Einschnitte beim Gründungszuschuss
Mittwoch, 13. April 2011, 00:21 Uhr
Laut iq consult plant das Bundesministerium für Arbeit und Soziales massive Einschnitte beim Gründungszuschuss. Hier die Stellungnahme, die kn dazu von iq consult erreichte...
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales legte am 06. April 2011 einen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Leistungssteigerung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vor. Die Neuregelungen, die zum 01. April 2012 in Kraft treten sollen, sehen zahlreiche Sparmaßnahmen vor, die auch bisherige Förderinstrumente wie den Gründungszuschuss erheblich einschränken würden. Der neue Gesetzentwurf kürzt faktisch die Höhe der Leistungen, da sich die Dauer der für die Gründerinnen und Gründer so wichtigen Grundförderung um drei Monate verringert. Der bestehende Rechtsanspruch soll künftig in eine Ermessensentscheidung umgewandelt werden.
Seit seiner Einführung in 2006 stellt der Gründungszuschuss (§ 57 SGB III) nachweislich ein wirkungsvolles arbeitsmarktpolitisches Instrument dar, das den Gründerinnen und Gründern den Lebensunterhalt sichert und ihnen ermöglicht, eine Selbstständigkeit aufzubauen, ohne vom eigenen Einkommen leben können zu müssen. Rund 146.500 Gründungen konnten in 2010 durch die Vergabe des Gründungszuschusses erfolgen, die Zahl der geförderten Gründungen erreichte somit den höchsten Stand der letzten vier Jahre.
Norbert Kunz, Geschäftsführer von iq consult und Experte für Gründungsberatung, kommentiert die Neuausrichtung wie folgt:
"Der Gründungszuschuss ist ein gut funktionierendes Instrument in der Gründungsförderung. Es wäre sinnvoller gewesen, Maßnahmen zu entwickeln, die die Erfolgschancen von Gründungen erhöhen, indem die Qualität in der Gründungsunterstützung verbessert wird, anstatt ein erfolgreiches Instrument so massiv zu beschneiden."
Über iq consult
iq consult ist seit 1994 als Agentur für soziale Innovation in Berlin und Brandenburg aktiv, entwickelt Konzepte in den Bereichen Regionalentwicklung, Inclusive- und Social Entrepreneurship und setzt diese operativ um. Langjährig erfolgreiche Projekte wie beispielsweise enterprise und enterability sind ausgezeichnete europäische Best-Practice-Modelle und wurden bereits in andere Regionen transferiert. iq consult hat mehr als 2.000 Gründungsvorhaben begleitet, vornehmlich aus der Arbeitslosigkeit. Norbert Kunz, Gründer und Geschäftsführer von iq consult ist Ashoka Fellow und Social Entrepreneur des Jahres 2010 der Schwab-Foundation.
Autor: khhDas Bundesministerium für Arbeit und Soziales legte am 06. April 2011 einen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Leistungssteigerung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vor. Die Neuregelungen, die zum 01. April 2012 in Kraft treten sollen, sehen zahlreiche Sparmaßnahmen vor, die auch bisherige Förderinstrumente wie den Gründungszuschuss erheblich einschränken würden. Der neue Gesetzentwurf kürzt faktisch die Höhe der Leistungen, da sich die Dauer der für die Gründerinnen und Gründer so wichtigen Grundförderung um drei Monate verringert. Der bestehende Rechtsanspruch soll künftig in eine Ermessensentscheidung umgewandelt werden.
Seit seiner Einführung in 2006 stellt der Gründungszuschuss (§ 57 SGB III) nachweislich ein wirkungsvolles arbeitsmarktpolitisches Instrument dar, das den Gründerinnen und Gründern den Lebensunterhalt sichert und ihnen ermöglicht, eine Selbstständigkeit aufzubauen, ohne vom eigenen Einkommen leben können zu müssen. Rund 146.500 Gründungen konnten in 2010 durch die Vergabe des Gründungszuschusses erfolgen, die Zahl der geförderten Gründungen erreichte somit den höchsten Stand der letzten vier Jahre.
Norbert Kunz, Geschäftsführer von iq consult und Experte für Gründungsberatung, kommentiert die Neuausrichtung wie folgt:
"Der Gründungszuschuss ist ein gut funktionierendes Instrument in der Gründungsförderung. Es wäre sinnvoller gewesen, Maßnahmen zu entwickeln, die die Erfolgschancen von Gründungen erhöhen, indem die Qualität in der Gründungsunterstützung verbessert wird, anstatt ein erfolgreiches Instrument so massiv zu beschneiden."
Über iq consult
iq consult ist seit 1994 als Agentur für soziale Innovation in Berlin und Brandenburg aktiv, entwickelt Konzepte in den Bereichen Regionalentwicklung, Inclusive- und Social Entrepreneurship und setzt diese operativ um. Langjährig erfolgreiche Projekte wie beispielsweise enterprise und enterability sind ausgezeichnete europäische Best-Practice-Modelle und wurden bereits in andere Regionen transferiert. iq consult hat mehr als 2.000 Gründungsvorhaben begleitet, vornehmlich aus der Arbeitslosigkeit. Norbert Kunz, Gründer und Geschäftsführer von iq consult ist Ashoka Fellow und Social Entrepreneur des Jahres 2010 der Schwab-Foundation.
