverband an den Aktionstagen im Mai dabei. Sie standen in diesem Jahr unter dem Thema: "Inklusion - Dabei sein von Anfang an."
Margot Schüchner eröffnete im Auftrage des Vorstandes die Veranstaltung. Sie brachte zum Ausdruck, dass die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und erst recht die Inklusion, wie das die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen fordert, nicht von heute auf morgen umzusetzen ist. Auch der Ortsverband beteiligt sich ja bereits einige Jahre, wobei der Höhepunkt bisher wohl die Auszeichnung der Kupferhütte und Mehrzweckhalle mit der VdK-Medaille "barrierefrei erbaut" besondere Höhepunkt war. Aber auch der prompte Beitritt des Stadtrates Wiehe zur Erklärung von Barcelona "Die Stadt und die Behinderten" nach einer VdK-Veranstaltung im Rahmen dieser Aktion war ein wichtiger Erfolg.
Unser stv. Vorsitzender Rudolf Eube wurde in diesem Prozess als Behindertenbeauftragter der Stadt Wiehe berufen, ist inzwischen gar stv. Bürgermeister. Er kennt als Beinamputierter die Probleme Behinderter am besten und aus eigener Erfahrung. Er vertritt sich aber auch über die Grenzen von Wiehe hinaus. Es konnte deshalb für uns an diesem Tage keinen besseren Referenten geben. Sein Vortrag "Barrierefreiheit für Behinderte" passte nur zur Tagesordnung diese Verbandsnachmittags, sondern bot auch viele interessante Information zum Thema aus seiner Praxis in Wiehe.
So berichtete er u. a. über die Bautätigkeit im Schloss Wiehe, dass auch mal Kandidat für die VdK-Auszeichnung werden könnte, Straßenbau in Langenroda und der Wieheschen Straße in Donndorf, wo unter seiner Mitwirkung die Belange Behinderter berücksichtigt werden und wurden. Dabei geht es nicht mehr nur um die meist recht sichtbaren Belange der Gehbehinderten, sondern auch die der Seh- und Hörgeschädigten, die nicht immer so offensichtlich sind. Auch zur möglichen Anerkennung des Stadtparkes als "barrierefrei" gab es im Februar ein Gespräch mit der Behindertenbeauftragten des Kyffhäuserkreises und Fachfrau für Barrierefreiheit des Sozialverbandes VdK für Thüringen, Goldi Morcinek.
Im Anschluss gab es natürlich noch einige Nachfragen und Diskussionen, u. a. von einer Anwohnerin aus der Wieheschen Straße in Donndorf zum Bau eines Haltestellenpunktes.
Der Nachmittag unterstrich, dass sich die Bemühungen des Sozialverbandes VdK auch in unserem Territorium Donndorf-Wiehe-Bottendorf inzwischen auszahlen. Es lohnt sich dafür einzusetzen. Schließlich erhöht sich die Lebensqualität mit der Barrierefreiheit nicht nur für Behinderte, sondern auch für Kinder, junge Eltern und schließlich ältere Bürger. Rudolf Eube gilt ein herzliches Dankeschön für seine Ausführungen, vor allem aber für sein Engagement.
Zum Abschluss des Nachmittages wurden noch ein paar organisatorische Dinge besprochen. So konnte Ortsvorsitzender Hans Ullrich Ruppe als neues Mitglied Walter Hülßner begrüßen und ihm die Mitgliedskarte überreichen. Anneliese Bechmann nutzte die Gelegenheit, den Mitgliedsantrag auszufüllen und abzugeben. Beide werden künftig den Ortsverband stärken. In gemütlicher Runde klang der Nachmittag dann aus.
Text und Fotos: Margot Schüchner
Bildtexte
Autor: khhSeit zwei Jahren sind wir als Ortsverband an den Aktionstagen im Mai dabei. Sie standen in diesem Jahr unter dem Thema: "Inklusion - Dabei sein von Anfang an."
Margot Schüchner eröffnete im Auftrage des Vorstandes die Veranstaltung. Sie brachte zum Ausdruck, dass die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und erst recht die Inklusion, wie das die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen fordert, nicht von heute auf morgen umzusetzen ist. Auch der Ortsverband beteiligt sich ja bereits einige Jahre, wobei der Höhepunkt bisher wohl die Auszeichnung der Kupferhütte und Mehrzweckhalle mit der VdK-Medaille "barrierefrei erbaut" besondere Höhepunkt war. Aber auch der prompte Beitritt des Stadtrates Wiehe zur Erklärung von Barcelona "Die Stadt und die Behinderten" nach einer VdK-Veranstaltung im Rahmen dieser Aktion war ein wichtiger Erfolg.
Unser stv. Vorsitzender Rudolf Eube wurde in diesem Prozess als Behindertenbeauftragter der Stadt Wiehe berufen, ist inzwischen gar stv. Bürgermeister. Er kennt als Beinamputierter die Probleme Behinderter am besten und aus eigener Erfahrung. Er vertritt sich aber auch über die Grenzen von Wiehe hinaus. Es konnte deshalb für uns an diesem Tage keinen besseren Referenten geben. Sein Vortrag "Barrierefreiheit für Behinderte" passte nur zur Tagesordnung diese Verbandsnachmittags, sondern bot auch viele interessante Information zum Thema aus seiner Praxis in Wiehe.
So berichtete er u. a. über die Bautätigkeit im Schloss Wiehe, dass auch mal Kandidat für die VdK-Auszeichnung werden könnte, Straßenbau in Langenroda und der Wieheschen Straße in Donndorf, wo unter seiner Mitwirkung die Belange Behinderter berücksichtigt werden und wurden. Dabei geht es nicht mehr nur um die meist recht sichtbaren Belange der Gehbehinderten, sondern auch die der Seh- und Hörgeschädigten, die nicht immer so offensichtlich sind. Auch zur möglichen Anerkennung des Stadtparkes als "barrierefrei" gab es im Februar ein Gespräch mit der Behindertenbeauftragten des Kyffhäuserkreises und Fachfrau für Barrierefreiheit des Sozialverbandes VdK für Thüringen, Goldi Morcinek.
Im Anschluss gab es natürlich noch einige Nachfragen und Diskussionen, u. a. von einer Anwohnerin aus der Wieheschen Straße in Donndorf zum Bau eines Haltestellenpunktes.
Der Nachmittag unterstrich, dass sich die Bemühungen des Sozialverbandes VdK auch in unserem Territorium Donndorf-Wiehe-Bottendorf inzwischen auszahlen. Es lohnt sich dafür einzusetzen. Schließlich erhöht sich die Lebensqualität mit der Barrierefreiheit nicht nur für Behinderte, sondern auch für Kinder, junge Eltern und schließlich ältere Bürger. Rudolf Eube gilt ein herzliches Dankeschön für seine Ausführungen, vor allem aber für sein Engagement.
Zum Abschluss des Nachmittages wurden noch ein paar organisatorische Dinge besprochen. So konnte Ortsvorsitzender Hans Ullrich Ruppe als neues Mitglied Walter Hülßner begrüßen und ihm die Mitgliedskarte überreichen. Anneliese Bechmann nutzte die Gelegenheit, den Mitgliedsantrag auszufüllen und abzugeben. Beide werden künftig den Ortsverband stärken. In gemütlicher Runde klang der Nachmittag dann aus.
Text und Fotos: Margot Schüchner
Bildtexte
- Blick auf die Teilnehmer der Gesprächsrunde
- Der Behindertenbeauftragte von Wiehe, Rudolf Eube (rechts), zog gute Bilanz
- Ortsvorsitzender Hans Ullrich Ruppe (links) übergab den neuen VdK-Mitglied Walter Hülßner die Mitgliedskarte und ein kleines Präsent.



