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Dauerthema Kollwitz-Schule

Freitag, 17. September 2010, 09:25 Uhr
Eine Antwort zu „Linke kritisiert Pläne des Landrats“ kam jetzt vom Vorsitzenden des Bildungsausschusses des Kreistages, Uwe Vogt. Es ging um die Zweizügigkeit der Käthe-Kollwitz-Schule Sondershausen. Hier die Antwort im Wortlaut...

Als Vorsitzender des Bildungsausschusses ist für mich eine vernünftige Schulsituation in der Kreisstadt oberstes Anliegen. Wer sich intensiv mit der Thematik beschäftigt, stellt fest, dass die Wünsche der Beteiligten differieren. Deshalb habe ich darauf gedrungen, alle Beteiligten des Umfeldes zu hören und an einen Tisch zu bringen. Dazu gehören neben der Grundschule auch der im Gebäude befindliche Teil des Gymnasiums „Geschwister Scholl“ und die benachbarte Berufsschule.

Bereits am 19.4.10 beschäftigte sich dann der Bildungsausschuss des Kreistages intensiv mit der Thematik „Zweizügigkeit der Grundschule K. Kollwitz“ aufgrund der Weitergabe des Problems durch den Kreistag an den Ausschuss. An dieser Sitzung nahmen als Gäste u.a. Frau Neumann (Schulleiterin „K. Kollwitz“), Herr Busch (Stellv. Schulleiter Gymnasium „Geschwister Scholl“) sowie Frau Dietrich und Frau Lederer (beide Berufsschulzentrum) teil.

Nach der Argumentation der Grundschulleiterin wurden auch die Schulvertreter der beiden anderen Schulen gehört. Herr Busch gab für das Scholl- Gymnasium zu Protokoll, dass aus der Sicht seiner Schule beengte Zustände herrschen. Die Raumkapazität für das Gymnasium sei erschöpft, einige Räume werden durch Grundschule und Gymnasium sogar gemeinsam genutzt. Selbst die Fachkabinette, darunter sogar der Computerraum wird als Klassenraum genutzt. Herr Busch unterstrich, dass auch in zwei Jahren keine zusätzlichen Räume für die Grundschule zur Verfügung stehen werden. Als Konsequenz seiner Aussagen kann zusammengefasst werden, dass eine Zweizügigkeit der Grundschule „K. Kollwitz“ zur Beschneidung der Möglichkeiten im Gymnasium, Haus II, führen und letztlich einen geregelten Unterrichtsablauf verhindern würde.

Die ins Auge gefasste Möglichkeit, Grundschulklassen in die Berufsschule umzulagern, wurde aus vielfältigen Gründen verworfen. Die Schulleiterin, Frau Dietrich, nannte u.a. die sanitären Anlagen und den zu kleinen Schulhof. Außerdem ist auch langfristig keine präzise Planung der zu erwartenden Berufsgruppen möglich, wobei man von einer ähnlichen Belegung ausgeht. Zur Zeit wird im BSZ sogar in der Aula unterrichtet. Ich habe mir selbst ein Bild von den dortigen Möglichkeiten gemacht und kann diesen Ausführungen zustimmen.

An der Ausschusssitzung nahmen auch die beiden Vertreter der Linken teil, die meinem Vorschlag, die diesjährige Zweizügigkeit der GS „K. Kollwitz“ zuzulassen, zustimmten.

Selbstverständlich kann ich den Wunsch der Eltern der Grundschule, dauerhaft zweizügig zu werden, nachvollziehen. Eine weitere Ausweitung dieser Zweizügigkeit würde aus meiner heutigen Sicht zu einer Benachteiligung des Schulunterrichts am Gymnasium führen. Das würde dann sicher zu gegebener Zeit die Schüler, Eltern und Lehrern dieser Schule zu Protesten bringen. Unter diesem Gesichtspunkt ist das notwendige Agieren der Kreisverwaltung (Festlegung von Einzugsgebieten) zu verstehen, um nicht im kommenden Jahr vor einem nicht lösbaren Raumproblem für alle Beteiligten zu stehen.
Uwe Vogt
Vorsitzender Bildungsausschuss Kreistag
Autor: khh

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