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Da liegt Brisanz drin

Montag, 28. März 2011, 23:37 Uhr
Die heutige Einwohnerversammlung für die Wohngebiete Innenstadt, Hasenholz/Östertal war nicht ohne Brisanz...

Zuerst erläuterte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) die Situation in der Haushaltslage. Er verteidigte nochmals den Haushalt und erläuterte, warum die Gebührenerhöhungen, bei Bäder, Friedhofsnutzung und Essengelderhöhung in Kindertagestätten wichtig und aus Sicht der Stadt auch richtig war.

Danach erläuterte René Most vom Stadtjugendring die Freiflächenentwicklung im Östertal von 2005 bis 2010, die durch die Kreisjugendring maßgebend mit gestaltet wurde. Über die einzelnen Projekte wie Garten der Generationen, die Entwicklung des Abenteuerspielplatzes zu einem Erlebnisgelände.

Nicht nur die Skatearena, so Most, wird vielfältig und intensiv genutzt, sondern eben auch diese Erlebnisgelände. Von dort berichtete kn bereits öfter, wenn es um die Baumfeste ging. Apropos Baufest. Das 6. Baumfest findet am Donnerstag, den 5. Mai 2011 in der Zeit von 14:00 bis 18:00 Uhr statt.

Neu für 2011 ist, dass das auf den Erlebnisgelände stehende Gebäude, die „Arche“, auch für Kindergartengeburtstage genutzt werden kann. Abschließend gab Most einen Überblick, was für die nächsten Jahre sich noch tun soll. So wird versucht werden, östlicher der Skatearena und an dem Hang eine Streuobstwiese zu schaffen.

Als die Einwohner mit ihren Fragen an der Reihe waren, wurde es auch gleich brenzlig, und dass in doppelter Hinsicht. Bürgermeister Kreyer war schon per Brief vorab über die Problematik informiert worden. Brenzliges Thema das neue Heizhaus auf dem Gelände der Stadtwerke.

Zwar hat das Heizhaus noch nicht mal offizielle den Betrieb aufgenommen und schon kommen die Beschwerden. Zurzeit läuft das Heizhaus im Probebetrieb. Die Anlieger in der benachbarten Jechaerstraße beklagten sich erst beim Bürgermeister und heute in der Einwohnerversammlung über zu hohe Lärmbelästigung und auch über Geruchsbelästigung. Man kann ja kaum noch das Fenster öffnen, so eine Anwohnerin, was soll da erst im Sommer werden.

Der technische Geschäftsführer der Stadtwerke Sondershausen, Dr. Rainer Große, war schon über die Problematik informiert und heute ebenfalls anwesend. Man will sich mit Anwohnern voraussichtlich um den 15. April herum treffen. Dabei will Dr. Große auch die entsprechenden Unterlagen der Bundes-Immissionsschutzprüfung vorlegen, ohne die eine Baugenehmigung überhaupt nicht erteilt wurden wäre.

Bürgermeistermeister Kreyer konnte die Wogen glätten, denn der Vorwurf der Anwohner ist schwer, machen sie doch den Vorwurf, dass Heizhaus sei zu nahe an die bewohnten Gebäude gebaut worden. Der Vorwurf der Anwohner, man hätte uns vorher informieren müssen.

Und hier ist die Krux der ganze Sache. Bürgermeister Kreyer erläuterte, dass der Gesetzgeber keine Informationspflicht der Anwohner mehr vorschreibt. Es reicht, wenn die Unterlagen wie vorgeschrieben eine Zeitlang im Rathaus öffentlich zur Stellungnahme ausgelegen haben. Kreyer will es zwar nochmals prüfen, ob das ordnungsgemäß im Heimatecho angekündigt war, und die Unterlagen einsehbar waren. Er geht davon aus, dass das ordnungsgemäß verlief.

Aber jetzt mal ehrlich und Hand aufs Herz, wann haben Sie schon mal ins Auge gefasst und haben sich mal im Rathaus einen der Bebauungspläne angesehen? Hier liegt das Problem! Oft verlässt sich einer auf den anderen und dann muss eventuell nachgebessert werden.

Trösten wird es die heute betroffenen Anwohner auch nicht, was Bauamtsleiter Manfred Kucksch zur Ortsumfahrung B4 sagte. Für rund 6.000 Bewohner von Sondershausen haben sich mit dieser Maßnahme die Lärm- und Abgasbelastungen deutlich vermindert. Die rund 300 betroffenen Bürger wird das nicht trösten, diese Zahl nannte Kucksch, für die es jetzt an der Ortsumfahrung lauter geworden ist.

Bleibt also abzuwarten, wie sich das Problem entwickelt. Möglichkeiten sieht Dr.Große in jedem Falle, da es noch Reserven in der Schließung der Öffnungen gäbe, durch die der Lärm entweicht. Von den Prüfungsunterlagen her, hätte es keine Beeinträchtigungen geben dürfen. Bürgermeister Kreyer kündigte an, vermittelnd zwischen den Stadtwerken und den Anwohnern Einfluss zu nehmen.
Autor: khh

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