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Auch in Ebeleben

Mittwoch, 03. November 2010, 08:02 Uhr
Marktplatz für Unternehmen und Gemeinnützige nun auch in Ebeleben. Der Bürgermeister hat die Idee aufgegriffen und die positiven Erfahrungen des Karl-Maien-Haus einfließen lassen...



Der gute Kontakt zwischen dem Ebelebener Rathaus und den beiden Kirchgemeinden ist wohlbekannt. Und so war es dieses Mal Bürgermeister Uwe Vogt (SPD), der die Idee zum gesellschaftspolitischen St. Martin hatte: Im Rahmen seiner Tätigkeit bei „Lernen vor Ort“ wurde er in der AG Verbundpartner auf die Veranstaltung „Marktplatz“ in Sondershausen aufmerksam, die im September stattfand und mit über 80 Teilnehmern gut besucht wurde. Die beiden Ebelebener Pfarrer Johannes Ziethe und Otto Thonhofer nahmen den Vorschlag gern an.

Traditionell wird Anfang November seit Jahren abwechselnd in den beiden Kirchen ein gesellschaftspolitischer St. Martin durchgeführt. Man erinnert auf diese Weise an den Heiligen Martin von Tours. Dieser wurde um 316/317 in Savaria, der damaligen römischen Provinz Pannonien, heute Szombathely, Ungarn geboren und starb im November 397 in Candes bei Tours in Frankreich. Er war Bischof von Tours und ist einer der bekanntesten Heiligen sowohl der katholischen als auch der evangelischen, anglikanischen und orthodoxen Kirche. An einem Wintertag begegnete Martin am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht sei ihm dann im Traum Christus erschienen, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte.

Nun stellt sich auch heute die Frage, was man tun kann, um ein weiteres Sich- Öffnen der Schere zwischen arm und reich zu verhindern. Dieser Sachverhalt ist ein Anliegen des gesellschaftspolitischen St. Martins, der in diesem Jahr am 10.11.10, 20 Uhr, im Gemeindesaal der Evangelisch- Lutherischen Kirchgemeinde (Markt 1) stattfinden wird. Sabine Meier, die schon die Veranstaltung in Sondershausen moderiert hat, wird dann den „Marktplatz für Unternehmen und Gemeinnützige, gute Geschäfte zum gegenseitigen Nutzen“ vorstellen. Auf die drängende Frage, welche Wege zur Lösung konkreter gesellschaftlicher Anliegen im lokalen Umfeld eingeschlagen werden können, soll in der Veranstaltung eine mögliche Antwort gefunden werden. Dieses Konzept stammt übrigens aus unserem Nachbarland, den Niederlanden. In derartigen Veranstaltungen sollen sowohl Engagements- als auch Bedarfswünsche miteinander verkoppelt werden. Es werden dabei Gespräche geführt und Kontakte tiefer geschlossen. Zum Schluss soll der Austausch von Dienstleistungen, Wissen und Kooperationen stehen, ohne dass auch nur ein Cent fließt.

Im Rahmen der „Geschenkten Stunde“ äußerte sich zum Beispiel der Vorsitzende des Schlossparkvereins Dr. Günter Abel zu dieser Idee. Er würde sich wünschen, dass sich in Zukunft mehr Bürger, Vereine, Institutionen und Unternehmen bei Arbeitseinsätzen beteiligen. Schließlich gehört der Park weder dem Verein oder der Stadtverwaltung, sondern allen Bürgern. Als Gegenleistung könnte er sich seitens seines Vereins vorstellen, die Entwicklung des Parks in Form von Präsentationen anzubieten.

Bleibt der Veranstaltung zu wünschen, dass sich möglichst viele Interessierte zusammenfinden. Übrigens kann das Karl- Marien- Haus als Teilnehmer der Sondershäuser Veranstaltung schon von positiven Erfahrungen berichten: mehrere Kooperationsverträge sind dort abgeschlossen worden..
Autor: khh

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