Aktion Mensch - Gesellschafter - Inklusion
Mittwoch, 04. Mai 2011, 20:17 Uhr
Wer im Kyffhäuserkreis mit Behinderten zu tun hat, war heute in der Begegnungsstätte, des Verbandes der Behinderten im Kyffhäuserkreis e. V. dabei. Gefordert wurde dort die Schaffung eines runden Tischs gefordert, an der sich besonders an die Politiker im Landkreis wendet...
DIE VERBÄNDE DER BEHINDERTENHILFE UND -SELBSTHILFE in Kooperation mit der "Aktion Mensch - DAS WIR GEWINNT" haben den 5. Mai zu ihrem Protesttag erklärt. Im Vorfeld dazu fand heute die Veranstaltung in Sondershausen statt. Worum geht es zentral?
"Menschen mit Behinderung arbeiten am besten in Behindertenwerkstätten!" oder "Behinderte Menschen können entscheiden, wo und mit wem sie wohnen möchten!"
Diese zum Teil provokante Thesen stehen auf großformatigen Tafeln der Aktion Mensch. Die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich will damit gemeinsam mit Verbänden und Organisationen der Behindertenhilfe und -Selbsthilfe auf die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung aufmerksam machen. Anlass ist der Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.
Dieser Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto "Inklusion beginnt im Kopf". Denn nur wenn die Barrieren im Kopf verschwinden, kann echte Inklusion entstehen. Inklusion bezeichnet die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung am gesellschaftlichen Leben von Anfang an.
In diesem Jahr findet der Aktionstag im Rahmen einer neuen, großangelegten Inklusions-Kampagne der Aktion Mensch statt. Rund um den 5. Mai sind alle Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -Selbsthilfe aufgerufen, Aktionen zum Thema Inklusion zu veranstalten. Dabei verfolgen die aus Mitteln der Aktion Mensch geförderten Veranstaltungen unterschiedliche Ziele. So sollen Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe insbesondere in den Bereichen Arbeit, Bildung, Barrierefreiheit, Freizeit und Wohnen dargestellt und diskutiert werden.
Bei den Aktionen finden die Besucher auch die Tafeln mit provokanten Aussagen wieder. Auf den überdimensionalen Wänden können Interessierte mit Hilfe eines selbstklebenden bunten Punktes über die teils provokanten Thesen abstimmen. Damit wollen die Verbände und Organisationen Diskussionen über das gleichberechtigte Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung anstoßen.
Bei der heutigen Veranstaltung in Sondershausen trafen sich vom
Im Rahmen der Veranstaltung stellte sich jeder vor und berichtete über sein Arbeitsgebiet. Wichtig war dieses Treffen und das gemeinsame Kennenlernen. Denn wie sagte Goldi Morcinek in der Diskussion, nur wenn wir vernetzt sind, können wir etwas erreichen.
Goldi Morcinek, Bernd Reiber und Klaus Everhardt bei der Diskussion.
Ausgehend von den Erfahrungen im kommunalen Bereich, Goldi Morcinek ist auch die Behindertenbeauftragte der Stadt Bad Frankenhausen, forderte sie, es müssen einen runden Tisch geben, an den die Behindertenverbände des Kreises zusammen mit Politikern sitzen müssen. Ganz gezielt die Forderung das Landrat und Vizelandrat unbedingt dabei sein müssen. Ziel des runden Tisches müssen es sein, so Goldi Morcinek, einen Behindertenbeirat für den Kyffhäuserkreis zu bilden. In der Diskussion dazu, erhielt sie breite Zustimmung.
Es gab aber noch einen weiteren Diskussionsschwerpunkt, gehörgeschädigte Kinder. Durch den Wegfall von Schulen für gehörgeschädigte Schüler, kommen auf immer mehr Kinder Probleme zu, dass ihre Gehörschädigung von den Lehrern nicht richtig erkannt werden würde. Hier müsse mehr getan werden. Torsten Kawaletz sagte zur Problematik, besonders die Eltern müssen aber für dieses Thema sensibilisiert werden, damit es zu einer engen Zusammenarbeit Lehrer - Schüler - Eltern kommen. Es komme zu oft vor, so hatte die Diskussion ergeben, dass gehörgeschädigte Kinder dem Unterricht nicht mehr folgen können und mit schlechteren Zeugnissen später beruflich ins Abseits geraten. Besonders kritisch dabei, wenn sich die Gehörschädigung erst nach der Schuleinführungsuntersuchung ausbildet. Ein Probleme, dem sich wohl auch die Politik stellen müsste.
Autor: khhDIE VERBÄNDE DER BEHINDERTENHILFE UND -SELBSTHILFE in Kooperation mit der "Aktion Mensch - DAS WIR GEWINNT" haben den 5. Mai zu ihrem Protesttag erklärt. Im Vorfeld dazu fand heute die Veranstaltung in Sondershausen statt. Worum geht es zentral?
"Menschen mit Behinderung arbeiten am besten in Behindertenwerkstätten!" oder "Behinderte Menschen können entscheiden, wo und mit wem sie wohnen möchten!"
Diese zum Teil provokante Thesen stehen auf großformatigen Tafeln der Aktion Mensch. Die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich will damit gemeinsam mit Verbänden und Organisationen der Behindertenhilfe und -Selbsthilfe auf die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung aufmerksam machen. Anlass ist der Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.
Dieser Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto "Inklusion beginnt im Kopf". Denn nur wenn die Barrieren im Kopf verschwinden, kann echte Inklusion entstehen. Inklusion bezeichnet die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung am gesellschaftlichen Leben von Anfang an.
In diesem Jahr findet der Aktionstag im Rahmen einer neuen, großangelegten Inklusions-Kampagne der Aktion Mensch statt. Rund um den 5. Mai sind alle Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -Selbsthilfe aufgerufen, Aktionen zum Thema Inklusion zu veranstalten. Dabei verfolgen die aus Mitteln der Aktion Mensch geförderten Veranstaltungen unterschiedliche Ziele. So sollen Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe insbesondere in den Bereichen Arbeit, Bildung, Barrierefreiheit, Freizeit und Wohnen dargestellt und diskutiert werden.
Bei den Aktionen finden die Besucher auch die Tafeln mit provokanten Aussagen wieder. Auf den überdimensionalen Wänden können Interessierte mit Hilfe eines selbstklebenden bunten Punktes über die teils provokanten Thesen abstimmen. Damit wollen die Verbände und Organisationen Diskussionen über das gleichberechtigte Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung anstoßen.
Bei der heutigen Veranstaltung in Sondershausen trafen sich vom
- Landratsamt Kyffhäuserkreis - Gesundheitsamt - Dr. Jana Andreewa
- Beauftragte für behinderte Menschen im Kyffhäuserkreis - Goldi Morcinek
- Behindertenbeauftragter der Stadt Sondershausen - Klaus Everhardt
- Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. Kreisorganisation Kyffhäuserkreis- als Stellvertreter Gerhard Prüfer
- Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationssportgemeinschaft "Kyffhäuser" e.V. BRSG KYFFHÄUSER e.V. - Torsten Kawaletz
- Vorsitzende des Regionalverband hörgeschädigter und tinnitusbetroffener Menschen Kyffhäuserkreis e. V. - Fritz Apel
- Vorsitzende des Verband der Behinderten des Kyffhäuserkreises e. V. - Heidi Meister
- VdK Sozialverband Hessen-Thüringen - 0V Sondershausen I - Marina Badorrek
- VdK Sozialverband Hessen-Thüringen - 0V Sondershausen II - Hans-Dieter Dünkel
- Kreisvorsitzende des VdK Sozialverband Hessen-Thüringen - Kreisverband Nordthüringen - Bernd Reiber
Im Rahmen der Veranstaltung stellte sich jeder vor und berichtete über sein Arbeitsgebiet. Wichtig war dieses Treffen und das gemeinsame Kennenlernen. Denn wie sagte Goldi Morcinek in der Diskussion, nur wenn wir vernetzt sind, können wir etwas erreichen.
Goldi Morcinek, Bernd Reiber und Klaus Everhardt bei der Diskussion.
Ausgehend von den Erfahrungen im kommunalen Bereich, Goldi Morcinek ist auch die Behindertenbeauftragte der Stadt Bad Frankenhausen, forderte sie, es müssen einen runden Tisch geben, an den die Behindertenverbände des Kreises zusammen mit Politikern sitzen müssen. Ganz gezielt die Forderung das Landrat und Vizelandrat unbedingt dabei sein müssen. Ziel des runden Tisches müssen es sein, so Goldi Morcinek, einen Behindertenbeirat für den Kyffhäuserkreis zu bilden. In der Diskussion dazu, erhielt sie breite Zustimmung.
Es gab aber noch einen weiteren Diskussionsschwerpunkt, gehörgeschädigte Kinder. Durch den Wegfall von Schulen für gehörgeschädigte Schüler, kommen auf immer mehr Kinder Probleme zu, dass ihre Gehörschädigung von den Lehrern nicht richtig erkannt werden würde. Hier müsse mehr getan werden. Torsten Kawaletz sagte zur Problematik, besonders die Eltern müssen aber für dieses Thema sensibilisiert werden, damit es zu einer engen Zusammenarbeit Lehrer - Schüler - Eltern kommen. Es komme zu oft vor, so hatte die Diskussion ergeben, dass gehörgeschädigte Kinder dem Unterricht nicht mehr folgen können und mit schlechteren Zeugnissen später beruflich ins Abseits geraten. Besonders kritisch dabei, wenn sich die Gehörschädigung erst nach der Schuleinführungsuntersuchung ausbildet. Ein Probleme, dem sich wohl auch die Politik stellen müsste.


















