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Verbandsversammlung des TAZ

Donnerstag, 09. Dezember 2010, 22:50 Uhr
Heute fand die 5. öffentliche Verbandsversammlung 2010 des Trink- und Abwasserzweckverbandes (TAZ) in Sondershausen statt. Um was es alles ging, erfahren Sie hier...

Geleitet wurde die Sitzung von Joachim Kreyer, da der eigentliche Vorsitzende erkrankt war. Zuerst ging es um den Beschluss über die Haushaltssatzung und den Wirtschaftsplan 2011. Geplant sind 13.112.060 Euro an Erträgen, denen ein Aufwand von 12.823.557 Euro gegenüber stehen. Wenn alles klappt winkt ein Gewinn in Höhe von 288.503 Euro. Haushaltssatzung und den Wirtschaftsplan 2011 wurden einstimmig verabschiedet.

Für die Sparten Trinkwasser und Abwasser wurde über die Finanzplänen getrennte Beschlüsse gefasst, die aber alle einstimmig waren. Für 2011 hat man sich Investitionen in Höhe von rund einer Million Euro vorgenommen, etwas weniger als 2010, in denen es 1,5 Millionen Euro waren. Schwerpunkt bei den Investitionen ist der Verbindungssammler Wiedermuth. Auch der Beschluss über die Wahl des Wirtschaftsprüfers (Mittelrheinische Treuhand) für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 Bereich Trinkwasser und Bereich Abwasser erfolgte einstimmig.

Danach gab es Informationen zum jetzigen Stand des Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK) 2010 – 2024, die durch das Ingenieurbüro Bach Sondershausen erfolgte. Im Zeitraum der nächsten 15 Jahre sind 10 neue Kläranlagen angedacht.

Los gehen soll es 2012 mit Thalebra (mit Anschluss Himmelsberg, Schernberg und Gundersleben). Danach folgen 2013/14 Großenehrich (mit Anschluss Wenigenehrich), 2015 Freienbessingen, 2017 Großbrüchter (mit Anschluss Kleinbrüchter), 2018 Abtsbessingen (mit Anschluss Allmenhausen, Billeben und Rockstedt), 2010 Niederspier, 2021 Rohnstedt, 2022 Feldengel, 2023 Bendeleben und 2025 Keula.

Neben der Sanierung maroder Ortsnetze sollen Peukendorf und Thüringenhausen Kleinkläranlagen bekommen. Für den Zeitraum 21010 bis 2015 sind 13,3 Millionen Euro vorgesehen, die mit 2,4 Millionen Euro gefördert werden. Mittel- und langfristig sollen von 2016 bis 2014 rund 27,4 Millionen Euro investiert werden.

Zu den vorgesehen Maßnahmen des ABK sagte Wilhelm Schreier Geschäftsführer des TAZ, dass das noch keine Ausführungsplanung sei. Nur wer in den Maßnahmen des ABK drin ist, muss als Einwohner keine voll biologische Kleinkläranlage bauen. Aber auch wer in den ABK mit dabei ist kann trotzdem noch Entscheiden ob er zentral angeschlossen werden will, oder auf eigenständige Kleinkläranlage setzen will. Die Kostenvergleichrechnungen werden unabhängig von den geplanten Maßnahmen vor der Bauausführungsplanung durchgeführt, so Joachim Kreyer.

In den nächsten Tagen werden die Auslegetermine festgelegt, ab wann die ABK in den Räumen des TAZ zur Einsicht auslegen. Auch dort ist für jeden Ort schon eine Kostenvergleichrechnung sichtbar, so der Werkleiter Hans-Peter Schwarzbach.

In der Bürgerfragestunde kam auch der einzige Gast zu Wort. Es ging um die Wasserversorgung im Gebiet Greußen und Clingen. Dort soll es Schwankungen in der Güte des Wasser gegeben haben. Wilhelm Schreier räumte ein, dass es zu Schwankungen im Härtegrad des Wasser kommen kann, weil es aus betriebstechnischen Gründen kein konstantes Mischungsverhältnis bei der Zumischung von Fernwasser gibt. Der Härtegrad von 20 Grad deutscher Härte sei aber nie überschritten worden.

Probleme bereitet zurzeit der Verbraucherbeirat. Obwohl er halbjährig tagen sollte, ist er wohl 2010 noch nicht ein einziges Mal zusammengetreten. Obwohl der TAZ dafür nicht verantwortlich ist, will er Unterstützung geben. Die Bürgermeister (so Kreyer) wollen mit Schreiben an die Mitglieder des Verbraucherbeirates die Sache wieder in Gang bringen.

Ein Lob von der Gemeinde Wasserthaleben ging an den TAZ, weil man in der Frage der Hydranten schnelle Unterstützung gewährt hatte.

Autor: khh

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