Ausstellung dürfte polarisieren
Samstag, 26. Februar 2011, 20:25 Uhr
Am Nachmittag eröffnete Museumsdirektorin Christa Hirschler im Schlossmuseum Sondershausen die neue Sonderausstellung "Angina Temporis". Mit der Kamera dabei, Ihre kn...
Im blauen Saal von Schloss Sondershausen waren bis auf eine komplette Sitzreihe (links die erste Reihe), nur noch einzelne Plätze frei, so groß war das Interesse an der Vernissage. Warum in der einen ersten Reihe keiner sitzen wollte, war schon seltsam. Das tat der Sache aber keinen Abbruch.
Anläßlich des 90. Geburtstages des Künstlers Werner Schubert-Deister war diese Ausstellung seiner Werke zusammengestellt worden. Werner Schubert-Deister war am 21.07.1921 in Hachelbich geboren worden und verstarb am 14.01.1991 in Hildesheim. Anlässlich der Ausstellungseröffnung waren Familienmitglieder wie die Ehefrau Christa Schubert-Deister (mit Blumenstrauß) und seine Söhne Jonas und David Deister erschienen. Jonas Deister hatte u.a. auch die Flyer zur Ausstellung entwickelt.
Unter den Gästen waren Künstler, wie Gerd Mackensen, Lars Tietje, Intendant und Geschäftsführer des Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH (drei Mitglieder des Lohorchester sorgten für die hervorragende musikalische Umrahmung), aber natürlich auch Bürgermeister Joachim Kreyer und seine 1. beigeordnete, Cornelia Kraffzick.
Bevor Christa Hirschler die Ausstellung eröffnete, dankte sie u.a. der Sparkassen-Museumsstiftung und der Sparkassenversicherung für die materielle Unterstützung. Mit Herbert Schönemann (Foto oben), ehemaliger künstlerischer Direktor der Kunsthalle Erfurt (Roter Ochse) hatte man auch einen sehr kompetenten Laudator gefunden, der das künstlerische Werk von Werner Schubert-Deister würdigte.
Werner Schubert-Deister war aber nicht nur Maler und Bildhauer, sondern auch ausgebildeter Musiker. Er studierte Bildende Kunst und war später abseits des offiziellen Kulturbetriebs der ehemaligen DDR als freischaffender Künstler tätig.
Jenseits der oberflächlich erfahrbaren Wirklichkeit eröffnen Schubert-Deisters psychogrammatische Arbeiten den Blick in das Wesen der Natur, der Technik und des menschlichen Lebens. Sein eigenständiges Werk zeugt von meisterlichem Handwerk und Experimentierfreude und ist das Ergebnis eines freien Geistes. Dieser freie Geist bedingte aber auch, dass Herbert Schönemann vom offiziellen Kunstbetrieb der damaligen DDR weitgehend ausgeschlossen wurde.
Das Schlossmuseum zeigt erstmals eine Gesamtschau seiner beeindruckenden 40-jährigen Schaffensgeschichte aus Grafik, Malerei und Bildhauerei, die bis zum 15. Mai 2011 zu sehen sein wird. Es ist in jedem Fall eine sehenswerte Ausstellung, die aber auch, dass zeigten erste Diskussionen, polarisieren dürfte. Das ist wohl gerade das, was diese Ausstellung so interessant macht.
Autor: khhIm blauen Saal von Schloss Sondershausen waren bis auf eine komplette Sitzreihe (links die erste Reihe), nur noch einzelne Plätze frei, so groß war das Interesse an der Vernissage. Warum in der einen ersten Reihe keiner sitzen wollte, war schon seltsam. Das tat der Sache aber keinen Abbruch.
Anläßlich des 90. Geburtstages des Künstlers Werner Schubert-Deister war diese Ausstellung seiner Werke zusammengestellt worden. Werner Schubert-Deister war am 21.07.1921 in Hachelbich geboren worden und verstarb am 14.01.1991 in Hildesheim. Anlässlich der Ausstellungseröffnung waren Familienmitglieder wie die Ehefrau Christa Schubert-Deister (mit Blumenstrauß) und seine Söhne Jonas und David Deister erschienen. Jonas Deister hatte u.a. auch die Flyer zur Ausstellung entwickelt.
Unter den Gästen waren Künstler, wie Gerd Mackensen, Lars Tietje, Intendant und Geschäftsführer des Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH (drei Mitglieder des Lohorchester sorgten für die hervorragende musikalische Umrahmung), aber natürlich auch Bürgermeister Joachim Kreyer und seine 1. beigeordnete, Cornelia Kraffzick.
Bevor Christa Hirschler die Ausstellung eröffnete, dankte sie u.a. der Sparkassen-Museumsstiftung und der Sparkassenversicherung für die materielle Unterstützung. Mit Herbert Schönemann (Foto oben), ehemaliger künstlerischer Direktor der Kunsthalle Erfurt (Roter Ochse) hatte man auch einen sehr kompetenten Laudator gefunden, der das künstlerische Werk von Werner Schubert-Deister würdigte.
Werner Schubert-Deister war aber nicht nur Maler und Bildhauer, sondern auch ausgebildeter Musiker. Er studierte Bildende Kunst und war später abseits des offiziellen Kulturbetriebs der ehemaligen DDR als freischaffender Künstler tätig.
Jenseits der oberflächlich erfahrbaren Wirklichkeit eröffnen Schubert-Deisters psychogrammatische Arbeiten den Blick in das Wesen der Natur, der Technik und des menschlichen Lebens. Sein eigenständiges Werk zeugt von meisterlichem Handwerk und Experimentierfreude und ist das Ergebnis eines freien Geistes. Dieser freie Geist bedingte aber auch, dass Herbert Schönemann vom offiziellen Kunstbetrieb der damaligen DDR weitgehend ausgeschlossen wurde.
Das Schlossmuseum zeigt erstmals eine Gesamtschau seiner beeindruckenden 40-jährigen Schaffensgeschichte aus Grafik, Malerei und Bildhauerei, die bis zum 15. Mai 2011 zu sehen sein wird. Es ist in jedem Fall eine sehenswerte Ausstellung, die aber auch, dass zeigten erste Diskussionen, polarisieren dürfte. Das ist wohl gerade das, was diese Ausstellung so interessant macht.














