kn-Kommentar: Tränen gekommen
Samstag, 30. April 2011, 11:06 Uhr
War das eine Hochzeit. Da sind doch auch bei kn die Tränen geflossen, aber nicht vor Rührung...
Es heißt zwar so schön, Freitag ab eins macht jeder Seins, aber der Großteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren am gestrigen Freitag noch nicht zu Hause, um am Bildschirm die Trauung von Kate und William verfolgen zu können. Und auch dass Heer der Beamten hatte es schwer, noch rechtzeitig zu Ja-Wort zu Hause zu sein.
Umso erstaunlicher ist, dass trotz der vielen Leute, die das Ganze auch am Arbeitsplatz nicht verfolgen konnten, so ein Fernsehaufgebot gestartet wurde. Dass sich die privaten Fernsehanstalten leisteten, neben ihrem Hauptprogrammen auch noch ihren Nachrichtensender live berichten zu lassen ist der ihr finanzielles Problem und kann den Rundfunk- und Fernsehgebührenzahler nicht jucken.
Anders sieht das beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen aus. Als es in grauen Vorzeiten noch Probleme gab, dass wirklich jeder Fernsehzuschauer einen der Sender, ARD oder ZDF, auch wirklich sehen konnte, hätte man eine parallele Ausstrahlung noch einigermaßen verstehen können. Aber in der heutigen Zeit nicht mehr.
Es war ja nicht nur so, dass ARD und ZDF nur Bilder des britischen Fernsehens weiter verbreitet hatten, nein, beide Sendeanstalten waren mit unterschiedlichen Reporterteams unterwegs und sendeten tatsächlich ab dem frühen Vormittag parallel von dem Ereignis. Frei nach dem Motto, was scheren uns die Kosten, die dummen Gebührenzahler müssen die Kosten ja eh abdrücken. Da interessierte nicht, ob wirklich jeder die rührselige Story schauen wollte.
Und bei der Parallelübertragung und den doppelten Kosten blieb es ja nicht. Die Regionalsender, so auch der MDR, schickten tatsächlich noch zusätzliche Berichterstatter vor Ort nach London. Konnten die so viel mehr Neues berichtet? Natürlich nicht. Bei Berichterstattung von 09:00 Uhr bis teils 15:00 Uhr war eh schon soviel mehrfach gesagt worden, dass die Reporter der Regionalsender auch nichts mehr wirklich Neues berichten konnten.
Obwohl sich so eine Mehrfachberichterstattung schon lange abzeichnete, und deren zusätzlichen Kosten, haben da unsere Politiker etwas dagegen getan? Mitnichten, die haben in eigenen Grabenkämpfen zu tun und sind mit sich selbst beschäftigt. Und welcher Politiker möchte sich schon mit ARD und ZDF anlegen, dass könnte einem bei der nächsten Wahl kräftig auf die Füße fallen, da schaut man lieber geflissentlich beiseite. Wer oft genug Steuergelder zum Fenster hinaus wirft, wen interessieren da ein paar Fernsehgelder. Die Fernsehgebühren lassen sich meist sogar leichter erhöhen, als manche Steuern.
Autor: khhEs heißt zwar so schön, Freitag ab eins macht jeder Seins, aber der Großteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren am gestrigen Freitag noch nicht zu Hause, um am Bildschirm die Trauung von Kate und William verfolgen zu können. Und auch dass Heer der Beamten hatte es schwer, noch rechtzeitig zu Ja-Wort zu Hause zu sein.
Umso erstaunlicher ist, dass trotz der vielen Leute, die das Ganze auch am Arbeitsplatz nicht verfolgen konnten, so ein Fernsehaufgebot gestartet wurde. Dass sich die privaten Fernsehanstalten leisteten, neben ihrem Hauptprogrammen auch noch ihren Nachrichtensender live berichten zu lassen ist der ihr finanzielles Problem und kann den Rundfunk- und Fernsehgebührenzahler nicht jucken.
Anders sieht das beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen aus. Als es in grauen Vorzeiten noch Probleme gab, dass wirklich jeder Fernsehzuschauer einen der Sender, ARD oder ZDF, auch wirklich sehen konnte, hätte man eine parallele Ausstrahlung noch einigermaßen verstehen können. Aber in der heutigen Zeit nicht mehr.
Es war ja nicht nur so, dass ARD und ZDF nur Bilder des britischen Fernsehens weiter verbreitet hatten, nein, beide Sendeanstalten waren mit unterschiedlichen Reporterteams unterwegs und sendeten tatsächlich ab dem frühen Vormittag parallel von dem Ereignis. Frei nach dem Motto, was scheren uns die Kosten, die dummen Gebührenzahler müssen die Kosten ja eh abdrücken. Da interessierte nicht, ob wirklich jeder die rührselige Story schauen wollte.
Und bei der Parallelübertragung und den doppelten Kosten blieb es ja nicht. Die Regionalsender, so auch der MDR, schickten tatsächlich noch zusätzliche Berichterstatter vor Ort nach London. Konnten die so viel mehr Neues berichtet? Natürlich nicht. Bei Berichterstattung von 09:00 Uhr bis teils 15:00 Uhr war eh schon soviel mehrfach gesagt worden, dass die Reporter der Regionalsender auch nichts mehr wirklich Neues berichten konnten.
Obwohl sich so eine Mehrfachberichterstattung schon lange abzeichnete, und deren zusätzlichen Kosten, haben da unsere Politiker etwas dagegen getan? Mitnichten, die haben in eigenen Grabenkämpfen zu tun und sind mit sich selbst beschäftigt. Und welcher Politiker möchte sich schon mit ARD und ZDF anlegen, dass könnte einem bei der nächsten Wahl kräftig auf die Füße fallen, da schaut man lieber geflissentlich beiseite. Wer oft genug Steuergelder zum Fenster hinaus wirft, wen interessieren da ein paar Fernsehgelder. Die Fernsehgebühren lassen sich meist sogar leichter erhöhen, als manche Steuern.
