Heimatgeschichte erlebbar gestaltet
Sonntag, 13. Februar 2011, 10:41 Uhr
Gemäß den Statuten hat jeder Verein eine Jahreshauptversammlung durchzuführen, auf der über das Geleistete im vergangenen Jahr gesprochen wird. Auch der Nordhäuser Geschichtsverein zog jetzt Bilanz.
Regionale Historie aufzuarbeiten und den Südharzern Heimatgeschichte näher zu bringen ist das Hauptanliegen des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum nach der Wiedergründung am 14. Mai 1991 begeht. Auf vielfältigen Veranstaltungen erhalten interessierte Bürger Heimatgeschichte anschaulich und hautnah vermittelt. Die hohen Besucherzahlen bei den monatlichen Themenabenden und die rege Beteiligung an Exkursionen sind Ausdruck des interessanten und ansprechenden Vereinslebens, das für alle Südharzer offen ist.
Nun legte der Vorsitzende des Vereins, Hans-Jürgen Grönke, Rechenschaft über die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr ab. Zu Beginn der Jahreshauptversammlung gedachten die Anwesenden mit einer Schweigeminute der 2010 verstorbenen Vereinsmitglieder.
Anschließend berichtete Grönke über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins. Die informativen Vereinsabende im Vereinshaus Thomas Mann jeden zweiten Dienstag im Monat fanden großen Anklang bei den Südharzern - zwischen 30 und 60 kamen durchschnittlich zu den Themenabenden. Sehr gut besucht waren u. a. die Vorträge von Klaus Richter aus Wernigerode, der über den Brocken- ein deutscher. Berg- ein deutsches. Schicksal referierte und von Dr. Karl Feldkirch aus Bremen, der über die Rolande in Deutschland berichtete. Großen Anklang fanden auch die Themenabende über Höhlen und Altbergbau im Südharz mit Klaus Jürgen Fritz aus Halle, Die Eisenbahn von Nordhausen nach Erfurt mit dem Bahn-Experten Paul Lauerwald sowie Bernwart von Hildesheim – ein Geistlicher und Künstler mit Heinrich Ebeling aus Bad Sachsa und Nordhäuser Brunnen, der von Frank und Gundula Lawrenz in beeindruckender Weise gestaltet wurde. Nachhaltig blieb auch die Weihnachtsfeier in Erinnerung, auf der Herbert Schöffel vom Museum Tabakspeicher den DEFA-Dokumentarfilm Der Goldene Boden vorführte, der das 5-jährige Bestehen der Produktionsgenossenschaft des Malerhandwerks 8. Mai zum Inhalt hatte.
Großen Zuspruch gab es bei den vom Nordhäuser Geschichtsverein organisierten Exkursionen, so die Auto/Zug-Exkursion unter Leitung von Paul Lauerwald nach Walkenried statt. Hier wurde die Gipsausstellung besucht. Eine Wanderung unter Leitung von Fritz und Michael Reinboth (Walkenried) durch den Tunnel nach Ellrich und der Besuch des Heimatmuseums Ellrich schlossen sich an. Für eine Autoexkursion zur Stecklenburg, zur romanischen Kirche mit Friedhof in Quedlinburg sowie zur Rosenburg, zeichnete Vereinsmitglied Helmut Warnecke verantwortlich, Ende August leitete der Vereinschef die Exkursion nach Wolfenbüttel, wo ein Rundgang durch den Ort, das Museum und die historische Bibliothek, auf dem Programm standen. Das Programm für die Busexkursion hatte Herr Peter Pohl zusammengestellt. Anlaufpunkte waren das Schloss in Seeburg mit Führung, eine Weinverkostung im Weingut Höhnstedt sowie die Friedeburg.
Ein wichtiger Aspekt der Vereinsarbeit ist die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, die sich u. a. im Referentenaustausch widerspiegelte. Beispiele dafür sind der Sangerhäuser, der Sondershäuser und der Neustädter Geschichtsverein, die Niedersächsischen Heimatfreunde, der Harzverein für Geschichte und Altertumskunde bzw. der Förderverein Park Hohenrode und Straußberg.
Ein besonderer Dank sei an dieser Stelle allen Referenten und Exkursionsleitern ausgesprochen, die uneigennützig ihre Kenntnisse und ihre Zeit in die Vereinsarbeit eingebracht haben. Wir danken auch allen Autoren, die Aufsätze für die ‚Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis’ zur Verfügung gestellt haben. Dank Ihrer Initiative konnte im vergangenen Jahr der 35. Band vor allem durch unseren Verein herausgegeben werden. Damit dieses Periodikum, eine der wenigen, die aus der DDR – Zeit über die Wende bis heute ununterbrochen erscheint, sind wir auch weiterhin für interessanten Beiträge sehr dankbar. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass die Anzahl der Mitglieder mit 82 sowie 12 kooptierenden Mitgliedern konstant geblieben ist, so Grönke.
Auch für das Jahr 2011 hat sich der Geschichtsverein anspruchsvolle Ziele gestellt. Es werden wieder zehn interessante Vorträge die Vereinsabende bereichern, so u. a. die Das Dorf der Einwanderer. Siedler der polnischen Przeworsk-Kultur bei Leimbach (März), Straßen in Nordhausen (Mai), Steinbrüche am und im Kyffhäuser Gebirge (September) und die Geschichte der geregelten Forstwirtschaft (November). Exkursionen nach Halberstadt, ins Nordeichsfeld und zur Burg Wettin komplettieren das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsvereins, zu den interessierte Bürger stets willkommen sind.
Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung sprach Vereinsmitglied Helmut Warnecke über den Königshof Bodfeld und was man darüber in vorwiegend älteren Schriften lesen kann. Beispielsweise dass er einer der geschichtsträchtigsten Orte des Harzes ist, die Bezeichnung Bodfeld überhaupt die älteste Ortsbezeichnung des Harzes darstellt , dass dieser 17 Mal von Kaisern und Königen aufgesucht und unzählige Urkunden dort ausgestellt wurden. Der Tod Kaiser Heinrich III. in Bodfeld im Beisein des Papstes wurde in diesen Schriften besonders ausführlich behandelt. Warnecke ging auch auf die unbefriedigenden Ergebnisse von Ausgrabungen ein. Bilder, Grundrisszeichnungen und Fotos von den selten sichtbaren Resten der Trogfurter Brücken rundeten den interessanten Kurzvortrag ab .
Autor: rhRegionale Historie aufzuarbeiten und den Südharzern Heimatgeschichte näher zu bringen ist das Hauptanliegen des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum nach der Wiedergründung am 14. Mai 1991 begeht. Auf vielfältigen Veranstaltungen erhalten interessierte Bürger Heimatgeschichte anschaulich und hautnah vermittelt. Die hohen Besucherzahlen bei den monatlichen Themenabenden und die rege Beteiligung an Exkursionen sind Ausdruck des interessanten und ansprechenden Vereinslebens, das für alle Südharzer offen ist.
Nun legte der Vorsitzende des Vereins, Hans-Jürgen Grönke, Rechenschaft über die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr ab. Zu Beginn der Jahreshauptversammlung gedachten die Anwesenden mit einer Schweigeminute der 2010 verstorbenen Vereinsmitglieder.
Anschließend berichtete Grönke über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins. Die informativen Vereinsabende im Vereinshaus Thomas Mann jeden zweiten Dienstag im Monat fanden großen Anklang bei den Südharzern - zwischen 30 und 60 kamen durchschnittlich zu den Themenabenden. Sehr gut besucht waren u. a. die Vorträge von Klaus Richter aus Wernigerode, der über den Brocken- ein deutscher. Berg- ein deutsches. Schicksal referierte und von Dr. Karl Feldkirch aus Bremen, der über die Rolande in Deutschland berichtete. Großen Anklang fanden auch die Themenabende über Höhlen und Altbergbau im Südharz mit Klaus Jürgen Fritz aus Halle, Die Eisenbahn von Nordhausen nach Erfurt mit dem Bahn-Experten Paul Lauerwald sowie Bernwart von Hildesheim – ein Geistlicher und Künstler mit Heinrich Ebeling aus Bad Sachsa und Nordhäuser Brunnen, der von Frank und Gundula Lawrenz in beeindruckender Weise gestaltet wurde. Nachhaltig blieb auch die Weihnachtsfeier in Erinnerung, auf der Herbert Schöffel vom Museum Tabakspeicher den DEFA-Dokumentarfilm Der Goldene Boden vorführte, der das 5-jährige Bestehen der Produktionsgenossenschaft des Malerhandwerks 8. Mai zum Inhalt hatte.
Großen Zuspruch gab es bei den vom Nordhäuser Geschichtsverein organisierten Exkursionen, so die Auto/Zug-Exkursion unter Leitung von Paul Lauerwald nach Walkenried statt. Hier wurde die Gipsausstellung besucht. Eine Wanderung unter Leitung von Fritz und Michael Reinboth (Walkenried) durch den Tunnel nach Ellrich und der Besuch des Heimatmuseums Ellrich schlossen sich an. Für eine Autoexkursion zur Stecklenburg, zur romanischen Kirche mit Friedhof in Quedlinburg sowie zur Rosenburg, zeichnete Vereinsmitglied Helmut Warnecke verantwortlich, Ende August leitete der Vereinschef die Exkursion nach Wolfenbüttel, wo ein Rundgang durch den Ort, das Museum und die historische Bibliothek, auf dem Programm standen. Das Programm für die Busexkursion hatte Herr Peter Pohl zusammengestellt. Anlaufpunkte waren das Schloss in Seeburg mit Führung, eine Weinverkostung im Weingut Höhnstedt sowie die Friedeburg.
Ein wichtiger Aspekt der Vereinsarbeit ist die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, die sich u. a. im Referentenaustausch widerspiegelte. Beispiele dafür sind der Sangerhäuser, der Sondershäuser und der Neustädter Geschichtsverein, die Niedersächsischen Heimatfreunde, der Harzverein für Geschichte und Altertumskunde bzw. der Förderverein Park Hohenrode und Straußberg.
Ein besonderer Dank sei an dieser Stelle allen Referenten und Exkursionsleitern ausgesprochen, die uneigennützig ihre Kenntnisse und ihre Zeit in die Vereinsarbeit eingebracht haben. Wir danken auch allen Autoren, die Aufsätze für die ‚Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis’ zur Verfügung gestellt haben. Dank Ihrer Initiative konnte im vergangenen Jahr der 35. Band vor allem durch unseren Verein herausgegeben werden. Damit dieses Periodikum, eine der wenigen, die aus der DDR – Zeit über die Wende bis heute ununterbrochen erscheint, sind wir auch weiterhin für interessanten Beiträge sehr dankbar. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass die Anzahl der Mitglieder mit 82 sowie 12 kooptierenden Mitgliedern konstant geblieben ist, so Grönke.
Auch für das Jahr 2011 hat sich der Geschichtsverein anspruchsvolle Ziele gestellt. Es werden wieder zehn interessante Vorträge die Vereinsabende bereichern, so u. a. die Das Dorf der Einwanderer. Siedler der polnischen Przeworsk-Kultur bei Leimbach (März), Straßen in Nordhausen (Mai), Steinbrüche am und im Kyffhäuser Gebirge (September) und die Geschichte der geregelten Forstwirtschaft (November). Exkursionen nach Halberstadt, ins Nordeichsfeld und zur Burg Wettin komplettieren das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsvereins, zu den interessierte Bürger stets willkommen sind.
Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung sprach Vereinsmitglied Helmut Warnecke über den Königshof Bodfeld und was man darüber in vorwiegend älteren Schriften lesen kann. Beispielsweise dass er einer der geschichtsträchtigsten Orte des Harzes ist, die Bezeichnung Bodfeld überhaupt die älteste Ortsbezeichnung des Harzes darstellt , dass dieser 17 Mal von Kaisern und Königen aufgesucht und unzählige Urkunden dort ausgestellt wurden. Der Tod Kaiser Heinrich III. in Bodfeld im Beisein des Papstes wurde in diesen Schriften besonders ausführlich behandelt. Warnecke ging auch auf die unbefriedigenden Ergebnisse von Ausgrabungen ein. Bilder, Grundrisszeichnungen und Fotos von den selten sichtbaren Resten der Trogfurter Brücken rundeten den interessanten Kurzvortrag ab .

