Erschreckende Zahl
Donnerstag, 09. Dezember 2010, 00:02 Uhr
Eine Zahl, die gestern Landrat Peter Hengstermann im Kreistag nannte, muss erschrecken! Da kommt einem glatt Winnenden in den Sinn, und der dortige Amoklauf, und lässt auch Fragen aufkommen...
Zum 25. Juli 2009 war das Waffengesetz geändert worden. Der Gesetzgeber hatte damit jetzt den Waffenbehörden die Chance eingeräumt, verdachtsunabhängige Kontrollen zur Waffenaufbewahrung durchzuführen. Wie nötig das war, zeigte sich jetzt in Kontrollen im Kyffhäuserkreis.
Es wurden in diesem Jahr bei 9 Kontrollen 109 Waffenbesitzer im Kyffhäuserkreis aufgesucht. Hierbei mussten wir feststellen, dass 34 Waffenbesitzer keinen vorgeschriebenen Waffenschrank hatten, so der Landrat in seinen Ausführungen. Das heiß also, rund ein Drittel der Waffen lagen recht ungesichert in den Häusern der Besitzer rum. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass es mit Stand März 2009 im gesamten Kreis rund 2.000 Waffenbesitzkarten gab, und damit auch Waffen, da kann sich jeder ausrechnen, was für ein Gefahrenpotential hier lauert!
Diesen Personen haben wir vier Wochen Zeit gegeben, uns entsprechende Aufbewahrungsverhältnisse nachzuweisen, so der Landrat weiter. Für den Fall, dass die Betroffenen die Frist nicht einhalten, müssen sie mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen. Bei so viel Leichtsinn jetzt schon, muss man sich eigentlich fragen, wieso gibt es nicht gleich einen Strafzettel gibt. Ein Parksünder wird eher belangt, als ein Waffenbesitzer der sein Waffen ungesichert rumliegen lässt. Das klingt eher nach Wild West als nach Deutschland.
Die Kontrollen ergaben auch, so Hengstermann, dass 10 Waffenbesitzer nicht mehr Mitglied eines Schützenvereins waren und somit keine Waffen mehr besitzen dürften. Zur Vermeidung eines kostenpflichtigen Widerrufverfahrens gaben sie ihre Waffen und die Waffenbesitzkarten freiwillig der Behörde zurück.
Bis Ende November haben 32 Sportschützen und 7 Jäger ihre Waffenbesitzkarte und Waffen abgegeben, weil sie nicht mehr Mitglied im Schützenverein waren bzw. keinen gültigen Jagdschein hatten.
Aus den Ausführungen des Landrates geht nicht hervor, wie viel Prozent aller Waffenbesitzer kontrolliert wurde. Wenn die Zahl nicht bei 100 Prozent liegt, sollte man sich aber schleunigst in die Spur machen, und die Kontrollen vollenden!
Autor: khhZum 25. Juli 2009 war das Waffengesetz geändert worden. Der Gesetzgeber hatte damit jetzt den Waffenbehörden die Chance eingeräumt, verdachtsunabhängige Kontrollen zur Waffenaufbewahrung durchzuführen. Wie nötig das war, zeigte sich jetzt in Kontrollen im Kyffhäuserkreis.
Es wurden in diesem Jahr bei 9 Kontrollen 109 Waffenbesitzer im Kyffhäuserkreis aufgesucht. Hierbei mussten wir feststellen, dass 34 Waffenbesitzer keinen vorgeschriebenen Waffenschrank hatten, so der Landrat in seinen Ausführungen. Das heiß also, rund ein Drittel der Waffen lagen recht ungesichert in den Häusern der Besitzer rum. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass es mit Stand März 2009 im gesamten Kreis rund 2.000 Waffenbesitzkarten gab, und damit auch Waffen, da kann sich jeder ausrechnen, was für ein Gefahrenpotential hier lauert!
Diesen Personen haben wir vier Wochen Zeit gegeben, uns entsprechende Aufbewahrungsverhältnisse nachzuweisen, so der Landrat weiter. Für den Fall, dass die Betroffenen die Frist nicht einhalten, müssen sie mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen. Bei so viel Leichtsinn jetzt schon, muss man sich eigentlich fragen, wieso gibt es nicht gleich einen Strafzettel gibt. Ein Parksünder wird eher belangt, als ein Waffenbesitzer der sein Waffen ungesichert rumliegen lässt. Das klingt eher nach Wild West als nach Deutschland.
Die Kontrollen ergaben auch, so Hengstermann, dass 10 Waffenbesitzer nicht mehr Mitglied eines Schützenvereins waren und somit keine Waffen mehr besitzen dürften. Zur Vermeidung eines kostenpflichtigen Widerrufverfahrens gaben sie ihre Waffen und die Waffenbesitzkarten freiwillig der Behörde zurück.
Bis Ende November haben 32 Sportschützen und 7 Jäger ihre Waffenbesitzkarte und Waffen abgegeben, weil sie nicht mehr Mitglied im Schützenverein waren bzw. keinen gültigen Jagdschein hatten.
Aus den Ausführungen des Landrates geht nicht hervor, wie viel Prozent aller Waffenbesitzer kontrolliert wurde. Wenn die Zahl nicht bei 100 Prozent liegt, sollte man sich aber schleunigst in die Spur machen, und die Kontrollen vollenden!
