KTG Agrar: Rekordjahr 2010
Montag, 02. Mai 2011, 09:52 Uhr
Seit März diesen Jahres gehört die Frenzel Tiefkühlkost, mit Standort in Ringleben, zur Firmenfamilie der KTG Agrar AG. Diese meldet nun im operativen Ergebnis ein Plus von 46 Prozent, im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit +54 Prozent und bei der Dividende ein Plus von 50 Prozent. Hier die Meldung im Einzelenen...
Die KTG Agrar AG (ISIN: DE000A0DN1J4) ist im Jahr 2010 weiter kräftig gewachsen: Die Gesamtleistung legte von 59,7 Mio. Euro um 18,5 % auf 70,8 Mio. Euro zu. Den operativen Gewinn (EBIT) hat das Landwirtschaftsunternehmen überproportional von 9,2 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro gesteigert – ein Plus von 46,1 %. Parallel dazu hat KTG Agrar den Flächenbestand im vergangenen Jahr deutlich um 5.500 Hektar auf rund 32.500 Hektar gesteigert und ihre Biogasproduktionskapazität von elf auf 16 Megawatt ausgebaut.
Wir blicken auf ein starkes Geschäftsjahr zurück, in dem wir nicht nur operativ gewachsen sind, sondern bereits auch die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt haben, sagt Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender von KTG Agrar. An diesem Erfolg wollen wir unsere Aktionäre teilhaben lassen und werden auf der Hauptversammlung im Juli eine Dividendenerhöhung um 50 % auf 0,15 Euro je Aktie vorschlagen.
Zum Unternehmenswachstum in 2010 haben alle Geschäftsfelder beigetragen: Im ökologischen und konventionellen Marktfruchtanbau profitierte KTG Agrar von den erheblich höheren Preisen für Agrarrohstoffe. Damit konnte die witterungsbedingt niedrigere Ernte deutlich überkompensiert werden. Der Umsatz aus dem Verkauf ökologischer Marktfrüchte legte um 21,4 % auf 7,1 Mio. Euro zu. Mit dem Anbau von konventionellem Getreide, Mais und Raps setzte das Hamburger Unternehmen 21,5 Mio. Euro um – ein Anstieg um 78 %. Der Biogasumsatz hat ebenfalls zugelegt: Mit dem Verkauf der produzierten erneuerbaren Energie erlöste KTG Agrar im Jahr 2010 rund 14,2 Mio. Euro. Dies entspricht einem Plus von 11,9 %.
Die Vorteile der Verbindung von Landwirtschaft und Biogasproduktion werden auch auf der Kostenseite immer stärker sichtbar. Aufgrund des Flächenwachstums stiegen die Materialkosten von 18,7 Mio. Euro auf 24,8 Mio. Euro, die Materialkostenquote sank jedoch von 51,8 % auf 46,9 %. Ulf Hammerich, Agrarvorstand von KTG Agrar: Der Gärrest enthält noch mehr als 95 % der Nährstoffe. Ihn fahren wir wieder auf die Felder und sparen damit Mineraldünger. Das außerordentliche Ergebnis stand in Zeichen der Wachstumsfinanzierung. So wurde im März 2010 eine Kapitalerhöhung um 10 % und im September eine Anleiheemission durchgeführt. Die hierfür anfallenden Kosten werden anders als nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) gemäß HGB-Vorschriften ergebniswirksam ausgewiesen. Darüber hinaus hat KTG Agrar Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs vollständig ausgebucht, statt sie über mehrere Jahre abzuschreiben. Daher lag der Jahresüberschuss bei 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro). Ohne diese Einmaleffekte stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 6,9 Mio. Euro um 53,6 % auf 10,6 Mio. Euro.
Ziel 2011: Deutliches Wachstum
KTG Agrar ist optimistisch für das Jahr 2011: Mit dem Flächenwachstum auf aktuell 33.500 Hektar, bei einer Eigentumsquote von 19 %, hat das Unternehmen die Grundlage für ein erfolgreiches Jahr bereits geschaffen. Zudem wurde in den vergangenen Monaten das hohe Preisniveau für Agrarrohstoffe genutzt und etwa 60 Prozent der Ernte 2011 bereits verkauft. Das Flächenwachstum wird KTG Agrar weiter vorantreiben und die Eigentumsquote weiter erhöhen.
Im Biogasbereich sind zum Jahreswechsel neue Anlagen ans Netz gegangen, so dass KTG Agrar zu Beginn des Jahres 2011 über eine Produktionskapazität von insgesamt rund 16 Megawatt verfügt. Die Kapazität soll im laufenden Jahr kräftig erhöht werden. Unser Ziel ist es, zum Jahreswechsel 25 bis 30 Megawatt am Netz zu haben, sagt Dr. Thomas R.G. Berger, im Vorstand von KTG Agrar verantwortlich für den Biogasbereich. Bisher war es das Ziel, die 25 Megawatt erst Mitte 2012 zu erreichen. Dabei werden wir unser Konzept, hochwertige Agrarprodukte und CO2-neutrale Energie auf einem Acker zu erzeugen, weiter optimieren. Schon heute setzt das Unternehmen für die Energieproduktion zu rund 50 % Zweitfrüchte oder landwirtschaftliche Reststoffe ein.
Für 2011 plant KTG Agrar, bei Gesamtleistung und EBIT weiter zuzulegen. Der Ausbau des margenstarken Biogas-Bereichs und das hohe Preisniveau bei Agrarrohstoffen sollten sich positiv auf das Konzernergebnis auswirken.
Über KTG Agrar:
Die KTG Agrar AG gehört mit Anbauflächen von mehr als 33.000 Hektar zu den führenden Produzenten von Agrarrohstoffen in Europa. Die Kernkompetenz des Hamburger Unternehmens ist der ökologische und konventionelle Anbau von Marktfrüchten wie Getreide, Mais und Raps. Bei ökologischen Marktfrüchten ist KTG Agrar – gemessen an der Anbaufläche – europäischer Marktführer. Die Anbauflächen befinden sich hauptsächlich in Deutschland, seit 2005 zusätzlich auch im EU-Vollmitgliedstaat Litauen. Das dritte Standbein der Gesellschaft ist die Erzeugung von Bioenergie. Derzeit betreibt KTG Agrar Biogasanlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von insgesamt rund 16 Megawatt. Im Geschäftsjahr 2010 hat KTG eine Gesamtleistung von 70,8 Mio. Euro und ein EBIT von 13,4 Millionen Euro erzielt. Das Unternehmen ist seit November 2007 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und beschäftigt derzeit etwa 250 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.ktg.ag.
Autor: khhDie KTG Agrar AG (ISIN: DE000A0DN1J4) ist im Jahr 2010 weiter kräftig gewachsen: Die Gesamtleistung legte von 59,7 Mio. Euro um 18,5 % auf 70,8 Mio. Euro zu. Den operativen Gewinn (EBIT) hat das Landwirtschaftsunternehmen überproportional von 9,2 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro gesteigert – ein Plus von 46,1 %. Parallel dazu hat KTG Agrar den Flächenbestand im vergangenen Jahr deutlich um 5.500 Hektar auf rund 32.500 Hektar gesteigert und ihre Biogasproduktionskapazität von elf auf 16 Megawatt ausgebaut.
Wir blicken auf ein starkes Geschäftsjahr zurück, in dem wir nicht nur operativ gewachsen sind, sondern bereits auch die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt haben, sagt Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender von KTG Agrar. An diesem Erfolg wollen wir unsere Aktionäre teilhaben lassen und werden auf der Hauptversammlung im Juli eine Dividendenerhöhung um 50 % auf 0,15 Euro je Aktie vorschlagen.
Zum Unternehmenswachstum in 2010 haben alle Geschäftsfelder beigetragen: Im ökologischen und konventionellen Marktfruchtanbau profitierte KTG Agrar von den erheblich höheren Preisen für Agrarrohstoffe. Damit konnte die witterungsbedingt niedrigere Ernte deutlich überkompensiert werden. Der Umsatz aus dem Verkauf ökologischer Marktfrüchte legte um 21,4 % auf 7,1 Mio. Euro zu. Mit dem Anbau von konventionellem Getreide, Mais und Raps setzte das Hamburger Unternehmen 21,5 Mio. Euro um – ein Anstieg um 78 %. Der Biogasumsatz hat ebenfalls zugelegt: Mit dem Verkauf der produzierten erneuerbaren Energie erlöste KTG Agrar im Jahr 2010 rund 14,2 Mio. Euro. Dies entspricht einem Plus von 11,9 %.
Die Vorteile der Verbindung von Landwirtschaft und Biogasproduktion werden auch auf der Kostenseite immer stärker sichtbar. Aufgrund des Flächenwachstums stiegen die Materialkosten von 18,7 Mio. Euro auf 24,8 Mio. Euro, die Materialkostenquote sank jedoch von 51,8 % auf 46,9 %. Ulf Hammerich, Agrarvorstand von KTG Agrar: Der Gärrest enthält noch mehr als 95 % der Nährstoffe. Ihn fahren wir wieder auf die Felder und sparen damit Mineraldünger. Das außerordentliche Ergebnis stand in Zeichen der Wachstumsfinanzierung. So wurde im März 2010 eine Kapitalerhöhung um 10 % und im September eine Anleiheemission durchgeführt. Die hierfür anfallenden Kosten werden anders als nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) gemäß HGB-Vorschriften ergebniswirksam ausgewiesen. Darüber hinaus hat KTG Agrar Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs vollständig ausgebucht, statt sie über mehrere Jahre abzuschreiben. Daher lag der Jahresüberschuss bei 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro). Ohne diese Einmaleffekte stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 6,9 Mio. Euro um 53,6 % auf 10,6 Mio. Euro.
Ziel 2011: Deutliches Wachstum
KTG Agrar ist optimistisch für das Jahr 2011: Mit dem Flächenwachstum auf aktuell 33.500 Hektar, bei einer Eigentumsquote von 19 %, hat das Unternehmen die Grundlage für ein erfolgreiches Jahr bereits geschaffen. Zudem wurde in den vergangenen Monaten das hohe Preisniveau für Agrarrohstoffe genutzt und etwa 60 Prozent der Ernte 2011 bereits verkauft. Das Flächenwachstum wird KTG Agrar weiter vorantreiben und die Eigentumsquote weiter erhöhen.
Im Biogasbereich sind zum Jahreswechsel neue Anlagen ans Netz gegangen, so dass KTG Agrar zu Beginn des Jahres 2011 über eine Produktionskapazität von insgesamt rund 16 Megawatt verfügt. Die Kapazität soll im laufenden Jahr kräftig erhöht werden. Unser Ziel ist es, zum Jahreswechsel 25 bis 30 Megawatt am Netz zu haben, sagt Dr. Thomas R.G. Berger, im Vorstand von KTG Agrar verantwortlich für den Biogasbereich. Bisher war es das Ziel, die 25 Megawatt erst Mitte 2012 zu erreichen. Dabei werden wir unser Konzept, hochwertige Agrarprodukte und CO2-neutrale Energie auf einem Acker zu erzeugen, weiter optimieren. Schon heute setzt das Unternehmen für die Energieproduktion zu rund 50 % Zweitfrüchte oder landwirtschaftliche Reststoffe ein.
Für 2011 plant KTG Agrar, bei Gesamtleistung und EBIT weiter zuzulegen. Der Ausbau des margenstarken Biogas-Bereichs und das hohe Preisniveau bei Agrarrohstoffen sollten sich positiv auf das Konzernergebnis auswirken.
Über KTG Agrar:
Die KTG Agrar AG gehört mit Anbauflächen von mehr als 33.000 Hektar zu den führenden Produzenten von Agrarrohstoffen in Europa. Die Kernkompetenz des Hamburger Unternehmens ist der ökologische und konventionelle Anbau von Marktfrüchten wie Getreide, Mais und Raps. Bei ökologischen Marktfrüchten ist KTG Agrar – gemessen an der Anbaufläche – europäischer Marktführer. Die Anbauflächen befinden sich hauptsächlich in Deutschland, seit 2005 zusätzlich auch im EU-Vollmitgliedstaat Litauen. Das dritte Standbein der Gesellschaft ist die Erzeugung von Bioenergie. Derzeit betreibt KTG Agrar Biogasanlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von insgesamt rund 16 Megawatt. Im Geschäftsjahr 2010 hat KTG eine Gesamtleistung von 70,8 Mio. Euro und ein EBIT von 13,4 Millionen Euro erzielt. Das Unternehmen ist seit November 2007 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und beschäftigt derzeit etwa 250 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.ktg.ag.
