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Das neue Gesicht

Sonntag, 16. Januar 2011, 11:05 Uhr
Der neue Geschäftsführer der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES) – Prof. Dr-Ing. Jan-Henrich Florin ist sein einigen Tagen in seiner neuen Tätigkeit aktiv. Hobbyschriftsteller Hans-Jürgen Schmidt, der schon viel über den regionalen Bergbau veröffentlichte, besuchte ihn letzte Woche...

Beim Hauptgesellschafter der GSES , der Star Capital Partners aus London gab es Entscheidungen zu Veränderungen auf der Ebene der Geschäftsführer. Ralph Haase der Geschäftsführer für Technik hat im gegenseitigen Einvernehmen das Unternehmen verlassen, wie Japp van Engers, bisheriger kaufmännischer Geschäftsführer, informierte. Als neuer Geschäftsführer wurde Prof. Dr. Jan-Henrich Florin berufen. Einen unbefristeten Vertrag hat Prof. Dr. Florin am 23.12.2010 unterschrieben. Er wird in Zukunft den technischen und den kaufmännischen Sektor in Kooperation leiten. Ein verantwortungsbewusste Arbeit, zu der er sicher die Voraussetzungen mitbringt. Der bisherige kaufmännische Geschäftsführer Japp van Engers will sich langsam aus dem operativen Geschäft zurückziehen und sich anderen Aufgaben zuwenden, wie er in einem Gespräch mitteilte.

Prof. Dr-Ing. Jan-Henrich Florin (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) Prof. Dr-Ing. Jan-Henrich Florin (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)

Die Vita von Prof. Dr. Florin dokumentiert, dass er Berufserfahrungen im Inn – und Ausland gesammelt hat. Leitende Tätigkeiten (technisches und kaufmännisches Controlling) im Zinkerzbergbau in Südfrankreich, im Zinnerzbergbau in Malaysia und Thailand, im Kohlebergbau der USA, Australien und Venezuela, in den Konzernen der Degussa AG, bei REW und bei Vattenfall in Cottbus und nicht zuletzt die Gastprofessur an der Bergakademie Freiberg für Rohstoff und Energiewirtschaft erbrachten ein Wissen, dass man als Geschäftsführer bei der GSES benötigt.

Seine Heimatorte Essen und später Cottbus werden wohl der Geschichte angehören. Mit seiner Ehefrau und den 3 Kindern will er ein Einwohner von Sondershausens werden. Er ist zurzeit auf Wohnungssuche. Er empfindet Sondershausen mit seinen kulturellen Einrichtungen als wohltuend und als passionierter Radfahrer bietet die Umgebung von Sondershausen alle Möglichkeiten, um sich zu entspannen, obwohl es die wenigen Radwege im Westteil des Kyffhäuserkreises ihm sicher nicht gerade leicht machen werden.

Der Belegschaft der GSES begegnet er mit viel Respekt, wie er es formulierte. Es ist eine „gute Mannschaft“. Sorge bereitet ihn der Altersdurchschnitt. „Wir müssen noch viel Überzeugungsarbeit leisten, um Jugendliche für den Bergmannsberuf zu begeistern“, betonte er. Das Lehrlingsrevier untertage und die jetzige Ausbildung mit der Berufsschule auf dem Schachtgelände bieten dazu alle Voraussetzungen.

Fragt man nach der Perspektive der GSES, so werden von ihm folgende Felder ausgewiesen:
1. Die rasante Entwicklung der Deponie untertage verlangt eine Konsolidierung.
2. Die Steinsalzproduktion mit 300 000 t pro Jahr soll weiter optimiert werden.
3. Das Besucherbergwerk mit seinen 30 000 Besuchern pro Jahr soll als festes Standbein der GSES beibehalten werden.
4. Die Haldenbewirtschaftung steht weiterhin bei ihm auf der Agenda und könnte eines Tages für den Tourismus von Interesse sein.
5. Und nicht zuletzt werden die Gedanken für eine zukünftige Kaliproduktion aktiviert. Die Lagerstätte bietet dazu alle Voraussetzungen.

All dies muss kausal betrachtet werden und gegenseitig abgestimmt sein, so Prof. Dr. Jan-Henrich Florin. Für ihn ist klar, für die GSES gibt es eine gute Perspektive und das sollten vor allem Jugendliche beachten, wenn es um berufliche Perspektiven geht. Besser mal regelmäßig früh aufstehen und Nachtschichten zu fahren, als regelmäßig "auf der Straße zu stehen", sprich Arbeit zu suchen, kann ich als ehemaliger Bergmann nur sagen.
Hans-Jürgen Schmidt
Autor: khh

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