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Die Tops und die Flops

Mittwoch, 23. Februar 2011, 14:53 Uhr
Die Statistiker halte so manchem Kommunalpolitiker immer wieder mal den Spiegel vor's Gesicht. So ist das auch bei der Wirtschaftskraft der einzelnen Landkreis. Gotha ist da der Spitzenreiter. Wo aber rangieren der Kyffhäuserkreis oder der Landkreis Nordhausen?

Übersicht (Foto: TLS) Übersicht (Foto: TLS)

Die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten im Jahr 2010 einen Umsatz in Höhe von 25,4 Milliarden Euro. Das waren 3,3 Milliarden Euro bzw. 14,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In allen Landkreisen und kreisfreien Städten Thüringens wurde der Aufschwung sichtbar. Spitzenreiter war nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der Landkreis Gotha, gefolgt vom Ilm-Kreis und der kreisfreien Stadt Eisenach.

Die Betriebe von fünf Landkreisen und zwei kreisfreien Städten erwirtschafteten im Jahr 2010 einen Umsatz in Höhe von 13,2 Milliarden Euro. Das war mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Thüringer Industriebetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten.

Der Landkreis Gotha konnte seine Spitzenposition im 4. Quartal festigen und erreichte im Jahr 2010 einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro. Er lag damit ganz knapp vor dem Spitzenreiter von 2009, dem Ilm-Kreis, mit ebenfalls 2,2 Milliarden Euro Umsatz. Als Dritter folgte die Stadt Eisenach mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro.

Zu den führenden Kreisen Thüringens gehörten weiterhin der Wartburgkreis (1,9 Milliarden Euro), der Saale-Orla-Kreis (1,7 Milliarden Euro), der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (1,6 Milliarden Euro) und die Stadt Jena (1,5 Milliarden Euro).

Der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt (Exportquote) betrug im Jahr 2010 im Durchschnitt 31,5 Prozent und stieg gegenüber 2009 um 1,0 Prozentpunkte. Über dem Thüringer Durchschnitt lagen
  • die Stadt Jena mit 46,0 Prozent,
  • der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 45,0 Prozent,
  • der Landkreis Sonneberg mit 38,3 Prozent,
  • der Kyffhäuserkreis mit 38,0 Prozent,
  • der Ilm-Kreis mit 32,7 Prozent
  • der Saale-Orla-Kreis mit 32,2 Prozent
  • die Stadt Weimar,
  • die Stadt Eisenach und
  • der Landkreis Sömmerda.
Lediglich 15,2 Prozent betrug der Exportanteil am Umsatz im Landkreis Nordhausen. Im Landkreis Altenburger Land waren es 17,2 Prozent, in der Stadt Gera 19,0 Prozent und im Landkreis Schmalkalden-Meiningen 19,5 Prozent. Bezogen auf die absolute Höhe der Exporte lag der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 730 Millionen Euro an der Spitze.

In den größeren Thüringer Industriebetrieben waren im Jahr 2010 im Monatsdurchschnitt 126 Tausend Personen tätig, 604 Personen weniger als im Jahr 2009. Trotz dieses Rückgangs konnte der Umsatz im Jahr 2010 um 3,3 Milliarden Euro gesteigert werden. Auch der Export wuchs 2010 um 1,3 Milliarden Euro.

Drei kreisfreie Städte und acht Landkreise hatten jedoch im Vergleich zu 2009 einen Zuwachs an Industriebeschäftigten. Spitzenreiter war die Stadt Erfurt mit einem Plus von 375 Personen. Ihr folgten der Saale-Orla-Kreis mit einem Zuwachs von 301 Beschäftigten, der Landkreis Sonneberg (+ 197 Personen), die Stadt Gera (+ 192 Personen), der Landkreis Nordhausen (+ 110 Personen) und der Wartburgkreis (+ 98 Personen) sowie der Ilm-Kreis (+ 97 Personen) und der Landkreis Eichsfeld (+ 88 Personen).

Einen hohen Rückgang der Beschäftigtenzahl wiesen vor allem der Landkreis Schmalkalden-Meiningen (- 681 Personen), die Stadt Suhl (- 362 Personen), die Stadt Jena (- 270 Personen), der Landkreis Gotha (- 226 Personen), der Landkreis Sömmerda (- 146 Personen) und der Unstrut-Hainich-Kreis (- 124 Personen) aus.
Autor: nnz

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