Liszt Schwerpunkt für Thüringen
Mittwoch, 29. Dezember 2010, 07:01 Uhr
Walsmann: Lisztjahr bietet viele Gelegenheiten für das Kulturland Thüringen im Herzen Europas zu werben. Hier gibt es auch schon mal einen weiteren Tipp für Sondershausen...
Der Freistaat Thüringen wird im kommenden Jahr den 200. Geburtstag des Komponisten Franz Liszt mit seinem kulturellen Themenjahr Franz Liszt 1811-1886. Ein Europäer in Thüringen mit rund 200 Konzerten, Wettbewerben, Ausstellungen und Installationen feiern.
Thüringens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Marion Walsmann, erklärte heute (Dienstag, 28. Dezember) aus diesem Anlass: Das Wirken und Schaffen Franz Liszts soll uns Ansporn und Orientierung sein, das europäische Miteinander weiter voranzubringen. Liszt lebte als Europäer viele Jahre in Weimar und setzte dort die von Goethe, Schiller, Herder und Wieland begonnene kulturelle und humanistische Tradition fort. Sein Name steht wie die der Klassiker für den internationalen Rang der Kulturregion Thüringen. Das Lisztjahr 2011 wird uns deshalb viele Gelegenheiten bieten, die Einzigartigkeit des Kulturlandes Thüringen im Herzen Europas und seine Bedeutung für die europäische Kulturgeschichte einer breiten internationalen Öffentlichkeit näher zu bringen.
Nach den Worten der Ministerin werde Liszt nicht nur als Komponist, sondern vor allem als europäischer Künstler gewürdigt. Dies entspreche tatsächlich seiner kosmopolitischen Persönlichkeit und Wirkung. Walsmann sagte weiter: Liszt war einer der ersten supranationalen, europäischen Künstler, wenn er sich auch immer zu seinem Heimatland Ungarn bekannte. Ein Kosmopolit zu sein, zu denken, zu reden, zu komponieren war im Übrigen in der nationalstaatlichen Ausrichtung seiner und mehr noch der nachfolgenden Zeit für die Verbreitung seines Werkes durchaus hinderlich. Sein Schicksal verdeutlicht uns heute, wie steinig der Weg in das friedlich geeinte Europa war. Wir müssen alles dafür tun, um dieses Geschenk der Geschichte zu nutzen und weiter an der friedlichen Ausgestaltung unseres Kontinents arbeiten.
Hinweis: Die Landesregierung Thüringens hat 2008 beschlossen, das Jahr 2011 als kulturelles Themenjahr dem großen europäischen Musiker Franz Liszt zu widmen. Liszt ist in besonderer Weise mit Thüringen verbunden. Neben Johann Sebastian Bach war er der herausragende Musiker in dieser zentralen deutschen Kulturregion. Als phänomenaler Pianist, als Dirigent und Komponist, als Lehrer und Musikorganisator dominierte er das hiesige Musikleben in der Mitte des 19. Jahrhunderts und strahlte damit geografisch wie zeitlich weithin aus.
Das kulturelle Themenjahr steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Christine Lieberknecht, und des Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Professor Dr. Jerzy Buzek. Die besondere internationale Bedeutung des Themenjahres symbolisiert darüber hinaus die Zusammensetzung des Ehrenkomitees unter Vorsitz der Ururenkelin Liszts, Dr. Nike Wagner.
Die Initiative für das Liszt-Jahr ging von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar mit ihrem Franz-Liszt-Zentrum aus; diese zeichnet auch maßgeblich mit verantwortlich für das beeindruckende Jahresprogramm, das u. a. die von der Klassik Stiftung Weimar konzipierte Landesausstellung zu Franz Liszt umfasst.
Einen weiterer Höhepunkt wird es Ende Juni in Sondershausen geben. Im Schlossmuseum wird es eine Sonderaussettung geben.
Mit Franz Liszt (1811-1886) und Carl Scheppig (1803-1885) werden in der Ausstellung zwei Zeitzeugen im Mittelpunkt stehen, deren Lebenswege und Reputation sich stark voneinander unterscheiden aber eben doch mit Sondershausen verbunden sind.
Der eine davon war hochberühmt und geehrt als Musiker, Weltbürger, dessen Wege hin und wieder nach Sondershausen führten und der andere war Architekt, Schinkel-Schüler, vergleichsweise unbekannt, mit großem Potential, jedoch durch die Umstände eingeschränkt, mit Lebensmittelpunkt in Sondershausen.
Beide waren dem Zeitgeist verpflichtet und offen für Innovationen und beide von einem Italienerlebnis berührt. Die Ausstellung stellt Zeugnisse dieser Rezeption in Musik und Architektur vor.
Mit der Lohhalle, einem Musikpavillon für die Fürstliche Hofkapelle in Sondershausen, hatte der Architekt Scheppig auch der Musik Franz Liszts eine prägnante Aufführungsstätte geschaffen. Notenmaterial der in Sondershausen gespielten neudeutschen Musiker, Konzertprogramme und Rezensionen werden ausgestellt, ebenso Zeichnungen und architektonische Entwürfe Scheppigs.
Die Ausstellung und der zugehörige Katalog sollen beitragen, das Wirken des Sondershäuser Baurates und Architekten Carl Scheppig im Kontext des deutschen Spätklassizismus stärker bekannt zu machen.
Veranstaltungsort ist das Schloss Sondershausen Nähere Informationen unter Tel: 03632-622400, oder schloss@sondershausen.de oder unter www.sonderhausen.de
Ausstellungsdauer 20.06.2011 - 23.10.2011
Dienstag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Mittwoch: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Freitag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Samstag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Sonntag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Preise
2,- € bzw. Museumseintrittspreise für Ausstellungs- und Museumsbesuch: 5,- €, ermäßigt: Rentner, Kurkarte, ADAC-Mitglieder 4,- €; Schüler/Studenten 3,- €
Autor: khhDer Freistaat Thüringen wird im kommenden Jahr den 200. Geburtstag des Komponisten Franz Liszt mit seinem kulturellen Themenjahr Franz Liszt 1811-1886. Ein Europäer in Thüringen mit rund 200 Konzerten, Wettbewerben, Ausstellungen und Installationen feiern.
Thüringens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Marion Walsmann, erklärte heute (Dienstag, 28. Dezember) aus diesem Anlass: Das Wirken und Schaffen Franz Liszts soll uns Ansporn und Orientierung sein, das europäische Miteinander weiter voranzubringen. Liszt lebte als Europäer viele Jahre in Weimar und setzte dort die von Goethe, Schiller, Herder und Wieland begonnene kulturelle und humanistische Tradition fort. Sein Name steht wie die der Klassiker für den internationalen Rang der Kulturregion Thüringen. Das Lisztjahr 2011 wird uns deshalb viele Gelegenheiten bieten, die Einzigartigkeit des Kulturlandes Thüringen im Herzen Europas und seine Bedeutung für die europäische Kulturgeschichte einer breiten internationalen Öffentlichkeit näher zu bringen.
Nach den Worten der Ministerin werde Liszt nicht nur als Komponist, sondern vor allem als europäischer Künstler gewürdigt. Dies entspreche tatsächlich seiner kosmopolitischen Persönlichkeit und Wirkung. Walsmann sagte weiter: Liszt war einer der ersten supranationalen, europäischen Künstler, wenn er sich auch immer zu seinem Heimatland Ungarn bekannte. Ein Kosmopolit zu sein, zu denken, zu reden, zu komponieren war im Übrigen in der nationalstaatlichen Ausrichtung seiner und mehr noch der nachfolgenden Zeit für die Verbreitung seines Werkes durchaus hinderlich. Sein Schicksal verdeutlicht uns heute, wie steinig der Weg in das friedlich geeinte Europa war. Wir müssen alles dafür tun, um dieses Geschenk der Geschichte zu nutzen und weiter an der friedlichen Ausgestaltung unseres Kontinents arbeiten.
Hinweis: Die Landesregierung Thüringens hat 2008 beschlossen, das Jahr 2011 als kulturelles Themenjahr dem großen europäischen Musiker Franz Liszt zu widmen. Liszt ist in besonderer Weise mit Thüringen verbunden. Neben Johann Sebastian Bach war er der herausragende Musiker in dieser zentralen deutschen Kulturregion. Als phänomenaler Pianist, als Dirigent und Komponist, als Lehrer und Musikorganisator dominierte er das hiesige Musikleben in der Mitte des 19. Jahrhunderts und strahlte damit geografisch wie zeitlich weithin aus.
Das kulturelle Themenjahr steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Christine Lieberknecht, und des Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Professor Dr. Jerzy Buzek. Die besondere internationale Bedeutung des Themenjahres symbolisiert darüber hinaus die Zusammensetzung des Ehrenkomitees unter Vorsitz der Ururenkelin Liszts, Dr. Nike Wagner.
Die Initiative für das Liszt-Jahr ging von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar mit ihrem Franz-Liszt-Zentrum aus; diese zeichnet auch maßgeblich mit verantwortlich für das beeindruckende Jahresprogramm, das u. a. die von der Klassik Stiftung Weimar konzipierte Landesausstellung zu Franz Liszt umfasst.
Einen weiterer Höhepunkt wird es Ende Juni in Sondershausen geben. Im Schlossmuseum wird es eine Sonderaussettung geben.
Mit Franz Liszt (1811-1886) und Carl Scheppig (1803-1885) werden in der Ausstellung zwei Zeitzeugen im Mittelpunkt stehen, deren Lebenswege und Reputation sich stark voneinander unterscheiden aber eben doch mit Sondershausen verbunden sind.
Der eine davon war hochberühmt und geehrt als Musiker, Weltbürger, dessen Wege hin und wieder nach Sondershausen führten und der andere war Architekt, Schinkel-Schüler, vergleichsweise unbekannt, mit großem Potential, jedoch durch die Umstände eingeschränkt, mit Lebensmittelpunkt in Sondershausen.
Beide waren dem Zeitgeist verpflichtet und offen für Innovationen und beide von einem Italienerlebnis berührt. Die Ausstellung stellt Zeugnisse dieser Rezeption in Musik und Architektur vor.
Mit der Lohhalle, einem Musikpavillon für die Fürstliche Hofkapelle in Sondershausen, hatte der Architekt Scheppig auch der Musik Franz Liszts eine prägnante Aufführungsstätte geschaffen. Notenmaterial der in Sondershausen gespielten neudeutschen Musiker, Konzertprogramme und Rezensionen werden ausgestellt, ebenso Zeichnungen und architektonische Entwürfe Scheppigs.
Die Ausstellung und der zugehörige Katalog sollen beitragen, das Wirken des Sondershäuser Baurates und Architekten Carl Scheppig im Kontext des deutschen Spätklassizismus stärker bekannt zu machen.
Veranstaltungsort ist das Schloss Sondershausen Nähere Informationen unter Tel: 03632-622400, oder schloss@sondershausen.de oder unter www.sonderhausen.de
Ausstellungsdauer 20.06.2011 - 23.10.2011
Dienstag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Mittwoch: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Freitag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Samstag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Sonntag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Preise
2,- € bzw. Museumseintrittspreise für Ausstellungs- und Museumsbesuch: 5,- €, ermäßigt: Rentner, Kurkarte, ADAC-Mitglieder 4,- €; Schüler/Studenten 3,- €
