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20. Jahrestag gefeiert (2)

Montag, 04. Oktober 2010, 01:38 Uhr
Zu einer Feierstunde anlässlich des 20. Jahrestages der Deutschen Einheit hatte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) geladen, und konnte sich über eine exzellente Veranstaltung freuen .....

Der historische Carl-Schroeder-Saal gab einen großartigen Rahmen für diese Feierstunde ab, steht er doch auch dafür, was in den letzten 20 Jahren nach der Einheit geschaffen worden war. Besonders freute sich Kreyer nicht nur, dass mit Oberstleutnant Klaus Glaab auch die Führungskraft der in Sondershausen stationiert Bundeswehr teilnahm, sondern dass es gerade die Bundeswehr war, die maßgeblich bei der Ausgestaltung des Volksfestes auf dem Markt dabei, dass am Sonntag stattfand. Wir berichteten schon ausführlich.

Von der "großen" Politik waren Bundestagsmitglied Johannes Selle (CDU) und die Landtagsmitglieder Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU) erschienen, von den vielen Stadträten ganz zu schweigen, die nicht mehr namentlich alle erwähnt werden können.



Eine gute Hand hatte man bei der kulturellen Auswahl. Während der Chor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (Leitung Ramona Liesenberg) auf moderne Rhythmen gesetzt hatte, brachten die Sondershäuser Madrigalisten unter Leitung von Prof. Dr. Eckhart Lange eher die traditionelle Linie ins Spiel.

Aber auch Vertreter aus der Wirtschaft, so Helmut Peter, Geschäftsführer der Autohaus Peter Gruppe und Eckhard Wehmeier, Geschäftsführer der Wippertal Wohnungsgesellschaft, wie Vertreter der Kultur, wie Generalmusikdirektor, Markus L. Frank und Lars Tietje, Intendant und Geschäftsführer des Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH .

Auch eine Besonderheit gab es an diesem Feiertag, der zum Leidwesen mal wieder auf einen Sonntag fiel. Nicht Politiker hielten die Festrede, sondern Bürger aus drei verschiedenen Generationen.

Festveranstaltung Stadt Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Festveranstaltung Stadt Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In einer sehr bemerkenswerten Rede spannte die 80-jährige Susanne Bärwinkel, den Bogen von der Weimarer Republik, über die Nazizeit bis hin zu ihrer Ausreise aus der DDR. Sie stellte fest, die DDR war eine Diktatur und forderte von der Politik Verlässlichkeit.

Festveranstaltung Stadt Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Festveranstaltung Stadt Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Mit Dr. Holger Thoma, Geschäftsführer der Kutec AG in Sondershausen war mehr die mittlere Generation vertreten. Er freute sich nun in einem Staat leben zu können, und dabei feststellen zu können, Alles sagen zu dürfen. Er schilderte aber auch die Schwierigkeiten mit den Banken, als die Firma Kutec gegründet wurde und es nicht ohne finanzielle Hilfe aus dem Saarland ging, obwohl die fachlich Kompetenz vorhanden war.

Er gab aber auch schon eine Richtung in Zukunft aus, in dem er sagte, es gibt die Möglichkeiten, die Salzlagerstätten an Unstrut und im Südharz so zu nutzen, ohne dass es Halden gibt, und Laugenabstoß in die Flüsse erfolgen müssten.

Festveranstaltung Stadt Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Festveranstaltung Stadt Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die junge Generation vertrat Yvonne Most, die erst am Samstag ihre bemerkenswerte Fotoausstellung im Carl-Corbach-Club eröffnet hatte. Sie trauerte nach der Wende kurz dem roten Halstuch nach, dass sie nicht mehr bekommen hatte, freute sich aber über die vielen Möglichkeiten, die sich mit der neuen D-Mark ergaben. Sie vermisst etwas den Stolz und die Zufriedenheit im Osten, über das was bisher erreicht wurde und wünscht sich, dass die Mauer in den Köpfen weiter abgetragen wird.

Die Veranstaltung endete mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne.


Autor: khh

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