kyffhaeuser-nachrichten.de

Tipps gegen Plattfuss und Co.

Samstag, 09. April 2011, 07:09 Uhr
Damit Sie nicht auf dem Schlauch stehen, gibt es von der Deutschen Verkehrswacht Tipps gegen Plattfuss und Co....

Kleine Pannen können leicht den Spaß an der Fahrradtour trüben. Der Mechaniker ‚To Go‘ ist noch nicht erfunden worden. Dafür können Radler sich mit den Tipps der Deutschen Verkehrswacht selber helfen und ihre Tour zu Ende fahren. Im Folgenden findet sich eine Gebrauchsanleitung für häufige Pannen:

Der ‚Plattfuß‘ ist der Klassiker unter den Fahrradpannen. Zur Reparatur wird der Reifen auf einer Seite von der Felge gezogen und der defekte Schlauch herausgenommen. Die beschädigte Stelle kann mit Hilfe eines angefeuchteten Fingers und der ausströmenden Luft leicht gefunden werden. Das Flickzeug wird entsprechend den Herstellerangaben auf das Loch geklebt. Danach kann der Schlauch wieder eingesetzt werden. Wichtig hierbei: Das Ventil gerade in die Felgenbohrung schieben, danach wird der Schlauch vorsichtig auf die Felge gelegt. Zum Schluss wird die Reifenflanke über den Felgenrand gehoben und der Schlauch aufgepumpt. Der Schlauch darf keinesfalls zwischen Reifen und Felge eingeklemmt sein.

Wer gänzlich ohne Flickzeug unterwegs ist, kann sich mit einer Notlösung helfen. Gras, Schilf oder Ähnliches wird fest in den Reifen gestopft. So ist zumindest eine vorsichtige Weiterfahrt bis zum nächsten Fahrradladen möglich.


Bei Fahrrädern mit Kettenschaltung kann es passieren, dass die Kette beim Schalten abspringt und auf das Tretlager fällt. Grund ist meist ein nicht richtig eingestellter Umwerfer. Die Lösung ist einfach: Mit den beiden kleinen Schrauben auf dem Umwerfer (meist mit den Buchstaben H und L bezeichnet) lässt sich die Begrenzung des Umwerfers einstellen. ‚H‘ steht für den hohen, ‚L‘ für den kleinen Gang. Der Umwerfer ist dann richtig eingestellt, wenn die Kette über das kleine Ritzel hinten und das kleine Kettenblatt vorne läuft und dabei am Umwerfer schleift.


Reißt ein Bremszug, stellt sich die Frage, ob Vorder- oder Hinterradbremse betroffen ist. Bei defekter Vorderradbremse sollte der Zug der Hinterradbremse an die des Vorderrades montiert werden, da diese die höhere Bremskraft erbringt. Steht auf Grund der Rücktrittbremse nur ein Bremszug zur Verfügung, sollte aus Sicherheitsgründen besser geschoben werden, da die Hinterradbremse alleine nicht genügend Bremskraft hat.


Die beste Maßnahme gegen Defekte ist ein regelmäßig gewartetes Velo. Kommt es zum Defekt, sind alle Bauteile offen zugänglich und spezielle mechanische Kenntnisse sind nicht nötig.

Zu jeder Tour gehört eine Grundausstattung an Werkzeug. Je länger die Tour dauert, desto umfangreicher kann das mitgeführte Equipment sein. Dabei sein sollten auf jeden Fall die passenden Schraubenschlüssel, 2-3 Reifenheber sowie Flickzeug und eine Luftpumpe. Wer mehr Platz hat, kann zusätzlich einen Reserveschlauch und ein Kettenwerkzeug mit passenden Ersatzgliedern mitnehmen. Auch Ersatzbirnen für die Beleuchtung sind sinnvoll.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de