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Fazit der Radmeisterschaften

Samstag, 03. Juli 2010, 07:01 Uhr
„Die Sängerhäuser Runde“ hat sich für Mansfeld-Südharz und die Stadt Sangerhausen bezahlt gemacht. Hohe Medienaufmerksamkeit und gestiegene Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus sind neue Chancen für den Regionaltourismus, so Armin Loos Ausrichter der Deutschen Meisterschaften. Für unsere Nachbarn hat es sich gelohnt. Hat auch etwas auf den Kyffhäuserkreis abgefärbt?...

Die Tage der Meisterschaften sind Geschichte. Nun gilt es das Erlebte aufzuarbeiten, zu bewerten und die entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen.

Für die Zuschauer der „Sangerhäuser Runde“ waren es beeindruckende Momente, die Sportlern hautnah sozusagen „zum Anfassen“ zu erleben. Die Stimmung im Start-/Zielbereich war deshalb auch sehr emotional und hat sich direkt auf die Zuschauer übertragen. Die Verantwortlichen des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) mit Präsident Scharping an der Spitze, bescheinigten Veranstalter und Organisatoren eine professionelle Organisation und die Radteams waren von der Herzlichkeit der Sangerhäuser an der Strecke total begeistert.

Für die Stadt Sangerhausen und das Land MSH hat sich das Radrennen gelohnt, denn die Region ist in den Regional,- Landes- und Bundesmedien herausragend gewürdigt worden. Allein im medialen Gegenwert von ca. 240.000€ konnte die Stadt Sangerhausen seinen Ruf als Rosen- und Radsportstadt in die Bundesländer und über Deutschland hinaus tragen. Die Presse hat deutschlandweit berichtet, auch die Fachpublikationen werden die Deutschen Meisterschaften im Land Mansfeld-Südharz ausführlich würdigen. Es ist zu erwarten, dass Sangerhausen mit der Berichterstattung über die Tour de France direkt erwähnt wird, schließlich fährt der Deutsche Meister im Trikot, erhalten in Sangerhausen.

Bei der Erstmaligkeit eines solchen Regionalevents fallen die Gegenargumente besonders in die Waagschale, wie die Beeinträchtigung des Straßenverkehrs, die Zugangsbeschränkungen in den Wohngebieten, Terminüberschneidung mit dem Rosenfest, die Erwartungen des Einzelhandel usw.. Den Organisatoren ist das sehr bewusst und deshalb Teil der umfangreichen Analyse über die Pro & Cons der Radmeisterschaften in Sangerhausen.

In die Waagschale der Entscheidung ist mit einzuwerfen, dass der Radsport mittelfristig in die Region, Stadt, Kommunen und Ortsteile einzahlen wird. Das bestätigen die Erfahrungen in vergleichbaren ländlichen Regionen Deutschlands. Die Potenziale des Radsports zu erkennen und mit den vorhandenen Möglichkeiten von Stadt, Landkreis und Land zu verbinden, ist die Vision für die Tourismus-Region Mansfeld-Südharz. Die Voraussetzungen sind geschaffen, Synergien können sich jedoch erst einstellen, wenn die Erstmaligkeit in Dauerhaftigkeit umgewandelt wird. Sangerhausen hat die Option auch für 2011 die Meisterschaften nach Sangerhausen zu holen. Nutzen wir die Chance verantwortungsvoll, denn es geht auch um die Zukunft unserer Region.

Armin Loos , Ausrichter der Deutschen Meisterschaften

Soweit die Stellungnahme der Ausrichter. Nun ist Sangerhausen und der Mansfeld-Südharzkreis nicht die Welt entfernt. Hat sich die Deutsche Radmeisterschaft auch auf den Kyffhäuserkreis ausgewirkt? Dazu hat kn mit dem Chef-Touristiker des Kyffhäuser Tourismusverband gesprochen. Das Fazit fällt nicht gerade gut aus. Das sportliche Großereignis hat leider nicht viel Übernachtungszuwachs für den Kyffhäuserkreis gebracht, so Knischka. Bleibt abschließend festzustellen, dass die Nähe eines Sportereignisses allein nicht für mehr Besucher in der Region sorgt.
Autor: khh

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