Bundeswehr als Besenkommando?
Samstag, 21. August 2010, 01:03 Uhr
Wenn es nach den Vorstellungen einer Stadträtin aus Sondershausen geht, werden bald Bundeswehrangehörige den Besen schwingen, statt an der Waffe zu lernen. Wie das zusammenhängt, erfahren Sie hier...
Wenn die Finanzen knapp sind ist manche Kommune froh, wenn eine "Dreckecke" aus der Innenstadt verschwindet. So erging es auch der Stadt Sondershausen für das Gelände an der Alexander-Puschkin-Promenade. Marode Gebäude die nur mit großem Aufwand entfernt werden, könnten standen auf diesem sonst ungenutzten Terrain. Auf der anderen Seite brauchte die Bundeswehr Platz für einen großen Parkplatz im unmittelbarer Nähe der Kaserne.
Wie sagt man jetzt so schön im Neudeutsch, es gab einen "Deal" (sprich Vertrag) zwischen der Stadt Sondershausen und der Bundeswehr. Die Bundeswehr richtet mit eigenen Mittel diese wirklich wüste Gelände her, und macht daraus einen Parkplatz, den bei Bedarf auch die Stadt für bestimmte Veranstaltungen nutzen kann. Im Gegensatz dazu verpflichtet sich die Stadt Sondershausen sauber zu halten, was natürlich auch heißt, dass im Winter der Schnee beräumt wird.
Nach so einem heftigen Winter war es natürlich zu erwarten, dass da auf der Ausgabenseite für die Reinigung des Bundeswehrparkplatzes diese Jahr ein größerer Posten erschien. Auf der Suche nach Einsparungen im Haushalt stach dieser große Posten (es waren wohl 13.000 Euro) Stadträtin Sigrid Rößner (Die Linke) bei der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstag richtig ins Auge. Diesen Posten könnte die Stadt doch einfach einsparen, da der Parkplatz von der Stadt doch kaum (oder sogar nie?) bisher genutzt wurde, und in der Kaserne genug Leute wären, die den Besen Schwingen, und den Parkplatz so selber sauber halten könnten.
Auf diese Einsparmöglichkeit verzichte dann doch die Stadt, denn wie heißt es so schön, Vertrag ist Vertrag und der muss eingehalten werden. Außerdem stellte dann Bürgermeister Joachim Kreyer klar, bei einer Verkürzung der Wehrpflicht auf sechs Monate bleibt ja kaum noch Zeit für die Ausbildung. Zu Schluss war die ganze Sache der Sturm im Wasserglas und es bleibt so wie es bisher ist.
Aber es wäre doch mal eine schöne Vorstellung, wenn die Wehrpflicht doch mal wider erwarten fallen sollte, Berufssoldaten auf dem Parkplatz mit dem Besen in der Hand fegen zu sehen. Man möge mir verzeihen, aber da hätte sich der Schreiber dieser Zeilen gerne mit der Kamera in den Hinterhalt gelegt.
Interessant aber auch, dass dieser Reinigungsposten nicht das erste Mal ins Visier einiger Stadträte gekommen war. Wenn sich kn recht erinnert, war dieser Posten schon mal Grund von Anfragen.
Autor: khhWenn die Finanzen knapp sind ist manche Kommune froh, wenn eine "Dreckecke" aus der Innenstadt verschwindet. So erging es auch der Stadt Sondershausen für das Gelände an der Alexander-Puschkin-Promenade. Marode Gebäude die nur mit großem Aufwand entfernt werden, könnten standen auf diesem sonst ungenutzten Terrain. Auf der anderen Seite brauchte die Bundeswehr Platz für einen großen Parkplatz im unmittelbarer Nähe der Kaserne.
Wie sagt man jetzt so schön im Neudeutsch, es gab einen "Deal" (sprich Vertrag) zwischen der Stadt Sondershausen und der Bundeswehr. Die Bundeswehr richtet mit eigenen Mittel diese wirklich wüste Gelände her, und macht daraus einen Parkplatz, den bei Bedarf auch die Stadt für bestimmte Veranstaltungen nutzen kann. Im Gegensatz dazu verpflichtet sich die Stadt Sondershausen sauber zu halten, was natürlich auch heißt, dass im Winter der Schnee beräumt wird.
Nach so einem heftigen Winter war es natürlich zu erwarten, dass da auf der Ausgabenseite für die Reinigung des Bundeswehrparkplatzes diese Jahr ein größerer Posten erschien. Auf der Suche nach Einsparungen im Haushalt stach dieser große Posten (es waren wohl 13.000 Euro) Stadträtin Sigrid Rößner (Die Linke) bei der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstag richtig ins Auge. Diesen Posten könnte die Stadt doch einfach einsparen, da der Parkplatz von der Stadt doch kaum (oder sogar nie?) bisher genutzt wurde, und in der Kaserne genug Leute wären, die den Besen Schwingen, und den Parkplatz so selber sauber halten könnten.
Auf diese Einsparmöglichkeit verzichte dann doch die Stadt, denn wie heißt es so schön, Vertrag ist Vertrag und der muss eingehalten werden. Außerdem stellte dann Bürgermeister Joachim Kreyer klar, bei einer Verkürzung der Wehrpflicht auf sechs Monate bleibt ja kaum noch Zeit für die Ausbildung. Zu Schluss war die ganze Sache der Sturm im Wasserglas und es bleibt so wie es bisher ist.
Aber es wäre doch mal eine schöne Vorstellung, wenn die Wehrpflicht doch mal wider erwarten fallen sollte, Berufssoldaten auf dem Parkplatz mit dem Besen in der Hand fegen zu sehen. Man möge mir verzeihen, aber da hätte sich der Schreiber dieser Zeilen gerne mit der Kamera in den Hinterhalt gelegt.
Interessant aber auch, dass dieser Reinigungsposten nicht das erste Mal ins Visier einiger Stadträte gekommen war. Wenn sich kn recht erinnert, war dieser Posten schon mal Grund von Anfragen.
