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Gelöbnis im feierlichen Rahmen

Freitag, 05. November 2010, 09:59 Uhr
Gestern fand in Westgreßen ein feierliches Gelöbnis von Soldaten des Standortes Sondershausen statt. Mit dabei war ihre kn...


Am gestrigen Donnerstag, dem 04. November 2010 waren 78 Rekruten der 6./ Raketenartilleriebataillon 132 aus Sondershausen zu ihrem feierliches Gelöbnis auf der Funkenburg in Westgreußen angetreten. Das Gelöbnis fand im traditionellen und würdigen Rahmen von 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr mit musikalischer Begleitung des Wehrbereichsmusikkorps III aus Erfurt (Leitung Oberleutnant Schmidtpeter) statt.
Die Rekruten, die ihren Dienst im Oktober 2010 angetreten haben, gelobten vor ihren Angehörigen und Freunden, vor ihren Vorgesetzten und Kameraden "der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen".

Gelöbnis im feierlichen Rahmen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gelöbnis im feierlichen Rahmen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Kommandeur des Raketenartilleriebataillon 132 Oberstleutnant Klaus Glaab hob in seinen Begrüßungsworten die Verbundenheit zur Gemeinde Westgreußen und der Stadt Sondershausen hervor, in dem er sagte, "es wäre undenkbar, wenn wir nicht zwei von drei Gelöbnissen pro Jahr mitten der Bevölkerung abhalten würden." Das letzte Gelöbnis hatte man im Ambiente von Schloss Sondershausen durchgeführt.

Gelöbnis im feierlichen Rahmen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gelöbnis im feierlichen Rahmen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im historischen Rahmen der Funkenburg Westgreußen wurden Fackeln entzündet und verfolgten viele Freunde, Bekannte und Verwandte der Rekruten den feierlichen Akt. Aus fast allen Ecken und Enden Deutschlands waren die Besucher angereist, wie den verschiedenen Auto-Kennzeichen auf dem Parkplatz entnehmen konnte.

Gelöbnis im feierlichen Rahmen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gelöbnis im feierlichen Rahmen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Oberstleutnant Glaab konnte Vertreter der Wirtschaft (u.a. Marco Wuttke von der Autohaus Peter Gruppe), viele Politiker (Landrat Peter Hengstermann - die Bürgermeister Westgreußen (Rosemarie Krause), Sondershausen (Joachim Kreyer), den Ortsbürgermeister Berka Dieter Hotze und viele weitere Mitglieder des öffentlichen Lebens begrüßen durfte. Nach dem bei den letzten beiden Gelöbnissen im Kyffhäuserkreis kein Bundestagsabgeordneter anwesend war, hatte sich mit Patrick Kurth (FDP) wieder mal ein Bundestagsabgeordneter eingefunden.

Dieses Mal richtete Landrat Hengstermann einige Worte an die jungen Rekruten. Er erinnerte daran, dass das demokratische Gemeinwesen verteidigt werden muss und er freute sich, dass wieder ein historischer Rahmen gefunden wurde. "Hier kann man die Geschichte noch atmen hören.

Oberstleutnant Glaab äußerte sich dahingehend zur Wehrpflicht, ob man die heutigen Rekruten noch brauchen würde: "Ja, wir haben einen sinnvollen und ausfüllenden Auftrag für Sie." Dabei nannte er unter anderem die Unterstützung bei der Einsatzvorbereitung für Auslandseinsätze.

Glaab erinnerte auch an die Aufgabe der Bundeswehr und sagte zum Thema Freiwilligen Armee /Wehrpflicht: "Über allen Entscheidungen muss die politische und gesellschaftliche Absicht und der Wille stehen, für was man Streitkräfte einsetzen und vorhalten möchte. sowie die eindeutige Erklärung, was einem diese Ziele im wahrsten Sinne des Wortes Wert sind. Dann kann sich unser Parlament, als dessen Armee wir uns verstehen und in die Einsätze geschickt werden sowie die Bevölkerung auf die Auftragserfüllung seitens der Bundeswehr fest verlassen." Solche Worte kann man nur unterstreichen. Die Haushaltslage ist sicher ein wichtiger Aspekt, sollte, eigentlich darf aber allein nicht darüber entscheiden wie die Armee im Einzelnen auszusehen hat. Das sollten die Politiker bedenken, wenn sie in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden.

Gelöbnis im feierlichen Rahmen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gelöbnis im feierlichen Rahmen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nach dem Gelöbnis wurde per Handschlag die Verpflichtung durch die Politiker gefestigt, wie hier im Bild Bürgermeisterin Rosemarie Kraus (CDU). Anschließend trafen sich Rekruten mit ihren Angehörigen und Freunden. Im Anschluss an das Gelöbnis gab es für geladene Gäste noch einen militärpolitischen Vortrag.

Eine Kritik kann sich kn allerdings nicht verkneifen. Es ist sicher schön romantisch, wenn es dunkel ist und nur ein paar Fackeln leuchten. Für die Gäste der Veranstaltung hätte man an einigen Stellen etwas mehr Licht gewünscht. Da die Absperrung schon sehr weitläufig war und die Rekrutenabordnung auch nicht sonderlich angeleuchtet worden war, blieb für die Gäste vieles im Dunkelen, wenn nicht ein Blitz der Medien-Kameras die Dunkelheit erhellte. Ein Power-Moon vom THW Sondershausen oder wenigstens ein oder zwei Spot-Scheinwerfer, hätten sicher die Stimmung nicht kaputt gemacht, aber das Gelöbnis besser ins rechte Licht gerückt. Viele Gäste sind Hunderte Kilometer gefahren und hätten es eigentlich verdient gehabt, etwas mehr zu sehen.
Autor: khh

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