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27. „TOUR DER HOFFNUNG“

Freitag, 13. August 2010, 23:06 Uhr
Die „Tour der Hoffnung“ kam durch den Kyffhäuserkreis. Soviel sportliche Prominenz auf einem Haufen haben wohl beide Orte noch nie gesehen. Auf dem Markt von Sondershausen wurde es emotional, als Schlagerstar Géraldine Olivier zusammen mit Kindern des Käthe-Kollwitz-Kindergartens Sondershausen sangen (mit Video-Ausschnitt). Und auch eine Hochzeitsgesellschaft wurde zum Mittelpunkt...

Die 366 Kilometer lange Radtour für den guten Zweck begann am 11. August mit einem Prolog in Gießen, führt an den folgenden Tagen über die Stationen Sachsen-Anhalt und Thüringen, und legt jeweils Stopps entlang der Strecken ein. Der eigentliche Start erfolgt am 12. August in Wernigerode mit dem Tagesziel Magdeburg. Am 13. August fuhr der Tross von Sangerhausen bis Gotha und zum Abschluss am 14. August von Erfurt nach Halle (Saale). Die Radler werden von Ministern, Bürgermeistern und Firmenvertretern empfangen, die ihren Spendenbeitrag für die „Tour der Hoffnung“ 2010 überreichen.

Im Kyffhäuserkreis wurde zuerst in Bad Frankenhausen Station gemacht. Darüber wird kn zu einem späteren Zeitpunkt berichten. Danach ging es mit Polizeiunterstützung über Rottleben, Bendeleben "Bratwurscht" und Berka auf den Markt von Sondershausen. Dort wurde zunächst Mittag gemacht. Das war auch die einzigste Zeit. in der auch prominente Sportler wie Biathletin Kati Wilhelm mal Ruhe vor Autogrammsammlern hatten.

27. „TOUR DER HOFFNUNG“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 27. „TOUR DER HOFFNUNG“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auf dem Markt von Sondershausen überreichte Bürgermeister Joachim Kreyer einen Scheck in Höhe von 3.478,50 Euro (gesammlt in Sondershausen) an Schirmherrin Petra Behle Olympiasiegerin und 9-fache Weltmeisterin im Biathlon. Wobei man sagen muss, die Biathleten waren stark vertreten, denn neben Kati Wilhelm war unter den heute 165 Fahrern auch Manuela Henkel dabei, die kn aber in dem Gewimmel und der kurzen Zeit nicht fand.

Aber es kamen noch mehr Spenden zusammen. Die Kyffhäusersparkasse (Hans-Joachim Warnecke, Vorstandsmitglied Kyffhäusersparkasse) übergab einen Scheck über 200 Euro. Von Landtagsmitglied Manfred Scherer (CDU) kamen spontan 100 Euro dazu.

27. „TOUR DER HOFFNUNG“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 27. „TOUR DER HOFFNUNG“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Vize Landrat Georg Schäfer hatte zwar kein so schickes grünes Trikot wie die Tourteilnehmer, war aber die Strecke von Bad Frankenhausen mit den "Profis" mitgefahren. Auch er gab eine Spende von 100 Euro. Übrigens war der Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises, Harald Zanker auch schon von Bad Frankenhausen aus mitgefahren, und fuhr noch bis Bad Langensalza mit.

27. „TOUR DER HOFFNUNG“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 27. „TOUR DER HOFFNUNG“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Eigentlich wollten Christine und Ronny auf dem Standesamt nur normal heiraten. Aber ehe die beiden mit ihrem Hochzeitsauto weg waren, umringten sie schon die Fahrer. Angefeuert von den Sportlern gaben die beiden beim Küssen alles und liefen zu Hochform auf, was natürlich kn auch im Bild festhielt.

Wer zählt die Prominenten? Schauen Sie einfach mal in die Bildergalerie. Vom ehemaligen Super Bob-Piloten Christoph Langen über Tennisstar Claudia Kohde-Kilsch, bis zu richtigen Oldies wie Gustav Adolph Schur (genannt Täve) dem Sportidol des DDR-Radsports, der 1958 und 1959 Amatuer-Radweltmeister wurde.

Gänsehaut-Feeling kam auf, als Schlagerstar Géraldine Olivier zusammen mit Kindern des Käthe-Kollwitz-Kindergartens Sondershausen sangen. Aber sehen Sie selbst. Auch die Abfahrt des Fahrerfeldes wurde per Video mitgeschnitten.


Bilder 27. Tour der Hoffnung


Hintergrund:
n diesem Jahr radeln wieder Politiker, Manager, Sportler, Ärzte und idealistisch gesinnte Bürger mit, so der Veranstalter. Begleitet werden die 185 Teilnehmer von 40 Helfern mit 14 Fahrzeugen. Schirmherrin ist die Olympiasiegerin und 9-fache Weltmeisterin im Biathlon Petra Behle. Kapitän des Fahrerfeldes ist - wie seit 27 Jahren - der 4-fache Radweltmeister Klaus Peter Thaler, der heute allerdings nicht mit dabei war.

Ins Leben gerufen wurde diese Goodwill-Radtour 1983 von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Fritz Lampert in Gießen. Seitdem treten jedes Jahr Prominente aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Sport für die besondere Aktion in die Pedale, und das nicht zu knapp. Für die Strecke Bad Frankenhausen - Sondershausen hat man gerade mal eine Stunde und 10 Minuten vorgesehen. Da ist nichts mit gemütlicher Kaffeefahrt!

Das Organisationsteam der Tour ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich zum Teil seit über 20 Jahren engagieren und während der Tour Spenden für leukämie- und krebskranke Kinder sammeln. Das Geld - bislang insgesamt mehr als 22 Mio. Euro - kommt Cent für Cent diesen Kindern zugute; die Verwaltung der Spenden liegt allein in der Hoheit der Kämmerei der Universitätsstadt Gießen.

Eine besondere Ehre hatte die Tour 2009 dadurch erfahren, dass Bundespräsident Horst Köhler als Ehrengast beim Prolog von Gießen bis nach Lich 21 km mitradelte.
In 2009 konnten wir bei der traditionellen Spendenübergabe in Gießen die Rekordsumme von 1.308.000,- Euro an Kinderkliniken, Elternvereine und soziale Einrichtungen verteilen.

Die Spenden erhalten in 2010 die Kinderkliniken in Magdeburg, Erfurt, Halle, Siegen und die Justus Liebig Universität Gießen, Forschungsförderung Onkogenetisches Labor der Kinderklinik.

Sämtliche Organisationskosten für die Tour werden von Sponsoren getragen. Zu den langjährigen Förderern gehören: Adam Opel AG, Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG Berlin, Gelita AG, HeidelbergCement AG, Licher Privatbrauerei, Roto Frank AG, ThyssenKrupp Stahl AG, Getränke Industrie Mittelhessen in Gießen, Klosterfrau Köln, Maritim Hotelgesellschaft Darmstadt, MLP AG, Sarstedt AG & Co. in Nümbrecht, Stadtwerke Gießen, CD Wälzholz KG in Hagen, Viessmann Werke GmbH & Co KG in Allendorf/Eder, Wagner GmbH & Co. KG in Fulda und die Merck GmbH in Darmstadt. Über Firmen hinaus werden wir von Vereinen und lokalen Gruppen unterstützt, insbesondere vom „Menschen für Kinder e.V.“ in Braunfels, so die Organisatoren gegenüber kn.

Doch was wäre die Aktion ohne die Besucher beim Start, an den Zwischenstopps und Etappenzielen. Sie tragen dazu bei, dass die „Tour der Hoffnung“ ein unvergessliches Erlebnis wird.
Autor: khh

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