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Ausgiebig diskutiert

Freitag, 06. Mai 2011, 20:15 Uhr
Von der jüngsten SPD- Mitgliederversammlung des Ebelebener Ortsvereins erreicht kn folgender Bericht...

In der Gaststätte des Ortsteils Wiedermuth trafen sich die Sozialdemokraten des Ebelebener Ortsvereins, um über aktuelle bundes- landes- und kommunalpolitische Themen zu debattieren. Neben Mitgliedern des eigenen Ortsvereins konnte der Vorsitzende Thomas Gehlhaar mit Jörg Esser auch ein Mitglied des benachbarten Vereins aus Helbedündorf begrüßen.

Zunächst ging Thomas Gehlhaar auf zurückliegende Wahlen ein. Während das Hamburger Votum allen Grund zur Freude bot und die Ergebnisse in Sachsen- Anhalt nahezu unverändert blieben, sind in den Ländern Baden- Württemberg und Rheinland- Pfalz erhebliche Verluste zu verzeichnen. Die weitere Regierungsbeteiligung in den beiden Ländern dürfte die mit den Wählerabgängen verbundenen Probleme nicht völlig verdrängen. Richtig nannte der Vereinsvorsitzende die konsequente Forderung des Atomstiegs, hier habe die Bundesregierung klare Positionen vermissen lassen. Aber auch bei anderen aktuellen Themen der Zeit sieht er die Bundeskanzlerin und ihre Regierung zaudernd, ob im Libyeneinsatz, bei den Rettungsfonds für andere Euro- Staaten oder den notwendigen Hartz IV- Reformen. In der Runde schloss sich eine breite Diskussion zu den genannten Themen an.

Danach sprach Uwe Vogt, Vorsitzender des Bildungsausschusses im Kreistag zum aktuellen Entwurf der Schulnetzplanung der kommenden fünf Jahre. Seiner Meinung nach geht die Schere zwischen der kinderfreundlichen, ortsnahen Beschulung und die nicht vorhandenen finanziellen Mittel für den bekannten Investitionsbedarf immer weiter auseinander. In gut zehn Jahren werden die Schülerzahlen weiter einbrechen, was dann zu einer weiteren Verschärfung zwischen wohnortnaher Beschulung mit nachhaltiger Wirtschaftlichkeit führen wird.

Breiten Raum dann die kommunale Zukunft der Westregion des Kyffhäuserkreises ein. Altbürgermeister Gerhard Meißner verwies in diesem Zusammenhang noch einmal darauf, dass der Wunsch nach Eingemeindung von den sieben übertragenden Gemeinden 1994 per Beschlüsse an die Stadt Ebeleben herangetragen worden seien, von denen man heute nichts mehr wissen möchte. Im Beispiel Holzsußra führte er auf, dass das ehemalige Kindergartengebäude in diesem Ort nur verkauft werden konnte, weil Ebeleben vertraglich die Aufnahme von Kindern und Erziehern zusicherte.

In der emotionalen Diskussion wurde von mehreren Anwesenden auch die regionale Bedeutung und Partizipation Ebelebens durch solche Dinge wie das Schwimmbad oder die Stützpunktfeuerwehr hervorgehoben. Thomas Gehlhaar mahnte abschließend an, dass man in der gesamten Region aufpassen müsse, um nicht irreparable Schäden aus Kurzsicht in den sieben übertragenen Gemeinden provoziert, die sich auf alle Beteiligten auswirken. Deshalb wolle man mit einem Infostand im Juni bzw. durch Diskussion mit einem kompetenten Landtagsabgeordneten diese Thematik und mögliche Folgen mit den Bürgern besprechen.

Als wichtige Termine nannte der Ortsvereinsvorsitzende den bevorstehenden Landesparteitag in Suhl am 28.Mai, das SPD- Sommerfest in Holzthaleben am 4.Juni und das SPD- Kindertagsfest am 4.Juni in Wiedermuth.
Uwe Vogt
Autor: khh

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