Alles paletti?
Dienstag, 01. März 2011, 10:55 Uhr
Wenn die Nordhäuser Arbeitsagentur zu Pressegesprächen nicht nur die Presse, sondern auch zwei Kammer-Vertreter einlädt, dann kann es eigentlich nur Positives zu vermelden geben...
Karsten Froböse, der Chef der Arbeitsagentur Nordhausen, kann für die drei Nordthüringer Landkreise einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen vermelden. Die nnz wird darüber noch ausführlich berichten. Von 12,3 auf 12,1 ist die Quote gegenüber Januar zurückgegangen. Was sich noch besser darstellen lässt, das ist der Vergleich zum vergangenen Jahr. Damals war es eine Quote von 13,8 Prozent. Also: alles bestens.
Bestens sieht es auch im Bereich der Industrie- und Handelskammer aus. Hier hätten in Nordthüringen die Unternehmen die Wirtschaftskrise nahezu unbeschadet überstanden. Dies ist jedoch weitestgehend der staatlichen Unterstützung geschuldet, was natürlich nicht explizit erwähnt wurde. Berufe mit einer fachlichen Qualifikation wie Mechaniker oder Elektriker sind mehr denn ja gefragt.
Laut dem Leiter der IHK in Nordhausen, Udo Rockmann, würden viele Unternehmer in ihrer Personalpolitik sehr vorsichtig agieren, ob denn der Aufschwung nachhaltig sei. Das jedoch werde sich in den kommenden Jahren deutlich ändern, auch hinsichtlich der Überführung von Zeitarbeit in reguläre Beschäftigung. Insgesamt mache sich Optimismus in Nordthüringen breit, vor allem was die Erwartungen betrifft. Viele Unternehmen haben angekündigt, ihren Personalbestand zu halten oder gar aufzustocken. Dieser Trend sei vor allem in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld sichtbar. Zunehmend gebe es eine Nachfrage nach Finanzierungsmöglichkeiten oder zu Fördermodalitäten.
Risiken wollte Rockmann allerdings auch nicht verschweigen. Das seien die nicht mehr kalkulierbaren Rohstoffpreise, die sich branchenübergreifend negativ auf die Ertragssituation auswirken würden.
Goldenen Zeiten sieht das Nordthüringer Handwerk entgegen. Wie Hauptgeschäftsführer Bernhard Senft dazu erläuterte, seien die Auftragsbücher im Bauhandwerk bis in das dritte Quartal dieses Jahres gefüllt. Vor allem der private oder der unternehmerische Bereich sei als Auftraggeber präsent. Die Auftragsvergabe der öffentlichen Hand werde hingegen zurückgehen, was sowohl mit dem Auslaufen des Konjunkturpakets sowie der miesen finanziellen Auslastung der Kommunen zusammenhängt. Zusammenfassend kann für das Handwerk gesagt werden, dass ein angenehmer Frühling bevorsteht.
Autor: nnzKarsten Froböse, der Chef der Arbeitsagentur Nordhausen, kann für die drei Nordthüringer Landkreise einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen vermelden. Die nnz wird darüber noch ausführlich berichten. Von 12,3 auf 12,1 ist die Quote gegenüber Januar zurückgegangen. Was sich noch besser darstellen lässt, das ist der Vergleich zum vergangenen Jahr. Damals war es eine Quote von 13,8 Prozent. Also: alles bestens.
Bestens sieht es auch im Bereich der Industrie- und Handelskammer aus. Hier hätten in Nordthüringen die Unternehmen die Wirtschaftskrise nahezu unbeschadet überstanden. Dies ist jedoch weitestgehend der staatlichen Unterstützung geschuldet, was natürlich nicht explizit erwähnt wurde. Berufe mit einer fachlichen Qualifikation wie Mechaniker oder Elektriker sind mehr denn ja gefragt.
Laut dem Leiter der IHK in Nordhausen, Udo Rockmann, würden viele Unternehmer in ihrer Personalpolitik sehr vorsichtig agieren, ob denn der Aufschwung nachhaltig sei. Das jedoch werde sich in den kommenden Jahren deutlich ändern, auch hinsichtlich der Überführung von Zeitarbeit in reguläre Beschäftigung. Insgesamt mache sich Optimismus in Nordthüringen breit, vor allem was die Erwartungen betrifft. Viele Unternehmen haben angekündigt, ihren Personalbestand zu halten oder gar aufzustocken. Dieser Trend sei vor allem in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld sichtbar. Zunehmend gebe es eine Nachfrage nach Finanzierungsmöglichkeiten oder zu Fördermodalitäten.
Risiken wollte Rockmann allerdings auch nicht verschweigen. Das seien die nicht mehr kalkulierbaren Rohstoffpreise, die sich branchenübergreifend negativ auf die Ertragssituation auswirken würden.
Goldenen Zeiten sieht das Nordthüringer Handwerk entgegen. Wie Hauptgeschäftsführer Bernhard Senft dazu erläuterte, seien die Auftragsbücher im Bauhandwerk bis in das dritte Quartal dieses Jahres gefüllt. Vor allem der private oder der unternehmerische Bereich sei als Auftraggeber präsent. Die Auftragsvergabe der öffentlichen Hand werde hingegen zurückgehen, was sowohl mit dem Auslaufen des Konjunkturpakets sowie der miesen finanziellen Auslastung der Kommunen zusammenhängt. Zusammenfassend kann für das Handwerk gesagt werden, dass ein angenehmer Frühling bevorsteht.
