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Sondershäuser Wirtschaftsforum mit Profil

Donnerstag, 21. Oktober 2010, 01:50 Uhr
Die Stadt Sondershausen und der Sondershäuser Gewerbe- und Wirtschaftsverein luden gestern schon zum 6. Mal zum Sondershäuser Wirtschaftsforum ein. Mit der Teilnahme von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) hatte die Veranstaltung viel Gewicht erhalten, gab er doch auch die Richtung für Nordthüringen vor...


Matthias Machnig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Matthias Machnig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Von der Eröffnung der Veranstaltung hatte kn bereits berichtet. Nach den einleitenden Begrüßungsworten von Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und Monika Lambrecht (Vorsitzende des SGW e.V.) ergriff Machnig das Wort. Er signalisierte, wie wichtig ihm solche Gespräche mit regionalen Unternehmern sind. Dazu, er sein Ministerium sieht, sagte er:



Investitionen, so Machnig, sind der Treiber für die nächsten Jahre. Deshalb war er froh, dass ihm im Haushalt 500 Millionen an investiven Mitteln zur Verfügung stehen, wenn es der Landtag so beschließt, was mehr ist als bisher. Er sagte aber auch, dass er für dieses Jahr noch Mittel hat, bei denen er aber erwartet, dass die Unternehmen mit ausgereiften Projekten kommen

Er sagte aber auch sehr klar, dass Thüringen bei der Exportquote deutlich aufholen muss. Die Stärke der deutschen Wirtschaft liegt im Export, wies aber auch noch auf die möglichen Probleme der Krise, besonders in Asien hin. Ziel ist eine konjunkturorientierte Haushaltspolitik. Laut Machnig ist Thüringen auf Platz 4 beim Wachstum.

Zum Thema Zeitarbeit äußerte er sich kritisch und forderte (übrigens mehrmals) eine neue Lohnpolitik.


Seine Besorgnis hatte Machnig aber auch dahin gehend geäußert, dass der Norden Thüringens besonders in der Baubranche bei den Leistungen und den Arbeitskräften dramatisch eingebrochen ist. Er sagte klar, es muss in Zukunft stärker in technologieorientierte Produkte investiert werden, damit die Wertschöpfung besser ist. Schwerpunkt aber auch der Ausbau aller Sparten der erneuerbaren Energien, dafür so Machnig wird es dort eine bessere Förderung geben.

Zum Thema erneuerbare Energie sagte er im Zusammenhang mit der FH Nordhausen:


Er forderte im Tourismus mehr Spitzenqualität und ging auch auf ein Projekt des Schlossrestaurants Sondershausen ein, bezeichnete es als einen möglichen „Leuchtturm“ und sicherte volle Unterstützung zu.


Trotz niedrigem Preisniveau im Tourismus in Thüringen, äußerten sich in Umfragen Touristen, dass nur in 23 Prozent der Fälle das Preis-Leistungsverhältnis stimmt! Deshalb so Machnig muss stärker in den Tourismus investiert werden.

Die Fachhochschule Nordhausen war nochmals Thema in der Rede Machnigs:


Aber auch auf das Thema Industriegroßflächen ging Machnig ein und sagte, "wir glauben an die Region". Kritik kam aber in Richtung BIC Nordthüringen:


Bei der Ausbildung legte Machnig den Schwerpunkt auf die Ausbildungsverbünde. Hier sicherte er die Unterstützung seines Ministeriums zu. Die Klein- und mittelständischen Unternehmen müssen besser mit Fachkräften versorgt werden, deshalb so Machnig mein Fachkräftesicherungsprogramm.

Abschließend sagte Machnig aber auch klar, er erwarte aus der Region mehr fundierte Projekte, die auch wirklich unterstützt werden können.
Autor: khh

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