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Zweimal Rose in den Kyffhäuserkreis

Montag, 15. November 2010, 14:35 Uhr
Die Thüringer Rose wird zum 18. Mal verliehen. Sozialministerin Heike Taubert (SPD): „Thüringer Rose ist Anerkennung für Geleistetes und soll Mut machen für künftige Aufgaben“. Zwei Mal geht die Rose auch in den Kyffhäuserkreis...

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), wird am 19. November 2010 11 Thüringer Bürgerinnen und Bürger für ihr bürgerschaftliches Engagement mit der „Thüringer Rose“ auszeichnen. Mit dieser Medaille werden Menschen geehrt, die sich in uneigennütziger, engagierter Weise für Schwächere einsetzen. Die Thüringer Rose ist ein Zeichen der Würdigung, das an die Heilige Elisabeth erinnert, die sich vor fast 700 Jahren für ihre Mitmenschen eingesetzt hat. Deshalb findet die Verleihung traditionell am 19. November, dem Tag der Heiligen Elisabeth, auf der Wartburg bei Eisenach statt.

Sozialministerin Heike Taubert sagte vorab: „Viele ehrenamtlich Tätige engagieren sich in selbstloser Weise für hilfsbedürftige Mitmenschen – ohne viel Aufhebens davon zu machen. Sie betreuen alte, kranke und behinderte Menschen, pflegen Familienangehörige oder Nachbarn, engagieren sich in einer Selbsthilfegruppe oder in der Kirchgemeinde – der persönliche Einsatz dieser Menschen verdient unseren Dank. Die ‚Thüringer Rose’ soll Anerkennung für Geleistetes sein und Mut machen für künftige Aufgaben.“

In diesem Jahr werden folgende Thüringerinnen und Thüringer geehrt:

Barbara Kruhme (69 Jahre, Schönewerda) gründete 1995 die Landfrauengruppe Schönewerda und ist bis heute deren Vorsitzende. Unter ihrer Leitung bereichern die Landfrauen das Leben in der Dorfgemeinschaft durch Veranstaltungen, Ideen, Arbeitseinsätze, Ausflüge, thematische Nachmittage, und Organisation eines Netzwerkes für hilfsbedürftige und kranke Menschen im Ort. Frau Kruhme gründete 1999 im Ort die Selbsthilfegruppe Osteoporose. Diese trifft sich seitdem regelmäßig unter Anleitung einer Physiotherapeutin zu Bewegungsübungen. Seit 2001 engagiert sich Frau Kruhme auch im Förderverein "St. Johannes Kirche Schönewerda" für die Erhaltung und Wiederherrichtung der Kirche und des Kirchennebengebäudes.

Familie Palige (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Familie Palige (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der 1. Beigeordnete des Landrates Georg Schäfer (Mitte) würdigte die Leistungen der Familie Palige aus Greußen, die bereits 54 Kinder in Pflege hatten. Hier stiftete die Kyffhäusersparkasse ein Aufmerksamkeit. (Das Jugendamt des Kyffhäuserkreises führte anlässlich des 20 jährigen Bestehens des Pflegekinderwesens im Kyffhäuserkreis gestern im Carl- Schroeder- Saal in Sondershausen eine Festveranstaltung durch. Stellvertretend für viele Pflegeeltern wurden Familien öffentlich geehrt. Veranstaltung vom 12.12.2009)

Andrea und Harald Palige (Greußen) Frau Palige ist Bereitschaftspflegemutter im Jugendamt des Kyffhäuserkreises; in den letzten 15 Jahren hat sie mit ihrer Familie 54 Kindern Obhut gewährt; Dies erfordert ein Höchstmaß an Geduld, Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit. Oft waren es Geschwisterkinder, die in völlig verstörtem Zustand zu Familie Palige kamen und die sich erst durch die Zuwendung von Frau Palige öffnen konnten. Viel Mühe und Kraft verwendete die gelernte Krippenerzieherin mit der Aufnahme eines als Frühchen zur Welt gekommenen Zwillingspärchens, mit ausländischen oder gesundheitlich stark beeinträchtigten Kindern. Wiederholt leistete Frau Palige auch sehr jungen, unerfahrenen Müttern Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Kind nahm die Familie als Pflegekind an, Jenny lebt seit fünf mit den beiden eigenen Söhnen bei Paliges.

Harald Palige (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Harald Palige (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Sicher kein Zufall. Greußens stellvertretender Bürgermeister Joachim Witters würdigte die Arbeit von Harald Palige, der als selbständiger Handwerker sehr viel Zeit und Kraft in die Jugendarbeit beim Wasserballverein MTV 1861 Greußen steckt, und auch noch im Karneval aktiv ist. Die Aufnahme ist von Freitag, dem 12.11.2010, als Harald Palige mit dem Blauen Kristall des Jugendhilfepreises ausgezeichnet worden war.

Weiter wurden ausgezeichnet:

Dr. Inge Baumgart (73 Jahre, Weimar)
Edeltraud Carl (73 Jahre, Bauerbach)
Ulrike Gelhausen-Kolbeck (50 Jahre, Herbsleben)
Elly Lange (84 Jahre, Erfurt)
Erika und Johann Renner (Schmiedehausen bei Camburg)
Ursula Rudorf (Jahrgang 1946, Weida)
Eberhard Tölke (52 Jahre, Gera) und
Klaus Urban (55 Jahre, Schlöben).

Autor: khh

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