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Besuch bei der Bundeswehr

Freitag, 16. Juli 2010, 20:42 Uhr
Bei der Bundeswehr in Sondershausen geben sich die Politiker die Klinke in die Hand, so stark ist der Besucherverkehr. Wer heute zu Gast war, erfahren Sie hier...

Am Freitag, den 16.07.2010 besuchte im Rahmen ihrer Sommerklausur der Deutschen Gruppe LIBERAL INTERNATIONAL der Sektionen Thüringen und Sachsen-Anhalt der DGLI sowie der Landesfachausschüsse Internationale Politik (Thüringen) und des
Landesfachausschusses Außen- und Sicherheitspolitik (Sachsen-Anhalt) das Raketenartilleriebataillon 132 in Sondershausen.

Unter Führung von Dr. Carsten Klein, Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag und Dr. Helmut Hörold, Vorsitzender Landesfachausschuss Sachsen Anhalt, trafen die beiden Ausschüsse mit dem Standortältesten aus Sondershausen und
Kommandeur des Raketenartilleriebataillons 132 Oberstleutnant Klaus Glaab zu einem zweistündigen Informationsgespräch zusammen.
Zu Besuch bei Bundeswehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Zu Besuch bei Bundeswehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Besuchergruppe positionierte sich zusammen mit Oberstleutnant Klaus Glaab vor einem älteren Typ eines Raketenwerfes "Lance".

Innerhalb der Besuchsgruppe waren auch Franka Hitzing, Mitglied des Landtages (MDL) und Vizepräsidentin des Thüringer Landtages und Uwe Barth, MdL, Fraktionsvorsitzender und Landesvorsitzender der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag anwesend.
Neben einem allgemeinen Überblick über die Lage innerhalb des Standorts Sondershausen und die Auftragslage des Bataillons entstand im Laufe des Treffens ein reger und konstruktiver Gedankenaustausch über die derzeitigen Herausforderungen im Zuge der Strukturkommission der Bundeswehr und der gerade begonnen neuen 6-monatigen Wehrpflicht.

Im Zuge dieser Diskussion verwies Oberstleutnant Glaab nachhaltig darauf, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei Entscheidungen bzw. Vorfestlegungen hinsichtlich des zukünftigen Stationierungskonzepts der Bundeswehr existierten. Alles Weitere seien derzeit reine Spekulationen, die einer belastbaren Basis entbehren.

Die FDP-Vertreter zeigten sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des einzigen Raketenartilleriebataillons der Bundeswehr und hoben nachdrücklich den Stellenwert der Bundeswehr in Nordthüringen, auch unter gebietsstrukturellen Gesichtspunkten, hervor.

Der kurzweilige und tagesaktuell interessante Vormittag wurde sowohl von den Vertretern der FDP als auch von Oberstleutnant Glaab als gelungen und in der Zukunft wiederholungswürdige Veranstaltung bewertet.

Im Vorfeld des Eintreffens der Besucher hatte Oberstleutnant Klaus Glaab einige Interessante Zahlen parat. So wurden in den letzten Jahren rund 50 Millionen in die Infrastruktur des Standortes Sondershausens gesteckt. Alle Gebäude wurden mit einer modernen Wärmedämmung versehen. Es wurde ein neues Sozialgebäude eingeweiht, ein großer Parkplatz gebaut und auch die Verladerampe am Hauptbahnhof darf nicht vergessen werden.

Auch wenn es nicht genau ermittelt wurde, aber rund 80 Prozent der investierten Summe ist in der näheren und weiteren Region verblieben. Wo soviel Geld investiert wurde, so Glaab wird man sich schon mehr als einmal überlegen, ob man so einen Standort schließt. Das hieße ja regelrecht Steuergelder zum Fenster hinauswerfen, wenn man so einen Standort schließt.

Was Oberstleutnant Klaus Glaab stört ist, dass jeder schon eine Musterlösung parat hat, ohne dass überhaupt schon die notwendigen Grundsatzentscheidungen bekannt sind, ja noch nicht mal annähernd ausdiskutiert sind. Auch wird eine Aussetzung der Wehrpflicht nicht zwangsweise zu einer einer Möglichen Schließung des Bundeswehrstandortes führen.

Die Vertreter der FDP bekräftigten im Gespräch mit kn, dass es darauf ankommt, die Bundeswehrstandorte im Nordthüringens zu erhalten. Dazu werde man auch die Stimmen auf Bundesebene nutzen

Übrigens wird die Besuchergruppe im Anschluß Nordhausen besuchen. Dort geht es zum Berufsfortbildungswerk Nordhausen. Anschließend ist noch ein Gespräch mit Nordhausens Landrat claus geplant.

Bildergalerie:
Oberstleutnant Klaus Glaab begrüßt Uwe Barth und Franka Hitzing.
Autor: khh

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