Warnung vor Rückzug
Dienstag, 08. Februar 2011, 13:36 Uhr
Der auch für Thüringen sprechende Landesverband Elbe-Saale e. V des Verkehrsclubs Deutschlunds warnt vor Rückzug aus der Fläche. Thüringens Minister für Landesentwicklung und Verkehr Carius hatte angekündigt, die Zahl der sogenannten Grundzentren deutlich zu reduzieren...
Mit großer Besorgnis hat der ökologische Verkehrsclub VCD Landesverband Elbe-Saale auf Aussagen von Verkehrsminister Carius reagiert, die Zahl der sogenannten Grundzentren bei der Fortschreibung
des Landesentwicklungsplans erheblich reduzieren zu wollen.
Momentan gibt es 129 thüringische Grundzentren in denen ein Mindestangebot an zentralen Einrichtungen vorgehalten werden soll. Dazu zählen beispielsweise eine bestimmte Art und Anzahl von Schulen, Arztpraxen, Sportanlagen und Verwaltungseinrichtungen.
Wenn diese Einrichtungen nach und nach aus der Fläche verschwinden, dann bringt das für sehr viele Menschen Probleme mit sich. Insbesondere ältere Einwohner, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, aber auch Familien mit Kindern, haben hier das große Nachsehen, so VCD-Vorstandssprecher Andreas Grimm. Die weitere Konzentration von Versorgungseinrichtungen führt zu mehr Verkehr.
Das Land sollte jedoch auf sinnvolle Verkehrsvermeidungsstrategien setzen, damit nicht noch mehr Menschen unter Lärm und Luftverschmutzung durch Verkehr zu leiden haben und Mobilität nicht noch teurer wird. Die Vorschläge des Verkehrsministers scheinen jedoch in die genaue Gegenrichtung zu führen, hin zu mehr Verkehr.
Der VCD fordere das Land Thüringen auf, den Landesentwicklungsplan zu nutzen um auch im Bereich des Verkehrs zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln, die nicht zu einem weiteren Anstieg der Umweltbelastungen führen, so der VCD-Sprecher. Auch dem VCD ist klar, dass die Kommunen das Grundangebot in dem bisherigen Umfang immer weniger finanzieren können. Darauf müssen wir mit intelligenten Konzepten reagieren.
Kommunale Verwaltungseinrichtungen könnten z. B. eingespart werden, wenn sichergestellt ist, dass es alternative Kontaktmöglichkeiten zu Verwaltungen über das Internet oder über eine einheitliche Behördenrufnummer gibt, wie sie momentan u. a. in Dresden getestet wird. Dabei muss natürlich gewährleistet werden, dass auch ältere Bürger nicht ausgeschlossen werden, so VCD-Sprecher Grimm.
Bedenklich sei es auch, wenn im Freistaat Thüringen attraktive Nahverkehrsangebote aus der Fläche verschwinden. Die geplante Einstellung der Bahnlinie Gotha-Gräfenroda vernachlässige die Umweltfreundlichkeit, Bequemlichkeit und Wetterunabhängigkeit des Verkehrsmittels Bahn. Der VCD warne das Land davor, im Kleinen den gleichen Fehler zu machen wie Die Bahn bundesweit und nur auf die wichtigsten Verbindungen zu setzen und die Flächenanbindung zu vernachlässigen.
Verkehrsclub Deutschland (VCD),
Landesverband Elbe-Saale e. V.
Autor: khhMit großer Besorgnis hat der ökologische Verkehrsclub VCD Landesverband Elbe-Saale auf Aussagen von Verkehrsminister Carius reagiert, die Zahl der sogenannten Grundzentren bei der Fortschreibung
des Landesentwicklungsplans erheblich reduzieren zu wollen.
Momentan gibt es 129 thüringische Grundzentren in denen ein Mindestangebot an zentralen Einrichtungen vorgehalten werden soll. Dazu zählen beispielsweise eine bestimmte Art und Anzahl von Schulen, Arztpraxen, Sportanlagen und Verwaltungseinrichtungen.
Wenn diese Einrichtungen nach und nach aus der Fläche verschwinden, dann bringt das für sehr viele Menschen Probleme mit sich. Insbesondere ältere Einwohner, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, aber auch Familien mit Kindern, haben hier das große Nachsehen, so VCD-Vorstandssprecher Andreas Grimm. Die weitere Konzentration von Versorgungseinrichtungen führt zu mehr Verkehr.
Das Land sollte jedoch auf sinnvolle Verkehrsvermeidungsstrategien setzen, damit nicht noch mehr Menschen unter Lärm und Luftverschmutzung durch Verkehr zu leiden haben und Mobilität nicht noch teurer wird. Die Vorschläge des Verkehrsministers scheinen jedoch in die genaue Gegenrichtung zu führen, hin zu mehr Verkehr.
Der VCD fordere das Land Thüringen auf, den Landesentwicklungsplan zu nutzen um auch im Bereich des Verkehrs zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln, die nicht zu einem weiteren Anstieg der Umweltbelastungen führen, so der VCD-Sprecher. Auch dem VCD ist klar, dass die Kommunen das Grundangebot in dem bisherigen Umfang immer weniger finanzieren können. Darauf müssen wir mit intelligenten Konzepten reagieren.
Kommunale Verwaltungseinrichtungen könnten z. B. eingespart werden, wenn sichergestellt ist, dass es alternative Kontaktmöglichkeiten zu Verwaltungen über das Internet oder über eine einheitliche Behördenrufnummer gibt, wie sie momentan u. a. in Dresden getestet wird. Dabei muss natürlich gewährleistet werden, dass auch ältere Bürger nicht ausgeschlossen werden, so VCD-Sprecher Grimm.
Bedenklich sei es auch, wenn im Freistaat Thüringen attraktive Nahverkehrsangebote aus der Fläche verschwinden. Die geplante Einstellung der Bahnlinie Gotha-Gräfenroda vernachlässige die Umweltfreundlichkeit, Bequemlichkeit und Wetterunabhängigkeit des Verkehrsmittels Bahn. Der VCD warne das Land davor, im Kleinen den gleichen Fehler zu machen wie Die Bahn bundesweit und nur auf die wichtigsten Verbindungen zu setzen und die Flächenanbindung zu vernachlässigen.
Verkehrsclub Deutschland (VCD),
Landesverband Elbe-Saale e. V.
