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Zu Besuch in Berlin

Dienstag, 07. Dezember 2010, 13:55 Uhr
Vom 01.-03. Dezember 2010 fuhr eine Besuchergruppe auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Kersten Steinke nach Berlin. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus dem gesamten Wahlkreis 191. Dazu erreichte kn folgender Bericht...


Trotz des ungemütlichen Wetters fuhr der Bus pünktlich los und kam im noch unverschneiten Berlin an. Ein netter Stadtführer stieg zu und erklärte uns auf der Rundfahrt das alte und neue Berlin, das wie immer eine große Baustelle ist. Am Abend schüttelte Frau Holle dann die Betten auch über der Hauptstadt und am nächsten Tag stellte sich heraus, dass die Millionenstadt mit solchen Witterungsbedingungen völlig überfordert ist. Den Bundestag erreichten wir mit einiger Verspätung.

Das Gelände um den Reichstag war gespenstisch leer und wir mussten schon in einiger Entfernung zum Sicherheits-Check. Auf der Tagesordnung im Bundestag standen die Kommunal-Finanzen, wo die Abgeordneten unter uns auch mitreden können, aber leider müssen Gäste auf der Tribüne zurückhaltend sein.

Anschließend empfing uns Kersten Steinke zu einem persönlichen Gespräch, wo sie über ihre Arbeit als Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Petitionssausschusses berichtete und Fragen beantwortete.
Da die Fahrt in die Vorweihnachtszeit fiel, besuchten einige von uns Weihnachtsmärkte in der Stadt. Trotz der enormen Kälte genossen wir die schönen Stände und beleuchteten Plätze und zum Aufwärmen half ein Glühwein.
Am Nachmittag besuchten wir die Ausstellung „Topografie des Terrors“, die über die Untaten der Gestapo und ihrer Handlanger informiert.

Zu Besuch in Berlin (Foto: Die Linke Bad Frankenhausen) Zu Besuch in Berlin (Foto: Die Linke Bad Frankenhausen)

Der vorletzte Programmpunkt führte uns am Freitag ins Familienministerium. Nach den Informationen eines Mitarbeiters entwickelte sich eine rege Diskussion, in der die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis zum Ausdruck kam. Großstadt ist nicht mit dem Land zu vergleichen und die Menschen mit ihren Bedürfnissen und Problemen sind nicht in Schablonen zu pressen.
Nachdem wir das Bundespresseamt besuchten, wo uns das Zusammenspiel von Politik und Presse erklärt wurde, waren die drei Tage auch schon wieder um und wir begaben uns wieder auf die Heimreise. Sicher brauchen wir einige Tage, um die Eindrücke zu verarbeiten, vor allem, wenn man zum ersten Mal an so einer Fahrt teilnahm.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Kersten Steinke bedanken, dass sie uns ermöglichte, die Hauptstadt außerhalb der alltäglichen Touristenziele zu erleben.
Ein großes Lob hat der Busfahrer der Firma Keitel verdient, der sein Fahrzeug souverän durch den Verkehr und um alle Umleitungen manövrierte und uns alle wieder gesund nach Hause brachte.
Bianka Wandersleb
Bad Frankenhausen

Autor: khh

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