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Was war teuerer, was billiger?

Freitag, 27. August 2010, 13:55 Uhr
An einem Monatsende haben die Statistiker dieses Landes ausgerechnet, was gegenüber dem Vorjahr teuerer und was (eventuell) preiswerter war. Hier die Einzelheiten...

Die Preisentwicklung (Foto: TLS) Die Preisentwicklung (Foto: TLS)

Der Verbraucherpreisindex erhöhte sich im Monat August gegenüber dem Vormonat Juli um 0,1 Prozent. Er erreichte einen Indexstand von 107,7 Prozent (Basis 2005=100). Die Jahresteuerungsrate blieb nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik mit 0,8 Prozent unverändert.

Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 0,1 Prozent. Sowohl Preisteuerungen als auch -rückgänge fielen moderat aus. Am stärksten sanken die Preise im Bereich der 'Nahrungsmittel und alkoholfreien Getränke' (- 0,4 Prozent). Stärkere Preissenkungen wurden vor allem bei einigen Obst- oder Gemüsesorten wie Bananen (- 17,5 Prozent), Tafelbirnen (- 13,0 Prozent), Weintrauben (- 11,5 Prozent) oder Lauch o.a. Blatt- und Stielgemüse sowie Paprikaschoten (- 14,6 und - 10,9 Prozent) festgestellt. Zitronen und Apfelsinen wurden dagegen zu sehr viel höheren Preisen als im Vormonat angeboten (20,6 bzw. 14,2 Prozent). Ebenfalls Gemüsesorten wie Eisbergsalat (23,5 Prozent), Blumenkohl (11,6 Prozent) oder Gurken (14,2 Prozent) waren teurer.

Die Preisanstiege für 'Bekleidung und Schuhe' (0,3 Prozent) lassen sich im Wesentlichen auf den Wechsel von der Sommer- auf die Herbst/Winterkollektion zurückführen.

Ein leichter Rückgang der Preise wurde im Bereich Verkehr (- 0,1 Prozent) berechnet. Die Kraftstoffpreise sanken um 0,2 Prozent. Die leichten Preisrückgänge in den Bereichen 'Verkehr' und 'Nachrichtenübermittlung' von jeweils 0,1 Prozent lassen sich zum einen durch niedrigere Preise für alle Kraftstoffsorten und zum anderen durch die seit längerem stagnierenden bzw. sinkenden Preise für Telekommunikationsleistungen erklären.

Der Anstieg im 'Freizeit-, Unterhaltungs- und Kulturbereich' von 0,4 Prozent wurde im Wesentlichen durch die Preise für Pauschalreisen beeinflusst (1,3 Prozent). Aber auch Tageszeitungen und Zeitschriften im Einzelkauf wurden etwas teurer (3,4 und 0,6 Prozent). Den stärksten Anstieg zum Vormonat hatte der Bereich 'Andere Waren und Dienstleistungen' mit 0,5 Prozent.

Höhere Preise mussten für Friseurdienstleistungen für Damen und Kinder (bis zu 0,5 Prozent), eine Reihe von Drogerie- und Kosmetikartikeln (z.B. Haarshampoo 3,4 oder Toilettenpapier 3,8 Prozent) oder Dienstleistungen für Kreditinstitute (5,0 Prozent) bezahlt werden.

Im Vergleich zum August 2009 stieg der Verbraucherpreisindex um 0,8 Prozent. Die Jahresteuerungsrate blieb damit im Vergleich zum Monat Juli (ebenfalls 0,8 Prozent) konstant. Nachhaltig wirken die noch immer deutlich über dem Vorjahresniveau liegenden Kraftstoffpreise (6,5 Prozent) auf die Entwicklung des Verbraucherpreisindex. Bis auf die Bereiche Nachrichtenübermittlung (- 1,8 Prozent). Einrichtungsgegenstände (- 0,7 Prozent) und Alkoholische Getränke (- 0,6 Prozent) waren für die anderen Bereiche Preisanstiege im Jahresvergleich zu beobachten.
Autor: nnz

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