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Arbeitsmarkt-Reaktionen: Machnig

Dienstag, 01. März 2011, 14:25 Uhr
Als „außergewöhnlich und erfreulich“ hat Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) die aktuellen Zahlen vom Thüringer Arbeitsmarkt bezeichnet. „Die robuste Konjunkturentwicklung kompensiert diesmal sogar den üblichen saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit“, sagte Machnig...


Dazu beigetragen hätten sicherlich auch die deutlich milderen Witterungsverhältnisse ab etwa Mitte Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wies Thüringen mit 13,1 Prozent den deutlichsten Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen unter den Bundesländern auf.

Signifikant sei auch der Zugang an rund 6.200 offenen Stellen allein im Februar – ein Plus von 1.300 Stellen oder 26,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Beschäftigung nahm im Vorjahresvergleich spürbar zu. So waren im Dezember 2010 rund 741.900 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 2,4% mehr als im Dezember 2009.

Allerdings ist ein Großteil des Stellenzuwachses auf die Zunahme der Leih- und Zeitarbeit zurückzuführen: bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gab es allein in diesem Bereich einen Zuwachs um 7.616 Stellen bzw. 38,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Die Leiharbeit wächst deutlich schneller als die reguläre Beschäftigung“, so der Wirtschaftsminister. „Dieser Entwicklung muss ein Riegel vorgeschoben werden.“

Zwei Monate vor Inkrafttreten der Arbeitnehmerfreizügigkeit am 1. Mai seien deshalb Regeln notwendig, um die Arbeitnehmer vor Lohndumping zu schützen. „Der Mindestlohn für die Leih- und Zeitarbeit ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung“, so Machnig. Allerdings müsse nun auch dem Prinzip „equal pay“ – gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Geltung verschafft werden: „Wir müssen den Lohn-Fahrstuhl nach unten stoppen.“
Autor: nnz

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