Musikalische Wurzeln gesucht
Dienstag, 08. Juni 2010, 11:31 Uhr
Am 6. Tag der HeimatGeschichte war man auf der Suche nach den musikalischen Wurzeln unserer Region. Dazu erreichte kn folgender Bericht aus dem Landratsamt Kyffhäuserkreis...
Am Samstag, den 05.06.2010 begaben sich wieder geschichts- und musikbegeisterte Heimatfreunde aus dem Kyffhäuserkreis und den angrenzenden Landkreisen auf historische und vor allem musikalische Spurensuche in der Region.
Anlässlich der 6. Tage der HeimatGeschichte trafen sich Experten und Interessierte dieses Mal in der Kurstadt, da hier vor 200 Jahren die Frankenhäuser Musikfeste durch den damaligen Kantor Johann Georg Friedrich Bischoff aus der Taufe gehoben wurden. Er war sozusagen der erste Eventmanager, wie Kunsthistorikerin Dr. Felicitas Marwinski in ihrem Fachvortrag bemerkte. Durch die erstmals professionell angelegte Vermarktung wurde die spätere Konzerttätigkeit ganzer Generationen nachhaltig beeinflusst.
Im Juni 1810 trafen sich über 200 Sänger und Musiker aus Schwarzburg- Sondershausen und den umliegenden Fürstentümern (von Rudolstadt bis Stolberg) in der musikbegeisterten Salzstadt, um gemeinsam Joseph Haydns "Die Schöpfung" in der Unterkirche aufzuführen. Ein Riesenerfolg für den jungen Kantor und den talentierten Konzertmeister Spohr, den sie noch zweimal wiederholen konnten.
Der Orgelsachverständige Albrecht Lobenstein referierte anschließend über den Reichtum und die Besonderheiten der hiesigen historischen Orgeln, die zum großen Teil aus Werkstätten der Region stammten und bis nach Harleem in Holland exportiert wurden. Bekanntester Orgelbaumeister war Julius Strobel, der sich 1842 in der Kurstadt niederließ und dessen Orgelbauwerke u.a. in Nordhausen, Sondershausen, Bad Frankenhausen und Ebeleben zu bewundern sind.
Besonders erfreut waren die Frankenhäuser, dass ihr ehemaliger Kantor Uthmar Scheidig, seit ca. 20 Jahren bereits in Gotha tätig, der Einladung des Organisationsteams um Kreisheimatpfleger Gottfried Braasch und Renate Weinert (Foto oben) gefolgt war und die seltene Gelegenheit nutzte, wieder mal auf der gut erhaltenen Strobelorgel der Unterkirche- seiner ehemaligen Wirkungsstätte zu spielen.
Gudrun Jahn, langjährige Mitarbeiterin im Schlossmuseum Sondershausen berichtete anschließend über die Traditionen des Instrumentenbaus in Schwarzburg- Sondershausen und Dr. Ulrich Hahnemann erläuterte bildhaft und wortreich die abwechslungsreiche Geschichte der Unterkirche.
Für das nächste Jahr gibt es bereits jetzt schon viele Ideen- u.a. könnte es einen Open-Air Heimattag auf dem Frauenberg in Sondershausen- Jechaburg geben.
Autor: khhAm Samstag, den 05.06.2010 begaben sich wieder geschichts- und musikbegeisterte Heimatfreunde aus dem Kyffhäuserkreis und den angrenzenden Landkreisen auf historische und vor allem musikalische Spurensuche in der Region.
Anlässlich der 6. Tage der HeimatGeschichte trafen sich Experten und Interessierte dieses Mal in der Kurstadt, da hier vor 200 Jahren die Frankenhäuser Musikfeste durch den damaligen Kantor Johann Georg Friedrich Bischoff aus der Taufe gehoben wurden. Er war sozusagen der erste Eventmanager, wie Kunsthistorikerin Dr. Felicitas Marwinski in ihrem Fachvortrag bemerkte. Durch die erstmals professionell angelegte Vermarktung wurde die spätere Konzerttätigkeit ganzer Generationen nachhaltig beeinflusst.
Im Juni 1810 trafen sich über 200 Sänger und Musiker aus Schwarzburg- Sondershausen und den umliegenden Fürstentümern (von Rudolstadt bis Stolberg) in der musikbegeisterten Salzstadt, um gemeinsam Joseph Haydns "Die Schöpfung" in der Unterkirche aufzuführen. Ein Riesenerfolg für den jungen Kantor und den talentierten Konzertmeister Spohr, den sie noch zweimal wiederholen konnten.
Der Orgelsachverständige Albrecht Lobenstein referierte anschließend über den Reichtum und die Besonderheiten der hiesigen historischen Orgeln, die zum großen Teil aus Werkstätten der Region stammten und bis nach Harleem in Holland exportiert wurden. Bekanntester Orgelbaumeister war Julius Strobel, der sich 1842 in der Kurstadt niederließ und dessen Orgelbauwerke u.a. in Nordhausen, Sondershausen, Bad Frankenhausen und Ebeleben zu bewundern sind.
Besonders erfreut waren die Frankenhäuser, dass ihr ehemaliger Kantor Uthmar Scheidig, seit ca. 20 Jahren bereits in Gotha tätig, der Einladung des Organisationsteams um Kreisheimatpfleger Gottfried Braasch und Renate Weinert (Foto oben) gefolgt war und die seltene Gelegenheit nutzte, wieder mal auf der gut erhaltenen Strobelorgel der Unterkirche- seiner ehemaligen Wirkungsstätte zu spielen.
Gudrun Jahn, langjährige Mitarbeiterin im Schlossmuseum Sondershausen berichtete anschließend über die Traditionen des Instrumentenbaus in Schwarzburg- Sondershausen und Dr. Ulrich Hahnemann erläuterte bildhaft und wortreich die abwechslungsreiche Geschichte der Unterkirche.
Für das nächste Jahr gibt es bereits jetzt schon viele Ideen- u.a. könnte es einen Open-Air Heimattag auf dem Frauenberg in Sondershausen- Jechaburg geben.




