Unter einem guten Stern
Donnerstag, 30. September 2010, 11:22 Uhr
Nun ist es schon eine Tradition geworden – die Präsentation der aktuellen Arbeitsmarktzahlen in einem Unternehmen. Heute war es ein Autohaus in Nordhausen. Und da gab es erfolgreiche Zahlen zu verkünden. Von allen Seiten...
Im Stammsitz der Autohaus Peter Gruppe an der Halleschen Straße in Nordhausen stellte Karsten Froböse am Vormittag die aktuellen Zahlen für den September vor und schlug einen Bogen vom Autohaus, dem Mercedes-Stern und den Arbeitslosenzahlen. Die würden seit Monaten in Nordthüringen unter einem guten Stern stehen. Konkret sei die Quote im Arbeitsamtsbezirk mit 9,4 Prozent deutlich unter die Zehn-Prozent-Marke gefallen. An dieser Entwicklung habe in erster Linie die Wirtschaft ihren entscheidenden Anteil. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass zu den 13.646 Arbeitslosen, die registriert wurden, noch fast 6.700 Frauen und Männer hinzu. Dann liegt die Quote schon bei 13,7 Prozent.
Im Landkreis Nordhausen wird die Quote mit 10,2 Prozent, im Kyffhäuserkreis mit 11,7 Prozent und im Eichsfeld mit 7,1 Prozent ausgewiesen. Zum Vergleich, im Ruhrgebiet liegt die Quote bei 13,3 Prozent (Dortmund) oder 12,3 Prozent (Essen).
Zurück nach Nordthüringen – auch hier werde es in den kommenden Monaten und Jahren einen enormen Fachkräftebedarf geben, so Froböse und verwies auf schon jetzt bestehende Chancen bei Schlossern, hier machen ältere Beschäftigte rund ein Drittel des Personalbestandes aus. Ähnlich sehe es bei Mechanikern aus.
Eine Prognose für die kommenden Monate wollte Karsten Froböse nicht wagen. Zu viele Faktoren könnten der Kurvenentwicklung hier entgegensprechen. Beispiele sind der kommende Winter oder das Auslaufen des Konjunkturpakets der Bundesregierung.
Auch bei der Arbeitsagentur in Nordhausen, in Sondershausen und in Leinefelde wird es radikale Einschnitte geben. Vor allem befristete Arbeitsverträge sollen nicht verlängert werden. Bis zum Jahresende sollen rund 15 Prozent der fast 300 Mitarbeiter "abgebaut" werden, so Froböse am Vormittag.
Von links: Karsten Froböse, Helmut Peter, Andreas Peter
Im Anschluss an die Vorstellung der Arbeitsmarktdaten berichteten Helmut und Andreas Peter über 20 Jahre Bestand am Markt. Vor 20 Jahren hatte Helmut Peter das Unternehmen aus der Taufe gehoben, 19 Mitarbeiter seien immer noch von Anfang an an Bord. Inzwischen sind fast 600 Frauen und Männer in den Unternehmungen beschäftigt, mindestens 50 Prozent seien in den vergangenen zwei Jahrzehnten über Arbeitsamt und Agentur vermittelt worden.
Peter lobte die Zusammenarbeit mit der Agentur, die sich bisher immer zum gegenseitigen Vorteil erwiesen hatte. Auch deshalb: Andreas und Helmut Peter lehnten und lehnen die Vermittlung über private Arbeitsvermittler konsequent ab.
Erfolgreich sei im Unternehmen darüber hinaus die Gewinnung von Nachwuchs verlaufen. Der überwiegende Teil der Azubis habe eine dauerhafte berufliche Zukunft in der Gruppe gefunden und habe sich zudem qualifizieren können. Allerdings seien die künftigen Azubis immer weniger auf die technische Berufswelt vorbereitet. Hier müsse sich in der schulischen Ausbildung dringend etwas ändern, so die beiden Unternehmer.
Autor: nnzIm Stammsitz der Autohaus Peter Gruppe an der Halleschen Straße in Nordhausen stellte Karsten Froböse am Vormittag die aktuellen Zahlen für den September vor und schlug einen Bogen vom Autohaus, dem Mercedes-Stern und den Arbeitslosenzahlen. Die würden seit Monaten in Nordthüringen unter einem guten Stern stehen. Konkret sei die Quote im Arbeitsamtsbezirk mit 9,4 Prozent deutlich unter die Zehn-Prozent-Marke gefallen. An dieser Entwicklung habe in erster Linie die Wirtschaft ihren entscheidenden Anteil. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass zu den 13.646 Arbeitslosen, die registriert wurden, noch fast 6.700 Frauen und Männer hinzu. Dann liegt die Quote schon bei 13,7 Prozent.
Im Landkreis Nordhausen wird die Quote mit 10,2 Prozent, im Kyffhäuserkreis mit 11,7 Prozent und im Eichsfeld mit 7,1 Prozent ausgewiesen. Zum Vergleich, im Ruhrgebiet liegt die Quote bei 13,3 Prozent (Dortmund) oder 12,3 Prozent (Essen).
Zurück nach Nordthüringen – auch hier werde es in den kommenden Monaten und Jahren einen enormen Fachkräftebedarf geben, so Froböse und verwies auf schon jetzt bestehende Chancen bei Schlossern, hier machen ältere Beschäftigte rund ein Drittel des Personalbestandes aus. Ähnlich sehe es bei Mechanikern aus.
Eine Prognose für die kommenden Monate wollte Karsten Froböse nicht wagen. Zu viele Faktoren könnten der Kurvenentwicklung hier entgegensprechen. Beispiele sind der kommende Winter oder das Auslaufen des Konjunkturpakets der Bundesregierung.
Auch bei der Arbeitsagentur in Nordhausen, in Sondershausen und in Leinefelde wird es radikale Einschnitte geben. Vor allem befristete Arbeitsverträge sollen nicht verlängert werden. Bis zum Jahresende sollen rund 15 Prozent der fast 300 Mitarbeiter "abgebaut" werden, so Froböse am Vormittag.
Von links: Karsten Froböse, Helmut Peter, Andreas Peter
Im Anschluss an die Vorstellung der Arbeitsmarktdaten berichteten Helmut und Andreas Peter über 20 Jahre Bestand am Markt. Vor 20 Jahren hatte Helmut Peter das Unternehmen aus der Taufe gehoben, 19 Mitarbeiter seien immer noch von Anfang an an Bord. Inzwischen sind fast 600 Frauen und Männer in den Unternehmungen beschäftigt, mindestens 50 Prozent seien in den vergangenen zwei Jahrzehnten über Arbeitsamt und Agentur vermittelt worden.
Peter lobte die Zusammenarbeit mit der Agentur, die sich bisher immer zum gegenseitigen Vorteil erwiesen hatte. Auch deshalb: Andreas und Helmut Peter lehnten und lehnen die Vermittlung über private Arbeitsvermittler konsequent ab.
Erfolgreich sei im Unternehmen darüber hinaus die Gewinnung von Nachwuchs verlaufen. Der überwiegende Teil der Azubis habe eine dauerhafte berufliche Zukunft in der Gruppe gefunden und habe sich zudem qualifizieren können. Allerdings seien die künftigen Azubis immer weniger auf die technische Berufswelt vorbereitet. Hier müsse sich in der schulischen Ausbildung dringend etwas ändern, so die beiden Unternehmer.


