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Neues aus Berlin (11)

Mittwoch, 09. Februar 2011, 19:03 Uhr
Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Kersten Steinke (Die Linke) zum Thema: „Bahnsicherheit“ und unterstreiche die Forderung der Linken „Sicherungstechnik auf Bahnstrecken bis Mitte 2012“...

Kersten Steinke, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE aus Bad Frankenhausen, fordert, endlich Lehren aus dem Eisenbahnunglück bei Hordorf zu ziehen. Bei dem Zusammenprall zweier Züge waren zehn Menschen getötet und zahlreiche weitere schwer verletzt worden. „Dabei war der Deutschen Bahn die Gefährlichkeit der Bahnstrecke seit vielen Jahren bekannt“, so Kersten Steinke. Erst 2006 waren nur wenige Kilometer von der Unglücksstelle entfernt beinahe zwei Personenzüge zusammengeprallt.

„Die Unfälle hätten vermieden werden können, wenn sich die Bahn an ihre eigenen Vorgaben gehalten hätte“, betont Steinke. Nach einem Zugunglück im nordthüringischen Kleinfurra im Juni 1996 mit zwei Toten und Verletzten hatte sich die Bahn im Jahr 2000 dazu verpflichtet, ihr Schienennetz mit dem Sicherungssystem PZB auszustatten, das Züge nach dem Überfahren eines Haltesignals automatisch stoppt. Knapp 1.100 Kilometer Bahnstrecke in Thüringen sind eingleisig und niemand bei der Bahn hat eine Übersicht, welche Strecken davon gesichert sind. Bundesweit hat man in den letzten beiden Jahren gerade mal 600 km Gleise mit dem Sicherungssystem ausgestattet.

DIE LINKE im Bundestag fordert daher, das Schienennetz der Bahn flächendeckend mit Sicherungstechnik auszurüsten und zwar innerhalb der nächsten 18 Monate.
Wahlkreisbüro Kersten Steinke
Autor: khh

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