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Antwort und Stellungnahme angemahnt

Samstag, 12. März 2011, 09:12 Uhr
Egal ob bei Kreis oder in vielen Kommunen, sparen ist angesagt, ob Streichungen oder Gebührenerhöhungen auf vielen sozialen Gebieten, so ein Verein gegenüber kn. Aber wirtschaftlich will man in der Stadt Sondershausen trotzdem nicht denken, so der Vorwurf des Vereins...

Erinnern wir Mitglieder des Reitvereins Pferdefreunde e.V. uns jedoch daran, dass unser Angebot - "Alten Schmiede" in Straußberg - weder angenommen wurde, noch überhaupt Interesse bestand, sich unser Kaufangebot und - vorhaben anzuhören. Verschiedenste Wege schlugen wir ein, um die Stadtväter (von Sondershausen die Redaktion) von unseren Initiativen zu überzeugen, aber überall stießen wir auf taube Ohren.

Letzteres baten wir den Stadtrat um genaues Abwägen, welcher der beiden Antragsteller der potentiellere Käufer dieses maroden Gebäudes ist. Vorab schlugen wir vor, unser Vorhaben in Gemeinschaft zu präsentieren, aber leider gab uns niemand von dieser angeblich so bürgernahen Kommune auch nur im Geringsten die Chance hierzu.

Was Gründe für eine Veräußerung an den finanziell schwachen Burgenverein waren, weiß bis heute niemand! Läuft hier eine Finanzierung über Jahrzehnte die durch die Stadt subventioniert wird? In diesem Fall erneut eine Maßnahme zulasten der Steuerzahler. Warum hielt es kein Stadtrat für notwendig, sich einmal konkret mit den Vorschlägen des Reitvereins auseinander zu setzen? Wollten wir doch aus diesem alten Gemäuer mit eigenen finanziellen Mitteln Renovierungen starten und somit zum Touristikort Straußberg unseren Teil beitragen und das möglichst zeitnah.

Es wurde uns Jugendlichen nicht die Möglichkeit gegeben, aktiv zu werden, so dass wir momentan am Überlegen sind, ob eine Teilnahme am Kurs "Wie werfe ich Geld zum Fenster raus?" von Vorteil wäre, um wenigstens etwas Verständnis für diese mysteriösen Handlungsweisen zu erlangen.
Schlimmer noch ist, dass bis zum heutigen Tag keine Antwort des Bürgermeisters zum Entscheid des Kaufvertrags vorliegt - obwohl dieser bereits am 02.12.2010 fiel?

Vermuten lässt dies, dass der Verkauf der zweiten Ruine in Straußberg nicht mit rechten Dingen zuging. Dabei ist doch eigentlich bei gesundem Menschenverstand klar, dass die Stadt in großen Maßen finanzielle Einnahmen benötigt und wenn sich dann auch noch zwei Vereine um ein heruntergekommenes Haus zum Kauf streiten, der beste und ertragsreichste Verkauf über eine öffentliche Ausschreibung (lt. §67 ThürKO) erreicht worden wäre. Aber auch hiervon keine Spur.

Ist die Veräußerung wieder ein typischer Fall von Vetternwirtschaft? Wenn sogar mit 6.000 Euro jährlichen Einsparungen -Peanuts im Verhältnis zum Loch im Kreishaushalt von 3,5 Millionen Euro - durch einen Beitrag für Vereine und deren Turnhallennutzung gerechnet wird, dann stellt sich uns die Frage, warum bei Grundstücksverkaufen kein Wert darauf gelegt wird, Einnahmemöglichkeiten gezielt auszuschöpfen?

Auch hierfür wird uns sicher niemand Rede und Antwort stehen können. Alle, die zu dieser Entscheidung beigetragen haben, brauchen sich nicht wundern, wenn die Jugendlichen dem Kyffhäuserkreis den Rücken zuwenden und unsere Region sogar mit einem Lächeln verlassen. Auch der demografische Wandel wird mit solchen Maßnahmen beeinflusst, es sei denn die Stadtverwaltung und der Stadtrat der Stadt Sondershausen hat sich zum Ziel gesetzt, Sondershausen als Stadt der Rentner zu entwickeln.

Wir, die Mitglieder des Reitverein " Pferdefreunde" e.V. fordern eine öffentliche Stellungnahme über die Behandlung und Entscheidung unseres Kaufantrages.
Reitverein Pferdefreunde e.V.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khh

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