Radwege kontrolliert
Mittwoch, 16. Juni 2010, 09:07 Uhr
Im Landratsamt Kyffhäuserkreis trafen sich der Thüringer Radwegewart, Matthias Unbehaun, und weitere Tourismusexperten und bewerteten die Radfernwege Harzrundweg, Leineradweg und Unstrutradweg. Im anschließenden Pressgespräch gab es folgende, auch kritische Hinweise...
Als Positivum wurde klar herausgestellt, dass der größte Teil der Wege in Bitumenbauweise ausgeführt ist, so der Unstrutradweg zu 82 Prozent und der Harzrundweg zu 77 Prozent. Die Diskussion hat ergeben, was eigentlich keine Überraschung sein sollte, dass die Bitumenbauweise von der Touristen befürwortet wird.
Auch hinsichtlich der Ausschilderung kam der Unstrutradweg gut weg. Auf den gut 140 km die er auf Thüringer Gebiet läuft, davon rund 40 km durch den Kyffhäuserkreis, gab es nur geringfügige Mängel. Allerdings gab es teilweise Mängel im Kartenmaterial (Harzrundweg) weil Teil bereits eingetragen sind, die offensichtlich noch nicht vollständig fertig sind. Der Harzrundweg verläuft allerdings nur auf einem kurzen Stück durch Thüringen. Auch bemängelt wurde, dass bei Harzrundweg einige GPS-Daten nicht mit den Kartendaten übereinstimmen. Das verwundert nicht, denn in bergigem Gebiet werden GPS-Daten bei der Aufzeichnung oft ungenauer (Berg verdecken Satelliten) aufgezeichnet. Der Autor dieser Zeilen hat das schon oft genug an eigenen Aufzeichnungen gemerkt. Aber wie sagt man so schön, vertraue einer Wanderkarte und deinem Verstand und Sinne und nie einem GPS-Gerät blind!
Einen breiten Raum in der Pressekonferenz (hier nahm dann auch Landrat Peter Hengstermann teil) gebührte dem Unstrut-Werra-Radweg, der nicht Gegenstand der eigentlichen Beratung war, für den Kyffhäuserkreis allerdings interessanter. Hier informierte der Landrat, dass die Trassenführung soweit steht und nun zur Bestätigung im Ministerium für Landesentwicklung in Erfurt liegt.
Allerdings sollte man vom Bau des Unstut-Werra-Radweges keine Wunderdinge erwarten. Obwohl vom Kreis 50.000 Euro in den Haushalt für diesen Weg eingestellt wurden (und die Summe schmerzt schon stark) können zusammen mit den Fördermitteln (450.000 Euro) gerademal 5 km Radweg gebaut werden. Für den Westteil des Kyffhäuserkreises ein Tropfen auf den heißen Stein.
Obwohl die Trassenführung jetzt als Entwurf in Erfurt liegt, stößt es doch wieder komisch auf, dass jetzt trotzdem schon wieder diskutiert wird, Teil der alten Bahnlinie (Landrat Zanker (Unstrut-Hainich-Kreis) für den Unstrut-Werra-Radweg zu nutzt. Hier tun sich doch Fragen auf.
Und so neu ist diese Möglichkeit der Bahntrassennutzung nicht. In einem Artikel hatte kn schon vor fast drei Jahren gefordert, die Bahnlinie von Bretleben bis fast Mühlhausen als Unstrut-Werra-Radweg auszubauen. Selbst Landrat Hengstermann gewann dieser Sache eine positive Seite ab. Ist die Bahntrasse erst mal Radweg, kann sie nicht einzeln verkauft werden. Einzeln verkauft kann auch heißen, dass hier dann Gebäude und andere Sachen darauf gebaut werden könnten. Und wenn in vielen Jahren Bahnverkehr doch wieder relevant werden sollte, wäre die Trassenführung immer noch erhalten. Eine nicht uninteressante Überlegung, auch wenn vielleicht mancher darüber den Kopf schütteln mag.
Und wo wird nun mit dem Wegebau für den Unstrut-Werra-Radweg begonnen? Es soll laut Regina Kirchner im Raum Gundersleben - Thalebra sein. Eines sollte aber wohl hoffentlich klar sein, wenn mit dem Wegebau begonnen wird. Dem Asphalt sollte der besondere Vorzug gelten. In unserem doch recht welligem Landprofil sollten sandgeschlämmte Wege die große Ausnahme sein. Nicht nur weil sie auf Dauer einen wesentlich höheren Wartungsaufwand bedeuten (fällt auf die Kommunen zu), sondern weil sie gefährlich sein können. Wenn Landrat Hengstermann vermutet, die sandgeschlämmten Wege wären beim Bergauf fahren schwieriger dann ist das nicht mal das Problem. Sandgeschlämmte Wege können wegen der Rutschgefahr im trockenen Zustand bei Bergabfahrten kreuzgefährlich werden.
Und wenn man nicht aufpasst bei sandgeschlämmten Wegen, könnte der Unstrut-Werra-Radweg bald so aussehen, wie hier jüngst entlang der Kleinen Wipper vorgefunden!
Autor: khhAls Positivum wurde klar herausgestellt, dass der größte Teil der Wege in Bitumenbauweise ausgeführt ist, so der Unstrutradweg zu 82 Prozent und der Harzrundweg zu 77 Prozent. Die Diskussion hat ergeben, was eigentlich keine Überraschung sein sollte, dass die Bitumenbauweise von der Touristen befürwortet wird.
Auch hinsichtlich der Ausschilderung kam der Unstrutradweg gut weg. Auf den gut 140 km die er auf Thüringer Gebiet läuft, davon rund 40 km durch den Kyffhäuserkreis, gab es nur geringfügige Mängel. Allerdings gab es teilweise Mängel im Kartenmaterial (Harzrundweg) weil Teil bereits eingetragen sind, die offensichtlich noch nicht vollständig fertig sind. Der Harzrundweg verläuft allerdings nur auf einem kurzen Stück durch Thüringen. Auch bemängelt wurde, dass bei Harzrundweg einige GPS-Daten nicht mit den Kartendaten übereinstimmen. Das verwundert nicht, denn in bergigem Gebiet werden GPS-Daten bei der Aufzeichnung oft ungenauer (Berg verdecken Satelliten) aufgezeichnet. Der Autor dieser Zeilen hat das schon oft genug an eigenen Aufzeichnungen gemerkt. Aber wie sagt man so schön, vertraue einer Wanderkarte und deinem Verstand und Sinne und nie einem GPS-Gerät blind!
Einen breiten Raum in der Pressekonferenz (hier nahm dann auch Landrat Peter Hengstermann teil) gebührte dem Unstrut-Werra-Radweg, der nicht Gegenstand der eigentlichen Beratung war, für den Kyffhäuserkreis allerdings interessanter. Hier informierte der Landrat, dass die Trassenführung soweit steht und nun zur Bestätigung im Ministerium für Landesentwicklung in Erfurt liegt.
Allerdings sollte man vom Bau des Unstut-Werra-Radweges keine Wunderdinge erwarten. Obwohl vom Kreis 50.000 Euro in den Haushalt für diesen Weg eingestellt wurden (und die Summe schmerzt schon stark) können zusammen mit den Fördermitteln (450.000 Euro) gerademal 5 km Radweg gebaut werden. Für den Westteil des Kyffhäuserkreises ein Tropfen auf den heißen Stein.
Obwohl die Trassenführung jetzt als Entwurf in Erfurt liegt, stößt es doch wieder komisch auf, dass jetzt trotzdem schon wieder diskutiert wird, Teil der alten Bahnlinie (Landrat Zanker (Unstrut-Hainich-Kreis) für den Unstrut-Werra-Radweg zu nutzt. Hier tun sich doch Fragen auf.
Und so neu ist diese Möglichkeit der Bahntrassennutzung nicht. In einem Artikel hatte kn schon vor fast drei Jahren gefordert, die Bahnlinie von Bretleben bis fast Mühlhausen als Unstrut-Werra-Radweg auszubauen. Selbst Landrat Hengstermann gewann dieser Sache eine positive Seite ab. Ist die Bahntrasse erst mal Radweg, kann sie nicht einzeln verkauft werden. Einzeln verkauft kann auch heißen, dass hier dann Gebäude und andere Sachen darauf gebaut werden könnten. Und wenn in vielen Jahren Bahnverkehr doch wieder relevant werden sollte, wäre die Trassenführung immer noch erhalten. Eine nicht uninteressante Überlegung, auch wenn vielleicht mancher darüber den Kopf schütteln mag.
Und wo wird nun mit dem Wegebau für den Unstrut-Werra-Radweg begonnen? Es soll laut Regina Kirchner im Raum Gundersleben - Thalebra sein. Eines sollte aber wohl hoffentlich klar sein, wenn mit dem Wegebau begonnen wird. Dem Asphalt sollte der besondere Vorzug gelten. In unserem doch recht welligem Landprofil sollten sandgeschlämmte Wege die große Ausnahme sein. Nicht nur weil sie auf Dauer einen wesentlich höheren Wartungsaufwand bedeuten (fällt auf die Kommunen zu), sondern weil sie gefährlich sein können. Wenn Landrat Hengstermann vermutet, die sandgeschlämmten Wege wären beim Bergauf fahren schwieriger dann ist das nicht mal das Problem. Sandgeschlämmte Wege können wegen der Rutschgefahr im trockenen Zustand bei Bergabfahrten kreuzgefährlich werden.
Und wenn man nicht aufpasst bei sandgeschlämmten Wegen, könnte der Unstrut-Werra-Radweg bald so aussehen, wie hier jüngst entlang der Kleinen Wipper vorgefunden!

