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Hitliste der Todesursachen

Donnerstag, 19. August 2010, 10:45 Uhr
Statistiker in Thüringer erfassen so ziemlich alle Zahlen. Was herauskommt, das sind ungeschönte, nüchterne Zahlen. So zum Beispiel die Aussage darüber, welche Todesursache in Thüringen im vergangenen Jahr auf häufigsten auftrat...


Im Jahr 2009 verstarben 26 774 Thüringer Bürger, 12 674 Männer und 14 100 Frauen. Das waren 498 Personen bzw. 1,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik betrug das durchschnittliche Sterbealter 76,2 Jahre (2008: 75,9 Jahre). Während die Männer im Durchschnitt mit 71,9 Jahren verstarben, lag das durchschnittliche Sterbealter der Frauen bei 80,1 Jahren (2008: 71,3 bzw. 80,0 Jahre).

Die Herz-Kreislauferkrankungen stehen nach wie vor an erster Stelle der Todesursachen. In 11 667 Fällen bzw. 43,6 Prozent war eine Krankheit des Kreislaufsystems die Todesursache. Die ersten beiden Plätze aller Todesursachen nahmen im Jahr 2009 - wie bereits in den vergangenen Jahren - die chronische ischämische1) Herzkrankheit gefolgt von dem akuten Herzinfarkt ein (2 480 bzw. 1 849 Sterbefälle). Im Jahr 2009 erlagen im Durchschnitt täglich 32 Einwohner Thüringens einer der Krankheiten des Kreislaufsystems.

Frauen waren von dieser Todesursache viel häufiger betroffen als Männer. Ihr Anteil lag bei 48,7 Prozent, der der Männer dagegen betrug 37,9 Prozent.
Insbesondere ältere Menschen starben infolge von Kreislauferkrankungen. 9 992 Personen bzw. 85,6 Prozent waren über 70 Jahre alt, wobei das durchschnittliche Sterbealter 80,3 Jahre betrug. Auch hier war ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern zu verzeichnen. Während die Männer an einer der Kreislauferkrankungen im Alter von 75,4 Jahren starben, erreichten die Frauen mit derselben Todesursache durchschnittlich 83,6 Jahre.

Nach den Herz-Kreislauferkrankungen erlagen 6 649 Thüringer Bürger bzw. 24,8 Prozent einer Neubildung, darunter starben 6 493 Thüringer bzw. 24,3 Prozent an einem bösartigen Tumorleiden. Ein Drittel aller Krebssterbefälle (33,6 Prozent) entfielen auf bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane. 2 181 Thüringer verstarben an einer dieser Krankheiten, darunter 523 Personen an einer bösartigen Neubildung des Dickdarms.

An zweiter Stelle unter den Krebssterbefällen standen mit 1 193 Verstorbenen (18,4 Prozent) die bösartigen Neubildungen der Atmungsorgane und sonstiger intrathorakaler Organe, darunter in 1 139 Fällen die bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge.

Von den Personen, die einer Neubildung erlagen, waren 5 593 Personen bzw. 84,1 Prozent 60 Jahre und älter. Das mittlere Sterbealter betrug im Durchschnitt 72,0 Jahre, das der Männer 70,6 und das der Frauen 73,7 Jahre.
Autor: nnz

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