Theater besucht
Dienstag, 09. November 2010, 19:52 Uhr
Die Stadtratsfraktion SPD- Grüne des Stadtrates von Sondershausen hat jüngst das Theater Nordhausen besucht. Dazu erreichte kn von der Fraktionsvorsitzenden Sabine Bräunicke folgender Bericht...
Die Fraktion SPD-Grüne des Sondershäuser Stadtrats unter der Leitung von Sabine Bräunicke besuchte gemeinsam mit der ersten Beigeordneten Cornelia Kraffzick (SPD) am 8. November 2010 die Theater Nordhausen/ Loh- Orchester Sondershausen GmbH.
Das lange vorher vereinbarte Treffen fand im Theater Nordhausen statt. Der Intendant, Herr Lars Tietje, führte durch das Haus und so konnte man auf, unter und vor der Bühne etwas erahnen von dem künstlerischen und kreativen Flair, das hier herrscht, wenn der Vorhang aufgeht. Schmunzelnd wurde die Vorführung des Einsatzes des "Eisernen Vorhangs" beobachtet, der im Brandfall eingesetzt wird und so die Bühne vom Zuschauerraum trennen soll, denn Gott sei Dank sind die Zeiten des Eisernen Vorhangs längst vorbei. In der Schneidrei; Maske, Ton- und Lichtstudio konnte man sich überzeugen, wie viel Vor- und Detailarbeiten notwendig sind, ehe eine Vorführung gespielt werden kann.
In einer anschließenden Präsentation vom Intendanten Tietje wurden Entwicklungen und Zahlen über Mitarbeiter, Besucher, Einnahmen und Ausgaben präsentiert. Mit Stolz verkündete der Intendant, dass über 70% der 191 Mitarbeiter/ -innen im künstlerischen Bereich beschäftigt sind. Das ist nicht in jedem Theater/ Orchester- Unternehmen so. Das Loh- Orchester, das erstmals im 17. Jahrhundert als Hofkapelle am Sondershäuser Fürstenhof erwähnt, im 19. Jahrhundert dann aber erstmals als Sinfonieorchester benannt wird, hat eine lange Tradition.
Bis zur Wendezeit 1990 spielten immer ca. 40 Musiker im Orchester. Im Jahr 1991 erfolgte die Fusion mit dem Theater und Orchester Nordhausen. Es war die erste Fusion und GmbH- Gründung in den neuen Bundesländern als Dreisparten- Stadttheater mit ausgeprägten Konzertbetrieb. 2004 erfolgte die Abwicklung der Sparte Schauspiel und eine Austauschkooperation mit dem Thüringer Landestheater Rudolstadt. In den Jahren 2006/ 2007 steckte die Theater Nordhausen/ Loh- Orchester Sondershausen GmbH durch massive Einsparungsvorhaben des Landes Thüringen in einer tiefen Krise. Die Schließung des Theaters/Orchesters konnte abgewendet werden, zum einen durch den ausdauernden und beharrlichen Protest der kunst- und kulturinteressierten Sondershäuser und Nordhäuser Bevölkerung, aber auch durch Konsolidierungsbemühungen seitens des Unternehmens.
Zur Zeit gibt es eine Finanzierungssicherheit bis 2012. Nicht ohne stolz konnte der Intendant auch die steigenden Besucherzahlen bei den jährlich rund 400 Veranstaltungen präsentieren. So konnten diese Zahlen seit Beginn seiner Tätigkeit von ca. 70.000 auf ca. 90.000 gesteigert werden. Immer wieder wird versucht, die Attraktivität der Veranstaltung zu erhöhen, um Besucher anzulocken. Die 2006 ins Leben gerufenen Schloss- Festspiele in Sondershausen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Durch die steigende Nachfrage wurden die Besucherplätze von 500 auf 700 gesteigert. Eine weitere Kapazitätenerhöhung ist aber nicht vorgesehen, um die wunderbare und einmalige Atmosphäre im Schlosshof nicht zu gefährden.
Die Stadträte zeigten sich sehr beeindruckt von der Entwicklung und dem Engagement
der Theater Nordhausen/ Loh- Orchester Sondershausen GmbH. Besonders erfreut zeigten sich die, vorrangig in der Jugendhilfe tätigen, Stadträte über die aktive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. So gibt es Kammermusik an Schulen, Schultheatertage und Werkstätten für Schulklassen.
Sabine Bräunicke
Fraktionsvorsitzende SPD- Grüne
Autor: khhDie Fraktion SPD-Grüne des Sondershäuser Stadtrats unter der Leitung von Sabine Bräunicke besuchte gemeinsam mit der ersten Beigeordneten Cornelia Kraffzick (SPD) am 8. November 2010 die Theater Nordhausen/ Loh- Orchester Sondershausen GmbH.
Das lange vorher vereinbarte Treffen fand im Theater Nordhausen statt. Der Intendant, Herr Lars Tietje, führte durch das Haus und so konnte man auf, unter und vor der Bühne etwas erahnen von dem künstlerischen und kreativen Flair, das hier herrscht, wenn der Vorhang aufgeht. Schmunzelnd wurde die Vorführung des Einsatzes des "Eisernen Vorhangs" beobachtet, der im Brandfall eingesetzt wird und so die Bühne vom Zuschauerraum trennen soll, denn Gott sei Dank sind die Zeiten des Eisernen Vorhangs längst vorbei. In der Schneidrei; Maske, Ton- und Lichtstudio konnte man sich überzeugen, wie viel Vor- und Detailarbeiten notwendig sind, ehe eine Vorführung gespielt werden kann.
In einer anschließenden Präsentation vom Intendanten Tietje wurden Entwicklungen und Zahlen über Mitarbeiter, Besucher, Einnahmen und Ausgaben präsentiert. Mit Stolz verkündete der Intendant, dass über 70% der 191 Mitarbeiter/ -innen im künstlerischen Bereich beschäftigt sind. Das ist nicht in jedem Theater/ Orchester- Unternehmen so. Das Loh- Orchester, das erstmals im 17. Jahrhundert als Hofkapelle am Sondershäuser Fürstenhof erwähnt, im 19. Jahrhundert dann aber erstmals als Sinfonieorchester benannt wird, hat eine lange Tradition.
Bis zur Wendezeit 1990 spielten immer ca. 40 Musiker im Orchester. Im Jahr 1991 erfolgte die Fusion mit dem Theater und Orchester Nordhausen. Es war die erste Fusion und GmbH- Gründung in den neuen Bundesländern als Dreisparten- Stadttheater mit ausgeprägten Konzertbetrieb. 2004 erfolgte die Abwicklung der Sparte Schauspiel und eine Austauschkooperation mit dem Thüringer Landestheater Rudolstadt. In den Jahren 2006/ 2007 steckte die Theater Nordhausen/ Loh- Orchester Sondershausen GmbH durch massive Einsparungsvorhaben des Landes Thüringen in einer tiefen Krise. Die Schließung des Theaters/Orchesters konnte abgewendet werden, zum einen durch den ausdauernden und beharrlichen Protest der kunst- und kulturinteressierten Sondershäuser und Nordhäuser Bevölkerung, aber auch durch Konsolidierungsbemühungen seitens des Unternehmens.
Zur Zeit gibt es eine Finanzierungssicherheit bis 2012. Nicht ohne stolz konnte der Intendant auch die steigenden Besucherzahlen bei den jährlich rund 400 Veranstaltungen präsentieren. So konnten diese Zahlen seit Beginn seiner Tätigkeit von ca. 70.000 auf ca. 90.000 gesteigert werden. Immer wieder wird versucht, die Attraktivität der Veranstaltung zu erhöhen, um Besucher anzulocken. Die 2006 ins Leben gerufenen Schloss- Festspiele in Sondershausen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Durch die steigende Nachfrage wurden die Besucherplätze von 500 auf 700 gesteigert. Eine weitere Kapazitätenerhöhung ist aber nicht vorgesehen, um die wunderbare und einmalige Atmosphäre im Schlosshof nicht zu gefährden.
Die Stadträte zeigten sich sehr beeindruckt von der Entwicklung und dem Engagement
der Theater Nordhausen/ Loh- Orchester Sondershausen GmbH. Besonders erfreut zeigten sich die, vorrangig in der Jugendhilfe tätigen, Stadträte über die aktive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. So gibt es Kammermusik an Schulen, Schultheatertage und Werkstätten für Schulklassen.
Sabine Bräunicke
Fraktionsvorsitzende SPD- Grüne
