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Festlich begangen

Montag, 11. April 2011, 10:14 Uhr
Mit einer Festveranstaltung und auch kritischen Worten beging der Kreisverband Kyffhäuserkreis der Gartenfreunde e.V. (KVG) seinen 20. Jahrestag.

Alle rund 1.900 Mitglieder des KGV zu dieser Veranstaltung einzuladen war aus Kapazitätsgründen nicht möglich, zeigt aber dass dieser Kreisverband im Westen des Kyffhäuserkreises zu den zahlenmäßig stärksten Verbänden zählt. Aber nicht nur die zahlenmäßige Stärke sticht hervor.

20 Jahre Kleingartenverband (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 20 Jahre Kleingartenverband (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auch in seiner Tätigkeit vor Ort im im Landesverband der Gartenfreunde ist man sehr aktiv. Aus diesem Grund zeichnete der Präsident des Landesverbandes Thüringen, Udo-Bernd Schröter (re.), den KVG mit einer Ehrenurkunde aus, die der Vorsitzende des KVG, Wolfgang Dittrich, entgegen nahm. Später wurde Wolfgang Dittrich noch für sein persönliches Engagement mit der Ehrenplakette des Verbandes ausgezeichnet.

20 Jahre Kleingartenverband (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 20 Jahre Kleingartenverband (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In seinen Eröffnungsworten hatte Dittrich einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung des KVG gegeben, angefangen vom Zerfall des damaligen VKSK zu DDR-Zeiten und die Einstellung auf die neuen Bundesgesetze. Für den festlichen Teil des Abends hatte man sich aber ein besonderes „Bonbon“ ausgedacht. Die Sondershäuser Madrigalisten, unter der Leitung des Direktors der Landesmusikakademie Thüringen, Prof. Dr. Eckart Lange, bezauberten die Festgäste im Juventas von Sondershausen mit Melodien, die sich rings um Frühling und Natur drehten. Brigitte Ballhause und Leonore Scheerschmidt-Block erfreuten mit ihren Gedichtinterpretationen.

In seiner Festansprache ging Dittrich nochmals auf die wichtigen Probleme des KVG ein. Die Erhaltung und Einhaltung des Bundeskleingartengesetzes bezeichnete er als vordringliche Aufgabe, denn nur so könnten niedriger und stabiler Pachtzins und Ersatzland garantiert werden. Probleme bereiten dem KVG die Bewirtschaftung der 1.537 Parzellen in 37 Vereinen, da es Nachwuchssorgen gibt. Als wichtigen Punkt bezeichnete er die Einbeziehung von Migranten, die in manchen Vereinen (Glückauf) schon 20 Prozent der Mitglieder ausmachen.

Neben der Mitgliedergewinnung bezeichnete Dittrich die Weiterbildung der Kleingartenfreunde als vordringliche Aufgabe. In diesem Zusammenhang dankte er der Baumschule Hermann Posse für die Unterstützung.
Als weitere wichtige Aufgabe bezeichnete er die Fusion mit den Gartenfreunden aus dem Ostteil des Kreises. Erste gemeinsame Sitzungen mit den Gartenfreunden aus Artern gab es bereits. Die Wichtigkeit der Fusion unterstrich Hermann Arlet vom Territorialverband Artern mit seiner Teilnahme.

Abschließend sagte er den anwesenden Politikern, die zahlreich erschienen waren. Was die Gartenfreunde erwarten. Kleingärten müssen bezahlbar bleiben. Die hohen Kommunalabgaben belasten die Kleingärtner erheblich,

20 Jahre Kleingartenverband (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 20 Jahre Kleingartenverband (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Präsident des Landesverbandes, der übrigens 70.000 Mitglieder hat, nannte den KVG als stabilen und sehr aktives Mitglied im Landesverband. Er wies auf die wichtige soziale Rolle der Integration hin. Als Schwerpunktaufgaben bezeichnete er
  • sich der demografischen Entwicklung stellen,
  • Kleingärten in die Landesentwicklung einzubeziehen,
  • die Kinder- und Jugendarbeit zu verstärken
  • und für ein lebendiges Vereinsleben zu sorgen, dass sei schließlich die Seele des Ganzen.


20 Jahre Kleingartenverband (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 20 Jahre Kleingartenverband (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Danach nahm der Präsident weitere Auszeichnungen vor. So erhielt Lothar Benkenstein die Ehrenurkunde zum 20. Jahrestag des Landesverbandes. Siegfried Gerlach (Foto) erhielt die Ehrennadel des Verbandes in Gold.

Die silberne Ehrennadel erhielten:
- Hermann Posse
- Egon Mecklenburg (Fasanerie)
- Ingrid Hendler (Schöne Aussicht)
- Hans-Joachim Börner (Windleite)
- Manfred Zimmer Bebratal

Die bronzene Ehrennadel erhielten:
- Cordula Neumann (Schöne Aussicht)
- Rolf Hellner (Einigkeit)
- Heidrun Bach (An der Trift)
- Günther Erhardt


Natürlich kamen auch die Politiker zu Wort. Bundestagsmitglied Kersten Steinke (Die Linke) , selbst lange Jahre aktiv im VKSK organisiert, zollte den Gartenfreunden Respekt und Anerkennung. Die Kleingärten sind ein wichtiger Punkt beim Thema Umwelt und Klimaschutz.. Sie bezeichnete den Zusammenschluss mit Artern als schon lange überfällig.

Landrat Peter Hengstermann (CDU) überbrachte die Grüße von den Landtagsmitgliedern Dorothea Marx (SPD) und Gudrun Holbe (CDU) die beide wegen anderer Veranstaltungen nicht anwesend sein konnten. Für Hengstermann wichtig, dass gut 80 Prozent der Kleingartenanlagen öffentlich zugänglich sind.

Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) , früher selbst noch als Kleingärtner organisiert, fühlt sich deshalb mit dem Verband eng verbunden. Ich bin bereit, so Kreyer, als Bürgermeister zu helfen, verwies aber auch ganz klar darauf, dass er an einigen Gesetzlichkeiten im Zusammenhang mit den Kommunalabgaben nicht vorbei käme. Auch er forderte, mehr die Kinder wieder mit einzubeziehen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Sorgen der Gartenfreunde mit den ganzen Kommunalabgaben auch die Landespolitiker erreicht, denn die sind maßgeblich für die Höhe und die Einbeziehung bei den Kommunalabgaben verantwortlich.

Nach einem Abendessen konnte dann noch kräftig das Tanzbein geschwungen werden. Für die notwendige Stimmung sorgte das Musikduo „Melodias“.
Autor: khh

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