Salz in vielen Facetten
Freitag, 22. Oktober 2010, 09:08 Uhr
Die Fraktion SPD Grüne des Stadtrates von Sondershausen war vor Ort und fand Salz in vielen Facetten. Sie können sicher ahnen wo man war uns erfuhr was nötig ist, um eventuell wieder Kalisalz zu fördern. Dieser Bericht der SPD erreichte kn...
Die Fraktion SPD-Grüne des Sondershäuser Stadtrats unter der Leitung von Sabine Bräunicke besuchte gemeinsam mit der ersten Beigeordneten Cornelia Kraffzick (SPD) am 19. Oktober 2010 die Firma Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft kurz - GSES- im Sondershäuser Gewerbe- und Industriegebiet "Glückauf".
Die Fraktion hat das in der Wirtschaftsförderung bewährte Instrument der Bestandspflege fest in ihre politische Arbeit integriert. Die Mitglieder der Fraktion können so fundiert und aus eigener Erfahrung argumentieren und die Erfolge der heimischen Wirtschaft besser kommunizieren. Vor allem kann so im Vorfeld von größeren Projekten in der Zukunft die Zeit zu Meinungsbildung genutzt werden, um dann als Kommune möglichtst schnell und reibungslos handeln zu können. Für die Fraktion SPD-Grüne hat das Thema Wirtschaft als Basis für das städtische Angebot im Sozial- und Kulturbereich höchste Priorität.
Im Fokus stehen hier Impulse, um Ansiedlung oder Erweiterung von Unternehmen zu fördern. Geschäftsführer Jaap van Engers begrüßte die Stadträte und stellte die Geschäftszweige der GSES GmbH ausführlich vor. Er hat mit weiteren Partnern aus der Region die Gründung der GSES seit 1991 vorangetrieben und ist seit der Betriebsaufnahme der GSES im Jahr 1995 in Sondershausen als deren Geschäftsführer tätig. 1995 mit 80 Mitarbeitern gestartet, beschäftigt das Unternehmen heute 250 Mitarbeiter und bildet auch wieder Bergleute aus. Hauptgeschäftsfelder sind der Bergversatz, die Steinsalzgewinnung und die Haldenbegrünung.
Die bergamtlich angeordnete Versatzpflicht dient im Wesentlichen der Verringerung der Gebirgsschlagsgefahr und der Reduzierung übertägiger Senkungen im Bereich der Stadt Sondershausen einschließlich angrenzender Verkehrswege. Eingebracht werden derzeit Bergbaubaustoffe, die aus industriellen Reststoffen hergestellt werden. Dabei muss jede Rezeptur genehmigt werden und auch die Eingangsstoffe werden permanent und streng überwacht. Neuestes und sehr dynamisches Geschäftsfeld ist die Steinsalzgewinnung. Damit ist die Grube Glückauf wieder ein aktives Bergwerk! Nach bescheidenem Start mit 30.000 t pro Jahr konnte durch nennenswerte Investitionen das Produktionsvolumen auf derzeit ca. 300.000 t pro Jahr gesteigert werden. Hauptprodukt ist dabei Streusalz für den Straßenwinterdienst.
Das Erlebnisbergwerk, an dem die Stadt Sondershausen mit beteiligt ist, hat sich hinsichtlich Angebot und Besucherzahlen seit 1998 sehr gut entwickelt und unser Image bundes- und weltweit positiv geprägt. Neben der Schaffung einer überregional wirksamen touristischen Attraktion wurde dadurch die Akzeptanz des Geschäftsmodells der GSES in der Bevölkerung erreicht.
Für die Stadträte von großem Interesse war natürlich der Stand der möglichen Wiederaufnahme der Kaliproduktion in Sondershausen vor dem Hintergrund von Presseveröffentlichungen über Aktivitäten am Standort Roßleben. "Wie sieht es in Sondershausen aus?", so die Frage an Herrn van Engers. Kalivorräte sind für die nächsten Jahrzehnte vorhanden und Rechte dafür auch gesichert bzw. vorgemerkt.
Aber bei Investitionen für ein neues Kaliwerk in dreistelliger Millionenhöhe muss sowohl die wirtschaftliche Seite (Kalipreis und Investitionskosten) als auch die Genehmigungsseite für die Investoren kalkulierbar sein. Stadt Sondershausen, Kyffhäuserkreis und das Land Thüringen müssen zur Schaffung der erforderlichen Rahmenbedingungen an einem Strang ziehen. Wir als Fraktion werden uns frühzeitig kundig machen, um den Prozess dann positiv begleiten zu können.
Abschließend sprach der Unternehmenschef das Problem des Fachkräftemangels an. Hier sind auch die Stadträte gefordert, um Fach- und Führungskräften in unserer Stadt optimale Startbedingungen zu bieten und so die Anstrengungen der Unternehmen zur Gewinnung solcher Mitarbeiter zu flankieren. Was das Unternehmen aus eigener Kraft für den Facharbeiternachwuchs tut, ist bereits seit zwei Jahren Realität. In Sondershausen werden wieder - und sehr erfolgreich - Bergleute ausgebildet.´
Die Stadträte zeigten sich sehr beeindruckt vom erreichten Stand bei der GSES, vor allem aber von der schon fast greifbaren Perspektive der Wiederaufnahme der Kaliproduktion mit einigen 100 zusätzlichen Arbeitsplätzen für Sondershausen. So kann die mehr als 100jährige Bergbautradition in Sondershausen fortgeführt werden. Dabei ist für die GSES - nach der Lagerstätte - die Akzeptanz des Bergbaus bei unserer Bevölkerung das wesentlichste Kriterium für Sondershausen als Investitionsstandort.
SPD-Stadtratfraktion
Autor: khhDie Fraktion SPD-Grüne des Sondershäuser Stadtrats unter der Leitung von Sabine Bräunicke besuchte gemeinsam mit der ersten Beigeordneten Cornelia Kraffzick (SPD) am 19. Oktober 2010 die Firma Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft kurz - GSES- im Sondershäuser Gewerbe- und Industriegebiet "Glückauf".
Die Fraktion hat das in der Wirtschaftsförderung bewährte Instrument der Bestandspflege fest in ihre politische Arbeit integriert. Die Mitglieder der Fraktion können so fundiert und aus eigener Erfahrung argumentieren und die Erfolge der heimischen Wirtschaft besser kommunizieren. Vor allem kann so im Vorfeld von größeren Projekten in der Zukunft die Zeit zu Meinungsbildung genutzt werden, um dann als Kommune möglichtst schnell und reibungslos handeln zu können. Für die Fraktion SPD-Grüne hat das Thema Wirtschaft als Basis für das städtische Angebot im Sozial- und Kulturbereich höchste Priorität.
Im Fokus stehen hier Impulse, um Ansiedlung oder Erweiterung von Unternehmen zu fördern. Geschäftsführer Jaap van Engers begrüßte die Stadträte und stellte die Geschäftszweige der GSES GmbH ausführlich vor. Er hat mit weiteren Partnern aus der Region die Gründung der GSES seit 1991 vorangetrieben und ist seit der Betriebsaufnahme der GSES im Jahr 1995 in Sondershausen als deren Geschäftsführer tätig. 1995 mit 80 Mitarbeitern gestartet, beschäftigt das Unternehmen heute 250 Mitarbeiter und bildet auch wieder Bergleute aus. Hauptgeschäftsfelder sind der Bergversatz, die Steinsalzgewinnung und die Haldenbegrünung.
Die bergamtlich angeordnete Versatzpflicht dient im Wesentlichen der Verringerung der Gebirgsschlagsgefahr und der Reduzierung übertägiger Senkungen im Bereich der Stadt Sondershausen einschließlich angrenzender Verkehrswege. Eingebracht werden derzeit Bergbaubaustoffe, die aus industriellen Reststoffen hergestellt werden. Dabei muss jede Rezeptur genehmigt werden und auch die Eingangsstoffe werden permanent und streng überwacht. Neuestes und sehr dynamisches Geschäftsfeld ist die Steinsalzgewinnung. Damit ist die Grube Glückauf wieder ein aktives Bergwerk! Nach bescheidenem Start mit 30.000 t pro Jahr konnte durch nennenswerte Investitionen das Produktionsvolumen auf derzeit ca. 300.000 t pro Jahr gesteigert werden. Hauptprodukt ist dabei Streusalz für den Straßenwinterdienst.
Das Erlebnisbergwerk, an dem die Stadt Sondershausen mit beteiligt ist, hat sich hinsichtlich Angebot und Besucherzahlen seit 1998 sehr gut entwickelt und unser Image bundes- und weltweit positiv geprägt. Neben der Schaffung einer überregional wirksamen touristischen Attraktion wurde dadurch die Akzeptanz des Geschäftsmodells der GSES in der Bevölkerung erreicht.
Für die Stadträte von großem Interesse war natürlich der Stand der möglichen Wiederaufnahme der Kaliproduktion in Sondershausen vor dem Hintergrund von Presseveröffentlichungen über Aktivitäten am Standort Roßleben. "Wie sieht es in Sondershausen aus?", so die Frage an Herrn van Engers. Kalivorräte sind für die nächsten Jahrzehnte vorhanden und Rechte dafür auch gesichert bzw. vorgemerkt.
Aber bei Investitionen für ein neues Kaliwerk in dreistelliger Millionenhöhe muss sowohl die wirtschaftliche Seite (Kalipreis und Investitionskosten) als auch die Genehmigungsseite für die Investoren kalkulierbar sein. Stadt Sondershausen, Kyffhäuserkreis und das Land Thüringen müssen zur Schaffung der erforderlichen Rahmenbedingungen an einem Strang ziehen. Wir als Fraktion werden uns frühzeitig kundig machen, um den Prozess dann positiv begleiten zu können.
Abschließend sprach der Unternehmenschef das Problem des Fachkräftemangels an. Hier sind auch die Stadträte gefordert, um Fach- und Führungskräften in unserer Stadt optimale Startbedingungen zu bieten und so die Anstrengungen der Unternehmen zur Gewinnung solcher Mitarbeiter zu flankieren. Was das Unternehmen aus eigener Kraft für den Facharbeiternachwuchs tut, ist bereits seit zwei Jahren Realität. In Sondershausen werden wieder - und sehr erfolgreich - Bergleute ausgebildet.´
Die Stadträte zeigten sich sehr beeindruckt vom erreichten Stand bei der GSES, vor allem aber von der schon fast greifbaren Perspektive der Wiederaufnahme der Kaliproduktion mit einigen 100 zusätzlichen Arbeitsplätzen für Sondershausen. So kann die mehr als 100jährige Bergbautradition in Sondershausen fortgeführt werden. Dabei ist für die GSES - nach der Lagerstätte - die Akzeptanz des Bergbaus bei unserer Bevölkerung das wesentlichste Kriterium für Sondershausen als Investitionsstandort.
SPD-Stadtratfraktion
