Vorsicht bei der Dosierung von Arzneisäften
Samstag, 18. September 2010, 07:01 Uhr
Der Sommer ist vorbei und der Herbst hält auch im Kyffhäuserkreis Einzug. Nun kommt wieder die Zeit, in der die Kinder aus den Kindergärten und Schulen alles Mögliche mitbringen, leider auch oft genug Husten und Schnupfen. Tipps für diese Zeit kommen von der BARMER GEK in Artern...
Bevor Mama und Papa dann zum Hustensaft im Arzneimittelschrank greifen, sollte man zuerst das Haltbarkeitsdatum kontrollieren. "Auch wenn das Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten ist, darf ein angebrochene Hustensaft aus dem letzten Winter oft nicht mehr verabreicht werden", sagt Frank Krüger, Geschäftsführer der BARMER GEK in Artern. "Vor der Verabreichung des Saftes sollte man unbedingt die Packungsbeilage lesen", so Krüger weiter, "wenn diese nicht mehr zu finden ist, kann man sich auch vertrauensvoll an seinen Apotheker wenden".
Dabei sollten Eltern gleich die Gelegenheit nutzen und sich noch einmal vom Apotheker zeigen lassen, wie sie Arzneisäfte für ihre Kinder korrekt dosieren.
Beim Abmessen von Flüssigkeiten kommt es häufig zu unbeabsichtigten Fehldosierungen. Dies zeigt eine Studie aus den USA, bei der 300 Mütter oder Väter gebeten wurden, 5 Milliliter eines Saftes mit verschiedenen Dosierhilfen abzumessen. Besonders ungenau war das Abmessen mit Dosierbechern: Jede vierte Dosis überschritt die gewünschte Menge um mehr als 40 Prozent. Am besten schnitten Tropfer und Spritzen ohne Adapter ab.
Kinder brauchen oft nur sehr kleine Mengen eines Arzneisaftes. Doch diese wenigen Milliliter lassen sich aber oft nur schwer korrekt abmessen. "Gerade bei Arzneisäften mit stark wirksamen Substanzen oder
großem Risikopotential ist die richtige Dosis aber sehr wichtig", so Frank Krüger weiter. Sowohl Unter- als auch Überdosierungen sollten vermieden werden. Zum Beispiel kann es bei einer Unterdosierung eines Antibiotikasaftes zu Resistenzen kommen. Mit einer Überdosierung steigt das Risiko für Nebenwirkungen.
Vielen Arzneisäften liegen Messgefäße oder -löffel bei. Einige dieser Messlöffel sollten geneigt werden, damit die korrekte Dosis abgelesen werden kann. Außerdem gibt es in der Apotheke spezielle Dosierspritzen. Arzneisäfte sollten grundsätzlich nicht mit Tee- oder Esslöffeln abgemessen werden, da diese je nach Besteckfabrikat unterschiedlich groß sind. Die Angabe einer Dosis in Haushaltslöffeln dient nur dazu, das Volumen zu veranschaulichen: So bedeutet "ein Teelöffel" 5 Milliliter, "ein Esslöffel" 15 Milliliter. Die Dosis sollten Eltern aber immer mit einer geeigneten Dosierhilfe abmessen.
Autor: khhBevor Mama und Papa dann zum Hustensaft im Arzneimittelschrank greifen, sollte man zuerst das Haltbarkeitsdatum kontrollieren. "Auch wenn das Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten ist, darf ein angebrochene Hustensaft aus dem letzten Winter oft nicht mehr verabreicht werden", sagt Frank Krüger, Geschäftsführer der BARMER GEK in Artern. "Vor der Verabreichung des Saftes sollte man unbedingt die Packungsbeilage lesen", so Krüger weiter, "wenn diese nicht mehr zu finden ist, kann man sich auch vertrauensvoll an seinen Apotheker wenden".
Dabei sollten Eltern gleich die Gelegenheit nutzen und sich noch einmal vom Apotheker zeigen lassen, wie sie Arzneisäfte für ihre Kinder korrekt dosieren.
Beim Abmessen von Flüssigkeiten kommt es häufig zu unbeabsichtigten Fehldosierungen. Dies zeigt eine Studie aus den USA, bei der 300 Mütter oder Väter gebeten wurden, 5 Milliliter eines Saftes mit verschiedenen Dosierhilfen abzumessen. Besonders ungenau war das Abmessen mit Dosierbechern: Jede vierte Dosis überschritt die gewünschte Menge um mehr als 40 Prozent. Am besten schnitten Tropfer und Spritzen ohne Adapter ab.
Kinder brauchen oft nur sehr kleine Mengen eines Arzneisaftes. Doch diese wenigen Milliliter lassen sich aber oft nur schwer korrekt abmessen. "Gerade bei Arzneisäften mit stark wirksamen Substanzen oder
großem Risikopotential ist die richtige Dosis aber sehr wichtig", so Frank Krüger weiter. Sowohl Unter- als auch Überdosierungen sollten vermieden werden. Zum Beispiel kann es bei einer Unterdosierung eines Antibiotikasaftes zu Resistenzen kommen. Mit einer Überdosierung steigt das Risiko für Nebenwirkungen.
Vielen Arzneisäften liegen Messgefäße oder -löffel bei. Einige dieser Messlöffel sollten geneigt werden, damit die korrekte Dosis abgelesen werden kann. Außerdem gibt es in der Apotheke spezielle Dosierspritzen. Arzneisäfte sollten grundsätzlich nicht mit Tee- oder Esslöffeln abgemessen werden, da diese je nach Besteckfabrikat unterschiedlich groß sind. Die Angabe einer Dosis in Haushaltslöffeln dient nur dazu, das Volumen zu veranschaulichen: So bedeutet "ein Teelöffel" 5 Milliliter, "ein Esslöffel" 15 Milliliter. Die Dosis sollten Eltern aber immer mit einer geeigneten Dosierhilfe abmessen.
