Elternproteste zeigten Wirkung
Freitag, 21. Mai 2010, 14:40 Uhr
Jetzige 55 Finneck-Schüler bleiben im Projekt Lernen unter einem Dach, wie die Stiftung Finneck in einer Pressemitteilung informiert. Das trifft auch auf die Schüler in der Außenstelle in Ebeleben zu...
Als am 14. April 2010 das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Stiftung Finneck mitteilte, dass das Projekt Lernen unter einem Dach zum Ende des Schuljahres 2009/2010 auslaufen müsse, gab es Protest von den betroffenen 55 Eltern sowie den Lehrern der Finneck-Schule Maria Martha. Im Interesse ihrer Kinder wollten sie, dass die seit zehn Jahren erfolgreich praktizierte Kooperation zwischen der Finneck-Schule Maria Martha und den Staatlichen Grundschulen in Ebeleben, Rastenberg und Sömmerda sowie den Regelschulen in Ebeleben, Buttstädt und Sömmerda bei der integrativen Beschulung von Kindern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung fortgesetzt wird. Mit einer Unterschriftensammlung, einer Protestaktion vor dem Thüringer Landtag und dem Kultusministerium sowie der Übergabe einer Petition an den Petitionsausschuss des Thüringer Landtages untermauerten sie das. Zwischenzeitlich gefundene Lösungsansätze stießen bei den Eltern auf wenig Gegenliebe.
Bei der erneuten Prüfung der Rechtslage fand das Thüringer Kultusministerium in Zusammenarbeit mit dem Justiz- sowie dem Finanzministerium laut dem Staatssekretär im Kultusministerium, Prof. Dr. Roland Merten, einen Schlupfwinkel für Lernen unter einem Dach. Alle 55 Mädchen und Jungen sowie ihre Lehrer bleiben an der Finneck-Schule und werden bis zum Ende ihrer Schulzeit wie bisher weiter integrativ an den Staatlichen Schulen beschult.
Staatssekretär Prof. Dr. Roland Merten erläuterte den gefundenen Lösungsweg.
Die Nachricht überbrachte er am 20. Mai den Eltern und Lehrern während einer Zusammenkunft in der Finneck-Schule Sömmerda. Dazu werden in den nächsten Tagen zwischen dem Ministerium, den Staatlichen Schulen und der Finneck-Schule Kooperationsvereinbarungen verhandelt, um das Projekt auf eine ordentliche rechtliche Basis zu stellen. Prüfen wolle man auch, so der Staatssekretär, dass die bereits vertraglich gebundenen künftigen Erstklässler der Finneck-Schule in das Projekt noch aufgenommen werden können. Gespräche werde es auch mit der Schulleitung der Staatlichen Regelschule Ebeleben geben. Ziel sei, hier die Kooperation ebenfalls fortzusetzen, so Prof. Dr. Merten auf eine Frage aus der Elternschaft. Im Mittelpunkt stehen das Wohl des Kindes und der Elternwille, bekräftigte mehrfach der Staatssekretär. Wiederholt warb Prof. Dr. Merten für die integrative Beschulung an Staatlichen Schulen, die parallel zu Lernen unter einem Dach aufgebaut werden soll.
Sie stießen auf den Erfolg der Elterninitiative an (v.l.n.r.): Yvonne Bodemann, Birgit Kämmerer (beide Mütter von integrativ beschulten Kindern) sowie Uta Kellner, Förderschullehrerin der Finneck-Schule.
Zwar erleichtert und erfreut über diese Nachricht, war es für zahlreiche Eltern unverständlich, dass ein so erfolgreiches Projekt langsam auslaufen und keine Zukunft haben soll. Zweifel und Ängste wurden laut, ob die Zusagen auch so realisiert werden. Wir wollen das schriftlich, so der mehrfache Wunsch der Eltern. Sie baten den Staatssekretär sich dafür einzusetzen, dass bei der anstehenden Novellierung des Thüringer Schulgesetzes eine rechtliche Basis für die Fortsetzung von Lernen unter einem Dach geschaffen werde. Bitte sorgen Sie dafür, dass Bildung bunt, auf vielen Wegen und einer rechtlich sicheren Ebene in Thüringen möglich ist, gaben ihm die Eltern und Lehrer auf den Weg.
Wir haben etwas bewirkt. Ohne unser Engagement wäre es nicht zu dieser positiven Lösung gekommen, so erfreut die Vertreter der Elterninitiative am Ende der Zusammenkunft.
Soweit die Pressmitteilung der Siftung Finneck.
In einem Gespräch betonte Birgit Kämmerer aus Ebeleben, das die gefundene Lösung auch für die Außenstelle Ebeleben gelte. Das hat ihr der Staatssekretär Prof. Dr. Roland Merten nochmals ausdrücklich betont. Notfalls wird das von "Oben" (sprich Ministerium) so angewiesen, sagte ihr der Staatssekretär zu. Birgit Kämmerer sieht die Eletern in ihren Protesten bestätigt, und freute sich über diesen Erfolg.
Für die bestehenden Schulfälle gilt jetzt dieser Bestandsschutz. Bleibt nur abzuwarten, wie sich die staatliche Variante bewähren wird für die Kinder, die bisher nicht eingeschult wurden.
Autor: khhAls am 14. April 2010 das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Stiftung Finneck mitteilte, dass das Projekt Lernen unter einem Dach zum Ende des Schuljahres 2009/2010 auslaufen müsse, gab es Protest von den betroffenen 55 Eltern sowie den Lehrern der Finneck-Schule Maria Martha. Im Interesse ihrer Kinder wollten sie, dass die seit zehn Jahren erfolgreich praktizierte Kooperation zwischen der Finneck-Schule Maria Martha und den Staatlichen Grundschulen in Ebeleben, Rastenberg und Sömmerda sowie den Regelschulen in Ebeleben, Buttstädt und Sömmerda bei der integrativen Beschulung von Kindern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung fortgesetzt wird. Mit einer Unterschriftensammlung, einer Protestaktion vor dem Thüringer Landtag und dem Kultusministerium sowie der Übergabe einer Petition an den Petitionsausschuss des Thüringer Landtages untermauerten sie das. Zwischenzeitlich gefundene Lösungsansätze stießen bei den Eltern auf wenig Gegenliebe.
Bei der erneuten Prüfung der Rechtslage fand das Thüringer Kultusministerium in Zusammenarbeit mit dem Justiz- sowie dem Finanzministerium laut dem Staatssekretär im Kultusministerium, Prof. Dr. Roland Merten, einen Schlupfwinkel für Lernen unter einem Dach. Alle 55 Mädchen und Jungen sowie ihre Lehrer bleiben an der Finneck-Schule und werden bis zum Ende ihrer Schulzeit wie bisher weiter integrativ an den Staatlichen Schulen beschult.
Staatssekretär Prof. Dr. Roland Merten erläuterte den gefundenen Lösungsweg.
Die Nachricht überbrachte er am 20. Mai den Eltern und Lehrern während einer Zusammenkunft in der Finneck-Schule Sömmerda. Dazu werden in den nächsten Tagen zwischen dem Ministerium, den Staatlichen Schulen und der Finneck-Schule Kooperationsvereinbarungen verhandelt, um das Projekt auf eine ordentliche rechtliche Basis zu stellen. Prüfen wolle man auch, so der Staatssekretär, dass die bereits vertraglich gebundenen künftigen Erstklässler der Finneck-Schule in das Projekt noch aufgenommen werden können. Gespräche werde es auch mit der Schulleitung der Staatlichen Regelschule Ebeleben geben. Ziel sei, hier die Kooperation ebenfalls fortzusetzen, so Prof. Dr. Merten auf eine Frage aus der Elternschaft. Im Mittelpunkt stehen das Wohl des Kindes und der Elternwille, bekräftigte mehrfach der Staatssekretär. Wiederholt warb Prof. Dr. Merten für die integrative Beschulung an Staatlichen Schulen, die parallel zu Lernen unter einem Dach aufgebaut werden soll.
Sie stießen auf den Erfolg der Elterninitiative an (v.l.n.r.): Yvonne Bodemann, Birgit Kämmerer (beide Mütter von integrativ beschulten Kindern) sowie Uta Kellner, Förderschullehrerin der Finneck-Schule.
Zwar erleichtert und erfreut über diese Nachricht, war es für zahlreiche Eltern unverständlich, dass ein so erfolgreiches Projekt langsam auslaufen und keine Zukunft haben soll. Zweifel und Ängste wurden laut, ob die Zusagen auch so realisiert werden. Wir wollen das schriftlich, so der mehrfache Wunsch der Eltern. Sie baten den Staatssekretär sich dafür einzusetzen, dass bei der anstehenden Novellierung des Thüringer Schulgesetzes eine rechtliche Basis für die Fortsetzung von Lernen unter einem Dach geschaffen werde. Bitte sorgen Sie dafür, dass Bildung bunt, auf vielen Wegen und einer rechtlich sicheren Ebene in Thüringen möglich ist, gaben ihm die Eltern und Lehrer auf den Weg.
Wir haben etwas bewirkt. Ohne unser Engagement wäre es nicht zu dieser positiven Lösung gekommen, so erfreut die Vertreter der Elterninitiative am Ende der Zusammenkunft.
Soweit die Pressmitteilung der Siftung Finneck.
In einem Gespräch betonte Birgit Kämmerer aus Ebeleben, das die gefundene Lösung auch für die Außenstelle Ebeleben gelte. Das hat ihr der Staatssekretär Prof. Dr. Roland Merten nochmals ausdrücklich betont. Notfalls wird das von "Oben" (sprich Ministerium) so angewiesen, sagte ihr der Staatssekretär zu. Birgit Kämmerer sieht die Eletern in ihren Protesten bestätigt, und freute sich über diesen Erfolg.
Für die bestehenden Schulfälle gilt jetzt dieser Bestandsschutz. Bleibt nur abzuwarten, wie sich die staatliche Variante bewähren wird für die Kinder, die bisher nicht eingeschult wurden.


