Trend setzt sich fort
Donnerstag, 28. April 2011, 12:24 Uhr
Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzte sich im April weiter fort. Ende des Monats waren in Nordthüringen 15.189 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, fast 1.500 (- 8,7%) weniger als vor vier Wochen.
Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl um 2.125 (-12,3%) zurück. Die Arbeitslosigkeit erreichte den niedrigsten Stand im April seit 20 Jahren.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug im April 10,4 Prozent. Damit lag die Quote 1,0 Prozentpunkt unter der des Monats März und um 1,4 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Rund 4.700 Personen wurden im April durch die Arbeitsförderung bei Selbständigkeit und beruflichen Eingliederungsmaßnahmen, durch Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt und im Rahmen beruflicher Weiterbildung unterstützt, 400 mehr als im März und 1.700 weniger als 2010.
Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich weiter. Die Fachkräftenachfrage sorgt dafür, dass Bewerber Chancen in vielen Wirtschaftszweigen haben, erläutert Karsten Froböse die aktuelle Situation für Nordthüringen. Bedarf an Arbeitskräften habe nach wie vor in erster Linie die Metall- und Elektroindustrie, die Gesundheitsbranche und die Bereiche Logistik und Kraftverkehr.
Die Jugendlichen haben am stärksten vom wirtschaftlichen Aufschwung profitiert. Es gibt deutlich mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt als vor einigen Jahren. Vor allem in verarbeitenden Bereichen bieten sich für junge Leute gute Beschäftigungsmöglichkeiten.
Rund 1.200 Jugendliche und damit knapp acht Prozent aller Arbeitslosen waren in den letzten vier Wochen noch auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung, das sind fast ein Viertel weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 7 Prozent.
Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist für Bewerber so günstig wie noch nie. Berufsberatung und Arbeitgeber-Service raten Schulabgängern sich rechtzeitig in der Arbeitsagentur zu melden. So lässt sich bei intensiver Beratung die Frage nach dem richtigen Beruf klären und die passende Lehrstelle schneller finden.
Die derzeitige Fachkräftesituation erfordert neben dem Blick auf die Jugend auch das Augenmerk auf ältere Arbeitnehmer zu richten. Rund 37 Prozent aller Arbeitslosen sind 50 und älter. Ende April hatten knapp 5.700 Männer und Frauen zwischen 50 und 65 Jahren keine Arbeit. In den letzten fünf Jahren reduzierte sich die Zahl der älteren Arbeitslosen in Nordthüringen um mehr als 20 Prozent.
In den letzten zwölf Monaten weist die Statistik einen Anstieg um drei Prozent aus. Bei den Kurzzeitarbeitslosen (SGB III) konnte die Arbeitslosigkeit um rund sechs Prozent gesenkt werden. Bei den längerfristig Arbeitslosen (SGB II) stieg sie um knapp 12 Prozent. Der Anstieg resultiert aus dem Rückgang der Förderung am zweiten Arbeitsmarkt.
In Zeiten erhöhten Fachkräftebedarfs sieht die Arbeitsagentur bei Älteren Potential. Konjunkturaufschwung und Wirtschaftswachstum kurbeln die Fachkräftenachfrage weiter an, bestätigt Karsten Froböse. Für die Zukunft müssen wir die Erfahrungen dieser Personen besser wertschätzen. So können wir den demografischen Wandel aktiv unterstützen. Der Arbeitsmarktexperte appelliert daher an die Unternehmen, auf die Erfahrung der Älteren zurückzugreifen, das Fachwissen und die Vorteile zu nutzen und den über 50- jährigen eine Chance zur beruflichen Wiedereingliederung zu geben.
Die gute Stimmung in der heimischen Wirtschaft spiegelt sich im aktuellen Arbeitskräftebedarf wider. 656 sozialversicherungspflichtige Stellen wurden von den Unternehmen in den letzten vier Wochen gemeldet, fast ein Viertel mehr als im März. Seit Jahresbeginn gingen beim Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur rund 6.200 Stellen ein, knapp 27 Prozent mehr als 2010.
Mit 53,5 Prozent kam mehr als die Hälfte aller freien Stellen aus der verarbeitenden Industrie. Neue Beschäftigungsmöglichkeiten gab es vor allem für Schlosser, Elektriker, Metallbearbeiter, Tischler und Maler. Aber auch im Baugewerbe nahm die Arbeitskräftenachfrage weiter zu.
Die Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April um 327 auf 5.319 Personen verringert. Das waren 367 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im April 11,7%; vor einem Jahr belief sie sich auf 12,3%. Dabei meldeten sich 1.042 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 257 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.369 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-609).
Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.256 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 422 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4.402 Abmeldungen von Arbeitslosen (-1.164).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 26 Stellen auf 298 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 88 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im April 226 neue Arbeitsstellen, 69 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 709 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 177.
Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April um 542 auf 5.739 Personen verringert. Das waren 766 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im April 13,5%; vor einem Jahr belief sie sich auf 15,1%. Dabei meldeten sich 920 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 377 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.461 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-411). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.274 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 832 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4.964 Abmeldungen von Arbeitslosen (-863).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 49 Stellen auf 291 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 18 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im April 183 neue Arbeitsstellen, 19 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 579 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 55.
Autor: nnzGegenüber dem Vorjahr ging die Zahl um 2.125 (-12,3%) zurück. Die Arbeitslosigkeit erreichte den niedrigsten Stand im April seit 20 Jahren.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug im April 10,4 Prozent. Damit lag die Quote 1,0 Prozentpunkt unter der des Monats März und um 1,4 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Rund 4.700 Personen wurden im April durch die Arbeitsförderung bei Selbständigkeit und beruflichen Eingliederungsmaßnahmen, durch Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt und im Rahmen beruflicher Weiterbildung unterstützt, 400 mehr als im März und 1.700 weniger als 2010.
Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich weiter. Die Fachkräftenachfrage sorgt dafür, dass Bewerber Chancen in vielen Wirtschaftszweigen haben, erläutert Karsten Froböse die aktuelle Situation für Nordthüringen. Bedarf an Arbeitskräften habe nach wie vor in erster Linie die Metall- und Elektroindustrie, die Gesundheitsbranche und die Bereiche Logistik und Kraftverkehr.
Die Jugendlichen haben am stärksten vom wirtschaftlichen Aufschwung profitiert. Es gibt deutlich mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt als vor einigen Jahren. Vor allem in verarbeitenden Bereichen bieten sich für junge Leute gute Beschäftigungsmöglichkeiten.
Rund 1.200 Jugendliche und damit knapp acht Prozent aller Arbeitslosen waren in den letzten vier Wochen noch auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung, das sind fast ein Viertel weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 7 Prozent.
Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist für Bewerber so günstig wie noch nie. Berufsberatung und Arbeitgeber-Service raten Schulabgängern sich rechtzeitig in der Arbeitsagentur zu melden. So lässt sich bei intensiver Beratung die Frage nach dem richtigen Beruf klären und die passende Lehrstelle schneller finden.
Die derzeitige Fachkräftesituation erfordert neben dem Blick auf die Jugend auch das Augenmerk auf ältere Arbeitnehmer zu richten. Rund 37 Prozent aller Arbeitslosen sind 50 und älter. Ende April hatten knapp 5.700 Männer und Frauen zwischen 50 und 65 Jahren keine Arbeit. In den letzten fünf Jahren reduzierte sich die Zahl der älteren Arbeitslosen in Nordthüringen um mehr als 20 Prozent.
In den letzten zwölf Monaten weist die Statistik einen Anstieg um drei Prozent aus. Bei den Kurzzeitarbeitslosen (SGB III) konnte die Arbeitslosigkeit um rund sechs Prozent gesenkt werden. Bei den längerfristig Arbeitslosen (SGB II) stieg sie um knapp 12 Prozent. Der Anstieg resultiert aus dem Rückgang der Förderung am zweiten Arbeitsmarkt.
In Zeiten erhöhten Fachkräftebedarfs sieht die Arbeitsagentur bei Älteren Potential. Konjunkturaufschwung und Wirtschaftswachstum kurbeln die Fachkräftenachfrage weiter an, bestätigt Karsten Froböse. Für die Zukunft müssen wir die Erfahrungen dieser Personen besser wertschätzen. So können wir den demografischen Wandel aktiv unterstützen. Der Arbeitsmarktexperte appelliert daher an die Unternehmen, auf die Erfahrung der Älteren zurückzugreifen, das Fachwissen und die Vorteile zu nutzen und den über 50- jährigen eine Chance zur beruflichen Wiedereingliederung zu geben.
Die gute Stimmung in der heimischen Wirtschaft spiegelt sich im aktuellen Arbeitskräftebedarf wider. 656 sozialversicherungspflichtige Stellen wurden von den Unternehmen in den letzten vier Wochen gemeldet, fast ein Viertel mehr als im März. Seit Jahresbeginn gingen beim Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur rund 6.200 Stellen ein, knapp 27 Prozent mehr als 2010.
Mit 53,5 Prozent kam mehr als die Hälfte aller freien Stellen aus der verarbeitenden Industrie. Neue Beschäftigungsmöglichkeiten gab es vor allem für Schlosser, Elektriker, Metallbearbeiter, Tischler und Maler. Aber auch im Baugewerbe nahm die Arbeitskräftenachfrage weiter zu.
Der Blick in die Regionen
Landkreis NordhausenDie Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April um 327 auf 5.319 Personen verringert. Das waren 367 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im April 11,7%; vor einem Jahr belief sie sich auf 12,3%. Dabei meldeten sich 1.042 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 257 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.369 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-609).
Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.256 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 422 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4.402 Abmeldungen von Arbeitslosen (-1.164).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 26 Stellen auf 298 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 88 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im April 226 neue Arbeitsstellen, 69 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 709 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 177.
Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April um 542 auf 5.739 Personen verringert. Das waren 766 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im April 13,5%; vor einem Jahr belief sie sich auf 15,1%. Dabei meldeten sich 920 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 377 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.461 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-411). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.274 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 832 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4.964 Abmeldungen von Arbeitslosen (-863).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 49 Stellen auf 291 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 18 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im April 183 neue Arbeitsstellen, 19 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 579 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 55.

