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Landrat bewegt was

Donnerstag, 20. Mai 2010, 18:40 Uhr
Gleich im doppelten Sinne hat heute der Landrat Peter Hengstermann (CDU) des Kyffhäuserkreises am Fuße des Kyffhäuserdenkmals etwas bewegt. Was es war, erfahren Sie hier...


Seit 1995 ist das Gebiet rund um das Kyffhäuserdenkmal dem Landkreis gehörig. Und so ein alt ehrwürdiges Gebäude und sein Umfeld wurden jetzt auch etwas brüchig. Außerdem hat man beim Bau vor gut 100 Jahren noch nicht daran gedacht behindertengerecht zu bauen. Das wird jetzt nachgeholt.

Im Rahmen der Umsetzung der infrastrukturellen Mittel des Kyffhäuserkreises aus dem Konjunkturprogramm II der BRD stehen die umfangreichen und bautechnisch schwierigen Arbeiten der statisch-konstruktiven Sicherung der südlichen Ringmauer am Wahrzeichen unseres Kreises vor dem Abschluss. Deshalb hatte heute nachmittag der Landrat Touristiker der Region, Vertreter des VdK und auch die Presse geladen, um den Baufortschritt am Kyffhäuser zu zeigen. Ein Grund, schon mal anzustoßen.

Stützmauer am Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Stützmauer am Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bevor es soweit war, erläuterte Dr. Bärbel Angermann den Gästen, was sich seit 2004 alles am Kyffhäuser getan hat. Alles hier schildern zu wollen, von der Kuppelgestaltung bis hin zum Babarossaturm (kn berichtete erst jüngst), würde Seiten füllen, und ist trotzdem erst ein Stück auf halbem Wege. Denn es soll ja auch einen behinderten gerechten Zuweg an das Kyffhäuserdenkmal geben. Ohne die Sanierung der südlichen Ringmauer wäre die Schaffung nicht möglich.

Stützmauer am Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Stützmauer am Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Ziel des Ganzen sei es, so Landrat Peter Hengstermann (im Bild stehend) den Kyffhäuser noch attraktiver zu machen. Es sollen noch mehr als die rund 200.000 Besucher pro Jahr zum Kyffhäuser gelockt werden. Und da muss man bei älter werdender Bevölkerung doch noch einiges tun. So werden bald auch behinderten gerechte Toilettenanlagen am Fuße des Denkmals geschaffen und für junge Eltern steht auch bald ein Wickeltisch bereit.

Auch sollen die nicht ungefährlichen, weil für ältere Menschen und Kinder recht steilen, Freitreppen auf beiden Seiten je einen Handlauf bekommen der bei Dunkelheit (Veranstaltungen) auch noch beleuchtet werden kann. Weitere Planungen bis 2013 sind in Vorbereitung. Unabhängig von den jetzigen Sanierungen sind auch am Denkmal weitere Arbeiten nötig. Auch muss der Bewuchs an Unter- und Mittelburg nachhaltig bekämpft werden, denn sonst drohen dort Beschädigungen der bestehenden Mauerreste.

Stützmauer am Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Stützmauer am Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aktuell werden bei den Zuwegungen auch besondere Anforderungen des Denkmalschutzes bedacht. So wird der Weg nicht nur der übliche schwarze Asphalt sein, sondern dem Sandstein des Denkmals angepasst sein (siehe Bildergalerie). Ob der Landrat selbst eine der letzten Platten an der Ringmauer "mitgesetzt" hat, oder mal so schnell auf dem bagger war, lösen wir im nachfolgenden Video auf.


Stützmauer am Kyffhäuser


Ziel ist übrigens, möglichst die Besucher umfassend von den Baumaßnahmen zu informieren und so auch für Verständnis sorgen. In jedem Fall lohnt es sich jetzt schon mal wieder dem Kyffhäuserdenkmal einen Besuch abzustatten.
Autor: khh

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